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Meine Kriegskindheit in Moskau-Swerdlowsk
oder
Kriegserfahrungen aus anderer Sicht

Ich war sieben, als der Krieg begann, aber an den 22. Juni 1941 erinnere ich mich deutlich. Es war Morgen, wir rannten alle nach draußen und aus einem großen Lautsprecher hörten wir Molotows Rede. Ich erinnere mich an die Stille und besorgten Gesichter der Erwachsenen. Und dann eilten wir mit den Nachbarn zu den Läden, um alles zu kaufen — Salz, Seife, Streichhölzer und Lebensmittel: Die Menschen hatten noch Erfahrungen aus dem Bürgerkrieg, der erst vor 20 Jahren tobte.

Sofort begannen Fliegeralarme, zuerst waren es blinde Übungsalarme. Es gab Anweisung, Papierstreifen quer über die Fenster zu kleben, und am Abend mussten alle Fenster solche Verdunkelungsvorhänge haben, dass kein Lichtstrahl nach draußen käme. In den Straßen wurden die Laternen ausgeschaltet, nur in Aufgängen brannten in der Nacht blaue Glühbirnen. Wenn die Sirenen und der Alarm begann, mussten alle mit den notwendigen Papieren und Sachen zum Luftschutzkeller laufen. Für unser Haus war die Baustelle der U-Bahn-Station als Bunker vorgesehen. Meine Mutter beschloss, mich zu der anderen Oma Clara zu schicken, da gab es einen Luftschutzkeller im Haus. Es war ein Alptraum für mich und für die Familie. Als die Sirenen aufheulten, begann auch ich zu heulen, und weinte bis zum Schluss des Alarms, und kein Zureden half, mich zu stoppen.

Meine Mutter entschied sich für die Evakuierung. Ich erinnere mich, wie sie mit Oma Sophie, die zu uns aus Wien im Jahr 1937 kam, gestritten hat. Oma wollte nicht fahren. Wieso? Die Deutschen sind doch intelligente Leute, was kann schon mit uns Schlimmes passieren?. Sie wusste es nicht, oder wollte nicht an das schreckliche Schicksal der Juden in Deutschland und Polen glauben, obwohl ihre älteste Tochter aus Österreich vor dem Faschismus fliehen musste. Wir verließen Moskau zwei Wochen nach Kriegsbeginn. Bald nach unserer Abreise fielen die ersten Bomben auf Moskau. Und eines der ersten Ziele wurde unser Paveletskiy Markt, nicht weit von unserem Haus. Er war mit einem Glasdach überdeckt und die Piloten dachten, es sei der Bahnhof.

Vor dem Krieg hat Mutter in dem Volkskommissariat für Eisenmetallurgie gearbeitet, der wurde nach Swerdlowsk evakuiert. Familien mit Kindern wurden zuerst weggeschickt, und wir fuhren mit dem ersten Zug. Die Fahrt dauerte länger als eine Woche, in einem Güterwagen. Wir hatten Glück: Die Deutschen waren noch weit entfernt und die Züge wurden nicht bombardiert. Der Zug blieb häufig und für längere Zeit im offenen Feld stehen, Menschen sprangen aus den Wagen, liefen in die Büsche oder standen einfach und atmeten die frische Luft. Dann gab es ein Signal und alle liefen zurück. Und an den Stationen lief man, um Wasser und Lebensmittel zu holen. Ich hatte immer wilde Panik, wenn Mutter den Zug verließ.

In Swerdlowsk lebten wir zunächst in einem Vorort. Die meisten Menschen hatten dort Privathäuser, die wurden mit Evakuierten verdichtet. Nicht schwer sich vorzustellen, wie die uns liebten. Einheimische Jungen auf der Straße neckten fröhlich: Bald werden die Deutschen ihr Moskau besetzen!

Im ersten Sommer hat man Not und Hunger noch nicht so richtig gefühlt. Wir hatten Brot- und Lebensmittelkarten bekommen, und in den ersten Monaten war es noch möglich, im Café Brötchen mit geräuchertem Käse ohne Karten zu kaufen — selbstverständlich nicht ohne Schlange zu stehen. Den Geruch fand ich göttlich und bis jetzt ist es meine Lieblingsspeise. Mittagessen konnte man in der Kantine bekommen, dafür wurden Coupons von den Karten geschnitten, und die Löffel hatten Löcher, damit sie nicht geklaut wurden. Man musste damit wegen der Löcher sehr schnell essen, um etwas Suppe in den Mund zu bekommen.

Zum Baden ging man in die lokale BanjaBanja bezeichnet ein russisches Dampfbad sowie ein traditionelles russisches Badehaus. Traditionell wird in Russland die Banja mit einem Holzofen beheizt. Die russische Banja ist im Gegensatz zur finnischen Sauna wesentlich heißer. Die Temperaturen in einer russischen Banja können deutlich über 100° C betragen. Die klassische finnische Sauna hingegen erreicht lediglich Temperaturen von ca. 60 bis 80° C, jedoch wird hier wesentlich stärker mit Aufgüssen gearbeitet.Quelle: Wikipedia.de, dort musste man stundenlang anstehen. Ich hatte die Banja als Alptraum empfunden — nackte Körper, Affenhitze, Dampf, Lärm, Fluchen. Alle neu angekommenen Evakuierten mussten die Passierstelle besuchen, wo man auf Läuse überprüft wurde und die Kleidung wurde dort durchgebraten (erhitzt). Wer Läuse hatte, dem wurden die Haare abgeschoren.

Im Herbst ging ich in die erste Klasse, aber bald erkrankte ich an Bauchtyphus. Die Krankheit war schwer und lang, aber ich erinnere mich nur an den Reif, der unsere Wand aus Balken bedeckte.

Im November kam auch die Familie von Oma Clara nach Swerdlowsk. Sie verließen Moskau am 16. Oktober. Es war ein Tag der Panik, die Deutschen waren am Rande der Stadt, in den Rayonkomitees der Partei wurden Papiere verbrannt und viele Menschen verließen die Stadt zu Fuß. Omas Familie wollte nicht gehen, sie hofften, dass man Moskau nicht aufgeben würde, aber dann verloren sie die Nerven und verließen die Stadt. Nachher hatten sie es sehr bedauert, da sie die schlimmste Zeit in Moskau bereits überdauert hatten. Sie fuhren mehr als drei Wochen, unter schrecklichen Bedingungen, es war schon kalt gewesen, die Oma wurde schwer krank.

Oma und ihre Schwester Sima bekamen eine Ecke im Kellerraum in der Innenstadt. An dieses Zimmer erinnere ich mich sehr gut. Es war lang und schmal, in einem Teil am Fenster wohnte die Wirtin Dusja, in der Mitte stand der Ofen. Durchs Fenster sah man die Füße der Passanten, und in unserer Ecke war es immer dunkel. Es war sehr eng, statt eines Tisches gab es eine Kiste, auf der am Abend eine Funzel brannte. Die Funzel bastelte man aus einer Blechdose, in die Petroleum gegossen wurde. An einem Kreuz aus Drähten befestigte man den Docht. Die Funzel qualmte und stank, wir saßen nebenan auf Feldbetten. Dusja war am Tag nie da, aber in der Nacht brachte sie Männer mit, oft betrunkene, Oma und Sima hatten Angst vor denen und erstarrten.

Sima begann im Kriegslazarett als Krankenschwester zu arbeiten. Ich war oft dort bei ihr. Manchmal las ich vor oder schrieb Briefe für die Verwundeten. Aber ich hatte immer ein wenig Angst sie könnten mit der Krücke angreifen, denn viele Soldaten waren sehr nervös. Manche litten an Quetschungen, bei ihnen gab es Anfälle, dann liefen die Schwestern, um sie zu beruhigen, und in den Zimmern der Schwerverwundeten war ein schrecklicher Geruch.

Im Frühling hatten wir einen Wohnplatz in der Innenstadt bekommen. Man hat uns bei einer Frau — Tante Polja — einquartiert. Ihr Sohn war an der Front und als vermisste Person gemeldet. Solche Papiere bekamen die Verwandten, wenn die Zeugen den Tod nicht bestätigen konnten. Vielleicht waren diese Soldaten in Gefangenschaft geraten, in jenen Tagen galt es fast wie ein Verrat an der Heimat (!). Und, vielleicht, sind sie bei dem Rückzug auf den Feldern tot liegen geblieben. Tante Polja litt am grauen Star, konnte nicht arbeiten, und mit der Rente für den Sohn hatte sie Schwierigkeiten, weil er eine vermisste Person war.

Das Zimmer war nur 12 qm groß, durch einen Vorhang in der Mitte geteilt. In unserer Hälfte hatten wir ein Bett, eine Truhe, auf der ich schlief und einen Tisch, es war sehr eng. Tante Polja konnte uns nicht ausstehen, sie hat nur mit mir geredet.

Im langen Flur waren viele Zimmer, in jedem Einheimische und Evakuierte und nur Alte, Frauen und Kinder, die Männer waren an der Front. Es gab eine gemeinsame Küche, dort war ein Holzofen, zum Kochen musste man Holz mitbringen. Jede Familie hatte irgendwo in den Gebäuden einen kleinen Kellerraum, wo Holz und Kartoffeln gelagert wurden. Eine Toilette gab es auf unserer Etage nicht, geschweige denn ein Bad oder Dusche. Zum Waschen ging man in die Küche, zur Toilette musste man in ein anderes Stockwerk, und die Toiletten waren ein einziger Alptraum. Am Tag war es noch nicht so schlimm, aber in den Abendstunden gab es oft keinen Strom, und die Leute wagten nicht, weit zu gehen und legten ihren Haufen in der Nähe der Tür. Viele hatten für solche Zwecke, auch für Erwachsene, einfach einen Eimer im Zimmer, aber Tante Polja erlaubte es nicht. Für mich war der Besuch der Toilette so ein Stress, ich zögerte bis zum letzten Augenblick.

Im zweiten Kriegsjahr herrschte größerer Hunger als im ersten. Ich erinnere mich nicht, dass ich an Hunger litt, vermutlich hatten Mama und Oma mir ein größeres Stückchen untergeschoben. Das Schlimmste war, die Brotkarten zu verlieren, die wurden für einen ganzen Monat ausgeteilt und die Hauptsache war, immer erfolgreich für die Marken Brot zu bekommen. Der Laden, der uns zugeteilt wurde, befand sich um die Ecke. Man kam früh, stellte sich in eine Schlange und wartete, bis das Brot gebracht wurde. Jeder wollte eine Kruste haben. Glück war, auf Karten für Zucker wirklich Zucker zu bekommen, keine Marmelade. Würfelzucker war fast ein unerfüllbarer Traum, den konnte man lange lutschen. Für die Fleischmarken mochte man Fleischkonserven, nicht rohen Fisch oder Eierpulver haben. Die Fleischkonserven waren meist amerikanischer Herkunft und man nannte sie zweite Front (die war noch immer nicht eröffnet). Die Karten für Arbeiter enthielten auch Coupons für Wodka und Tabak. Solche Waren wie Seife, Kerosin usw. konnte man auch nur mit Karten kaufen.

Neben dem Laden hat sich immer verschiedenes Pack versammelt, auch Invaliden in Schubkarren oder auf Krücken, auch Bettler und Betrunkene, man hat geschimpft, geweint, geschrien. Man konnte geschlagen werden, oder die Karten wurden dir entrissen. Damals war ich ein Feigling, aber ich ging, stellte mich in die Schlange, dann kam Oma zur Verstärkung. Wir hatten nie jemals ernsthafte Schwierigkeiten.

In Swerdlowsk existierte auch ein Markt. Ich erinnere mich gut, wie man dort im Winter Milch in gefrorenen runden Scheiben verkaufte. Es gab dort auch Kartoffeln, Zwiebeln und Fleisch, sogar Honig. Es war möglich, Brot zu kaufen. Aber die Preise waren unglaublich, meistens konnte man die Lebensmittel nur bewundern. Auf dem Markt blühte der Tausch. Viele Evakuierte tauschten ihre Sachen gegen Lebensmittel ein. Auf dem Markt oder bei den Bauern in den Dörfern konnte man Kleidung, Schuhe, Garn, Nadeln, Seife für Kartoffeln, Butter, Fleisch eintauschen. Die Dorffrauen kamen auch in die Wohnungen mit Kartoffeln und Milch, ihnen wurden die Sachen zum Tausch angeboten, und man einigte sich auf einen Deal. Im freien Verkauf waren doch überhaupt keine Waren und die Bauern in der Kolchose bekamen keine Karten. Die beste Tauschware jedoch war Wodka.

Wir hatten auch Kleidung getauscht. Ich erinnere mich, wie Mamas rotes Seidenkleid für einen halben Sack Kartoffeln und Milch getauscht wurde. Vor dem Krieg hat Mutter zwei Kleider, rot und schwarz, im besten Moskauer Salon bestellt. Sie hatte das Rote kein einziges Mal getragen. Ich hatte bitterlich geweint, so wertvoll war mir das Ding.

Die Einwohner fuhren in die Provinz, um Sachen bei Bauern zu tauschen. Aber es war eine gefährliche Reise. Oft wurden die Züge von der Polizei durchsucht und erwischten Spekulanten wurde die Ware abgenommen und manchmal wurden Leute vom Zug geworfen. Das Einsteigen in den Zug war ein Kampf, meine Mutter hat es oft erlebt, weil sie häufig auf Geschäftsreisen ging, und immer hat sie versucht, etwas zu essen mitzubringen.

Im Mai 1942 ging ich wieder zur Schule. Lehrbücher und Hefte konnte man nicht kaufen. Ich war noch in einer besseren Position als andere — Mutter brachte mir alte Blaupausen, aus denen ich mir selbst Hefte nähte. In der Schule wurde oft warme Kleidung gesammelt, um sie an die Front zu schicken, wir nähten Tabaksbeutel und Handschuhe mit zwei Fingern (fürs Schießen), legten in die Päckchen Briefe lieber Soldat...! Es wurde Geld für eine Panzerbrigade gesammelt, ich jammerte bei Mama alle werden geben, und ich?. Mutter gab mir Geld, obwohl das gleiche bei ihr im Betrieb passierte. Alle lebten unter dem Motto Alles für die Front, alles für den Sieg, zumindest sagte man uns das im Rundfunk.

Nach meiner Krankheit war ich sehr schwach und dünn geworden und ich bekam eine Berechtigung für verstärkte zusätzliche Ernährung. Einen Monat lang erhielt ich ein Mittagessen in einer Diätkantine. Ich bin mit der Straßenbahn dorthin gefahren, die Suppe durfte man in einer Büchse mit nach Hause nehmen und die zweite Portion musste man dort essen. Viele Kinder machten das, Kinder der Kriegszeit waren sehr selbstständig.

Ich schrieb mich in einen Marionetten-Club für Kinder ein, als Belohnung bekamen wir dort ein süßes, braunes Sojagetränk, man nannte es Soufflé. Alle Kinder kamen mit Flaschen und brachten das Soufflé nach Hause, aber eigentlich war das Zeug ungenießbar.

Der Winter 1942-1943 war sehr kalt und ich erinnere mich, dass meine Hände rot und geschwollen waren. Bei extremer Kälte gingen die Kinder nicht zur Schule. Nichts zum Anziehen war eine gerechtfertigte Entschuldigung für Fehlzeiten. Im Sommer war die Stadt angenehmer, im Hof unseres Hauses spielten Kinder Ball. Zwei Geschwister, Eduard und Erna, waren sehr geschickt, aber plötzlich verschwanden sie und es gab ein Gerücht; sie wären Deutsche und hätten es verheimlicht.

Manchmal gingen wir ins Kino. Einer der ersten Kriegsfilme war: Sie verteidigt das Vaterland. Es war eine tragische Geschichte, in der ein deutscher Panzer verwundete russische Soldaten überfährt und zerquetscht und den Säugling der Heldin zerdrückt. Dann hatte ich den Film Alexander Newski gesehen, wo der Held die deutschen Ordensritter besiegt, in der Halle sind dabei alle aufgestanden und es gab eine riesige Ovation.

Die Menschen versuchten in den schweren Zeiten, für eine Weile ein wenig Spaß zu haben und den Krieg, Hunger, Kälte, Funzel zu vergessen. Man machte bescheidene Partys, man stellte Kartoffelfladen, in Lebertran gebraten, auf den Tisch, Salat aus Rüben, Karotten-Tee und dann drehte man das Grammophon auf und tanzte, wenn die Wohnfläche es erlaubte, sher mit masher — die Männer waren doch an der Front. Viele Frauen fingen an zu trinken, versuchten, dem Leben etwas vom Frauenglück zu entreißen. Und alle träumten vom Ende des Krieges, vom Sieg.

Es war auch mein Traum: Dieser Krieg ist endlich vorbei...
Die Zeit verging, Berichte von der Front wurden erfreulicher, die Deutschen erlitten bei Stalingrad eine Niederlage und Anfang 1943 ist Mutters Kommissariat nach Moskau zurückgekehrt. Mutter musste ohne uns fahren — den Familien war es noch nicht erlaubt, nach Moskau zu reisen.

Wir blieben in Swerdlowsk allein. Mutter schrieb uns sehr oft. Wir hatten uns über eine spezielle Chiffre abgesprochen: Luftangriff nannte sie Kuchen, wenn es eine Bombardierung war, dann war der Kuchen mit Sahne. Umschläge gab es nicht, man schickte Dreiecke, und darauf war ein Stempel: Überprüft von der Militärzensur.

Unsere Beziehungen mit Großmutter Sophie waren manchmal angespannt. Sie konnte schlecht russisch sprechen und ich begleitete sie überall hin, und manchmal hat sie mich auf Deutsch angesprochen. Es herrschte damals ein Spionagewahn, sogar Kinder haben in Lehrbüchern nach heimlichen Hakenkreuzen gesucht. Deshalb habe ich, so eine Närrin, sie angefaucht: Schweig, du Faschistin. Dann bekam ich eine Ohrfeige, rannte zur Großmutter Clara und beschwerte mich. Erst als Erwachsene verstand ich, wie schwer für meine Oma die Evakuierung war, wie schwer es war, nach Mamas Abreise allein mit mir zu bleiben, welche Verantwortung es war. Ich war stur und blöde, aber wenn jemand anderer versuchte, meine Oma zu beleidigen, sprang ich wie ein kleiner Hund, um sie zu verteidigen.

Die Rote Armee drang nach Westen, im Herbst schrieb uns Mutter über die ersten Ehrenschüsse und Feuerwerke in Moskau wegen der Befreiung russischer Städte. Im Oktober 1943 erhielten wir schließlich die Erlaubnis, nach Moskau zurückzukehren.

Mama traf uns am Bahnhof, und ich war so glücklich wie noch nie im Leben.