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Hollywood in Norddeutschland
Erster Teil:
Filmstudio Bendestorf

Im Januar 1972 bezog ich eine Wohnung in Hamburg-Eidelstedt, eine Genossenschaftswohnung im sechsten Stock eines neugebauten Hochhauses. Mit dem Wohnungswechsel wechselten auch die Nachbarn und natürlich die Umgebung.

Die Wohnung hatte Südwestlage, war geräumig, hell, gut gedämmt und hatte einen herrlichen Ausblick. Neben dem Badezimmer gab es eine Besenkammer, beziehungsweise einen Abstellraum, der so geräumig war, dass ich hier meine Dunkelkammer unterbringen konnte. Ich war damals von den Möglichkeiten der Fotografie so fasziniert, dass ich mir nebst einer Spiegelreflexkamera Canon Ftb auch ein kleines Fotolabor anschaffte. Zunächst entwickelte ich nur Schwarz-Weiß-Filme selbst und machte davon mit dem Projektor Abzüge. Später konnte ich auch Farbfilme und Diapositive selbst entwickeln und davon Farbabzüge machen. Dann schaffte ich mir ein zweites Kameragehäuse an, eine Canon EF, dazu mehrere Objektive, Filter, ein Balgengerät für Nahaufnahmen, Stative, Blitzgeräte und vieles mehr. Ergänzt wurde die Ausrüstung später noch um eine Mittelformatkamera Zenza-Bronica für Rollfilm sechs Mal sechs und eine Super-Acht-Filmkamera Braun Nizo 801 Macro.

Wegen unserer Kinder im gleichen Alter, mein Sohn war damals vier Jahre alt, bekamen wir schnell Kontakt zu den neuen Nachbarn auf unserem Flur. Dabei erzählte mir mein Gegenüber von seiner Zeit bei der Filmgruppe im Haus der Jugend am Stintfang und den selbstgedrehten Filmen, die dort produziert wurden. Einer dieser Filme wurde sogar prämiert und vom Bayrischen Rundfunk im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt.

Mein Nachbar hatte noch Kontakt zu einem der Kollegen vom Stintfang, die Filmgruppe dort war aber nicht mehr aktiv. Der Kollege hatte aus seinem Hobby einen Beruf gemacht und war bei einer kleinen Hamburger Werbefilmfirma, bei Garret-Film in Pöseldorf, engagiert worden. Die ganze Firma bestand nur aus drei Leuten, dem Geschäftsinhaber, einer weiblichen Bürokraft und dem besagten Kollegen, der als Mädchen für Alles tätig war. Alle anderen benötigten Kräfte wurden nach einer gewonnenen Filmprojekt-Ausschreibung dem Bedarf entsprechend engagiert. Durch diese Verbindung lernte ich erstmals das Hollywood in Norddeutschland kennen.

In der Lüneburger Heide in den Filmstudios Bendestorf wurden schon während der 1930er Jahre und des Zweiten Weltkrieges Filmkomödien, Propaganda- und sogenannte Durchhaltefilme gedreht. In den 1960er Jahren erlebte der Heimatfilm ein Comeback, vielleicht aus dem Bedürfnis heraus, nach dem Krieg wieder eine heile Welt zu haben. Hans Deppe drehte 1960 den Heimat- und Kriminalfilm Wenn die Heide blüht, in dem auch Heidi Kabel mitspielte. Die Innenaufnahmen zum Film entstanden in den Filmstudios in Bendestorf. Die Schauspieler und Filmschaffenden wurden im Gasthaus Zum Schlangenbaum untergebracht und verpflegt.

1975 lernte ich die Studios und das Gasthaus selbst kennen. Mein Nachbar fragte mich eines Tages, ob ich Lust hätte, bei einer Filmproduktion mitzuwirken, und ich stimmte begeistert zu. Wir wurden als Helfer engagiert und konnten die Geschehnisse in der Filmhalle gespannt mitverfolgen. Ein Werbefilm für eine Ochsenschwanzsuppe sollte gedreht werden und dazu hatte das Filmteam die Schauspielerin Christa Siems als Köchin engagiert, die zu der Zeit im Hamburger St. Pauli-Theater spielte. Am Samstagmorgen fuhren wir, mein Nachbar und ich, dann mit dem Auto über die alte Bremer Autobahn nach Bendestorf. Die Autobahn bestand noch aus den alten Betonplatten, die in den 1930er Jahren verlegt wurden und man musste höllisch aufpassen, dass man nicht einen Absatz zwischen den Platten übersah. Aber allzu schnell konnte man wegen der schlechten Straße sowieso nicht fahren. In der Nordheide war noch bis in die 1970er Jahre die Englische Besatzungsmacht mit ihren Panzern und schweren Fahrzeugen stationiert. Es wurde wenig Rücksicht auf die Straßen oder die Heidelandschaft genommen, überall wo man mit Panzern fahren konnte, fuhren die Engländer auch – wer wollte ihnen das verbieten? Die Landstraßen und die Autobahnen litten darunter schwer, sehr zum Ärger der Autofahrer.

In Bendestorf angekommen, wurden wir sofort mit Arbeit versorgt, es sollte ein Lichtzelt aufgestellt und mit vier Kilowatt-Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Für das Lichtzelt wurde aus weißer Baumwollgaze und einem langen Gestänge ein großes Zelt gebaut, begehbar und mit reichlich Platz darinnen. Die Scheinwerfer kamen außen drum herum und wurden nach den Vorgaben der beiden Kameraleute eingerichtet. Es war Mittag als das Zelt endlich stand, aber für eine Pause war keine Zeit, das Studio kostete und jeder Drehtag war teuer. Im Lichtzelt hatten Helfer jetzt eine Küche aufgebaut, die wie Omas Küche wirken sollte. Eine Kochmaschine mit Messingstange war organisiert worden und die Zubereitung der köstlichen Zutaten für diese Suppe sollte jetzt in der Pseudoküche abgedreht werden. Einen Berg von Fleisch hatte der örtliche Schlachter geliefert, nur vom Allerfeinsten, Filet und Steak. Dazu gab es Mengen frischen Gemüses, das die Kameraleute drapierten und begutachteten. Um auf den Tomaten Lichtreflexe zu zaubern, wurden sie mit Wasserzerstäubern eingesprüht. Dann wurde die erste Probeaufnahme gedreht und die vielen Scheinwerfer, die wir außen um das Lichtzelt aufgestellt hatten, eingeschaltet. Innerhalb von Minuten wurde es heiß, die Scheinwerfer heizten das Innere des Zeltes derart auf, dass jegliches Wasser darin sofort verdampfte. Aus – alles aus rief der Kamera-Assistent, die Kameraleute waren nicht zufrieden. Zwar hatte das Zelt für ein gleichmäßiges, weiches Licht fast ohne Schatten gesorgt, aber die beabsichtigten Lichtreflexe auf dem Gemüse waren nicht zu sehen. Stattdessen gab es Kalkflecken auf den Tomaten, die sahen aber nur die Kameraleute – Perfektionisten eben. Die nächste Aufgabe für uns Helfer war jetzt: Gemüse putzen, vorsichtig die Kalkflecken wieder entfernen, die durch das verdunstete Wasser entstanden waren.

Ein zweiter Dreh wurde mit fein zerstäubtem Glyzerin versucht, das nicht sofort in der Hitze verdunstete. Doch war während des langen Tages die Suppe in dem gusseisernen Topf eingekocht und machte einen hässlichen braunen Rand oberhalb des Suppenspiegels. Auch das verzweifelte Rühren von Frau Siems konnte daran nichts ändern. Wegen ihrer knurrenden Mägen hatten die Helfer sich schon darauf gefreut, die Suppe und das Gemüse nach Abschluss des Drehs per Löffel zu vernichten, doch daraus wurde nichts. Die Kameraleute wollten kein Wasser in die Suppe schütten, um den Flüssigkeitsspiegel wieder aufzufüllen, weil sie dann zu dünn ausgesehen hätte. Stattdessen nahmen sie ein paar Steine, die draußen vor der Türe lagen, und schütteten diese in die Suppe. Am späten Abend konnte die Küchenszene dann endlich gedreht werden, Christa Siems schnitt Filet und rührte die Suppe auf der Küchenhexe und die Kameraleute waren endlich mit dem Licht zufrieden. Die endgültige Beurteilung konnte aber erst nach der Entwicklung des Filmes erfolgen. Gedreht wurde mit einer Kinokamera auf 35mm-Film.

Wir Helfer konnten alles wieder abbauen, die Scheinwerfer in das Depot zurückbringen und die Stangen mitsamt der Baumwollgaze dort verstauen. Das Gemüse und die Suppe mit dem Fleisch wurden fortgeschüttet, weil alles durch die dreckigen Steine und das Glyzerin ungenießbar geworden war. Aber es gab ja noch das Gasthaus Zum Schlangenbaum in Bendestorf und die Küche hatte sogar auf. Der Name des Restaurants leitet sich nicht, wie man vermuten könnte von einer vor dem Haus gepflanzten Araukarie ab, die auf Deutsch Andentanne, Schuppentanne, Affenschwanzbaum oder auch Schlangenbaum genannt wird, sondern von einer Kiefer hinter dem Haus. In ihren jungen Jahren wurde sie niedergetreten und hat es in ihrem weiteren Wachstum zuerst am Boden wälzend wie eine Schlange, dann doch ans Licht nach oben geschafft. Die Preise für ein abendliches Essen waren allerdings für meinen Geldbeutel so gesalzen, dass ich verzichtete, hier einen Imbiss einzunehmen. Meine Gage sollte schließlich der Finanzierung meiner Hobbys dienen, nicht der Völlerei. Stattdessen konnte ich die vielen Autogrammkarten bewundern, die in der Traditionsgaststätte hingen. Ich hatte bisher noch nie etwas vom Hollywood in der Heide gehört.

Die letzte Szene des Werbefilms für die gute Ochsenschwanzsuppe aus der Dose wurde übrigens im Museumsdorf Molfsee bei Kiel inmitten der alten Bauernhäuser gedreht. Wieder mit den beiden englischen Kameraleuten, die so perfekt mit dem Licht umgehen konnten. Dieses leicht überstrahlende Gegenlicht, in Fachkreisen Englisches Licht genannt, auf den Film zu bannen war eine Kunst, der ich mit meiner Fotografie nacheiferte. Zu dieser Perfektion habe ich es allerdings nicht gebracht.

Ein anderes Mal wurde ich wieder als Helfer engagiert, ein Elektrogerätehersteller wollte einen neuen Rasierapparat auf den Markt bringen. Der Kollege meines Nachbarn war zu Markenfilm gewechselt und seine Firma hatte die Ausschreibung mit der besten Idee gewonnen. Es sollte die Geburt des Rasierapparates aus einem Chromblock gezeigt werden. Bei der Realisierung des Filmvorhabens durfte ich wieder in den Bendestorfer Studios dabei sein. Zunächst gab es bei der Vorbereitung in der Halle immer wieder Getuschel und Gelächter unter den Helfern. Manchmal verschwand auch der Eine oder Andere, um dann mit einem breiten Grinsen zurückzukehren. Geht mal ganz leise in das Nachbarstudio nach oben auf die Beleuchterbrücke hieß es dann, und wir taten es wie empfohlen. Dort war ein überdimensionales Bett aufgebaut, auf dem sich kaum bekleidete Damen in gespielter Ekstase vor der Kamera rekelten und wälzten.

In unserer Halle wurde indes auf einem Untergestell aus massiven Balken eine halb rautenförmige Stahlkonstruktion aus Winkeleisen zusammengeschweißt. Vorn hatte die Konstruktion ein Fenster, durch das die Kamera schauen sollte. Der Boden wurde durch eine Eisenplatte gebildet, die in der Mitte des hinteren Drittels ein kreisförmiges Loch von ungefähr zehn Zentimeter Durchmesser hatte. In dieses Loch wurde ein eiserner Topf eingeschweißt, der mit einem druckluftbetriebenen Stempel ausgerüstet wurde. Die ganze Konstruktion war so angelegt, dass der Stempel, wenn man aus einer Pressluftflasche Druck erzeugte, aus dem Topf nach oben schoss und dabei noch eine viertel Drehung machte. Zu diesem Zweck wurde noch eine Steuerkulisse angebaut, die den Stempel führte. Die Arbeiten an diesem aufwändigen Eisengestell dauerte mehrere Tage. Zum Schluss wurden Glasscheiben in die Winkeleisen eingebaut, so dass es wie ein überdimensionales Aquarium aussah.

Dann sollte der erste Drehtag kommen, und wir waren wieder zum Helfen eingeladen, gegen Gage natürlich. Während das ganze Becken erstmalig mit Leitungswasser gefüllt wurde, bauten wir Helfer das bereits bekannte Lichtzelt auf und drapierten die Scheinwerfer drum herum. Es wurde viel Licht benötigt, weil diesmal eine Hochgeschwindigkeitskamera zum Einsatz kam, die tausend Bilder in der Minute belichten konnte. Das Zelt drumherum aus weißer Baumwollgaze sollte Schatten mildern und das Licht weich und sanft machen. Ebenfalls mit von der Partie war ein weiterer Helfer, von Beruf Chemiker, er sollte mit einem sehr gefährlichen und äußerst giftigen Stoff agieren, den wir leihweise von einer Firma in Hamburg erhalten hatten. Die Firma hatte uns für diese Filmrealisation ihren gesamten Vorrat an Quecksilber zur Verfügung gestellt. Verpackt in kleinen Kunststoffbehältern zu je einem Liter, wog jedes Gefäß zehn Kilogramm. Bei Fünfen solcher Behälter in der Schubkarre hatte ich das Gefühl, die Holme der Karre würden brechen. Aus Sicherheitsgründen behandelten wir die Behältnisse mit äußerster Vorsicht und luden die Schubkarre nicht zu voll.

In der Zwischenzeit hatten die Filmleute auf dem Druckluftstempel ein Rasierergehäuse montiert. Das ließ sich ganz in den Eisentopf einfahren und mit Druckluft herausschießen, so dass es nicht über die Bodenplatte hinausragte, aber während der Fahrt eine viertel Drehung zur Kamera machte. In der letzten Phase sollten dann die drei runden Scherköpfe genau in die Kamera zeigen. Alles schien perfekt zu funktionieren, das Becken war voll Wasser, der Chemiker leerte Behälter um Behälter und das Quecksilber bildete eine silbrige Schicht auf der Bodenplatte, floss in den Eisentopf und umschloss das Gehäuse des Rasierapparates. Bei einem Probeschuss ohne Kamera konnten wir jetzt die Geburt eines Rasierapparates aus einem Chromblock mitverfolgen. Doch oje, das Quecksilber war so schwer, dass der Rasierer einfach aus dem Topf schoss, ohne das Quecksilber mit in die Höhe zu heben. Das war aber die Idee: Man hatte sich vorgestellt, der Rasierer würde das Quecksilber mit in die Höhe reißen und es würde dann zurückfließend den Rasierkopf freigeben. Schnell wurde eine Scheibe gefertigt, etwas kleiner als der Innendurchmesser des Topfes und unter dem Rasierapparat angebracht. Die Scheibe sollte nun das Quecksilber mit in die Höhe katapultieren, um den beabsichtigten Effekt zu realisieren.

Ein Probedreh wurde angesetzt und die zehn Scheinwerfer zu je vier Kilowatt in Betrieb genommen. Augenblicklich wurde es im Lichtzelt so warm, dass die Verglasung des Beckens beängstigend zu knacken begann. Aus – alles aus, schrie jemand voller Panik, wir müssen das Wasser erst anwärmen. Mit Tauchsiedern aus dem Studiofundus wurde nun erst einmal das Wasser auf Temperatur gebracht. Dann, eine Stunde später konnte gedreht werden. Die beiden Kameraleute, die gleichen Perfektionisten, die ich bereits mit der Dosensuppe kennengelernt hatte, berieten sich und brachen den Dreh dann ab. Das Wasser ist zu warm es bilden sich überall kleine Blasen, hieß es jetzt. Tatsächlich, überall auf dem Quecksilber und an den Glasscheiben hatten sich kleine Bläschen gebildet. Was nun war die Frage, es kam nur ein Wasserwechsel in Frage. Irgendjemand hatte den glorreichen Einfall, dass nur weiches Wasser die Lösung des Problems bringen könnte. Aber woher sollten wir nun weiches Wasser bekommen? Jemand telefonierte und mit einem verschmitzten Lächeln wurde nun das Ablassen des Wassers beschlossen. Nach einiger Zeit bekamen wir Besuch der Freiwilligen Feuerwehr, die uns einen Löschwasservorrat weiches Wasser aus der Seeve geholt hatten.

Der nächste Dreh nach dem Wasserwechsel offenbarte aber gleich das nächste Problem. Jetzt musste so schnell als irgend möglich die Szene abgedreht werden, denn durch die enorme Wärme der vielen Scheinwerfer erwärmte sich das Wasser schnell und zusehends setzte ein Algenwachstum mit Vergrünung des Wassers ein. Irgendwie haben wir es bis spät in die Nacht geschafft, die Einstellung abzudrehen und sind todmüde nach Hause gefahren.

Hast du schon gehört, kam mein Nachbar am nächsten Tag zu mir, die Szene haben sie fallen lassen, es geht nicht so wie gedacht. Der Film war entwickelt worden und in der Zeitlupe konnte man jetzt sehen, was die Kamera mit tausend Bildern pro Minute festgehalten hatte. Der Rasierer hob sich in der Zeitlupe majestätisch aus seinem Versteck, fuhr in seine Endposition unter Absolvierung einer viertel Drehung, das Quecksilber hob sich gerade mal zwei Zentimeter aus dem Topf, während die Bewegung in einer Welle langsam verebbte. Der Rasierer drehte sich mit seinen Scherköpfen in die Kamera und aus den runden tellerförmigen Köpfen pinkelte ein feiner Strahl Quecksilber in den Topf. Die Enttäuschung war beim ganzen Team riesengroß, doch wer hatte je Erfahrung mit so einer großen Menge Quecksilber, wer wusste denn schon, wie sich dieses Zeug verhalten würde? Der endgültige Dreh brauchte nicht mehr diese Menge Helfer. Aus schwarzem Karton wurden zwei Ebenen geschaffen, zwischen denen der Rasierkopf mit der Pressluftkulisse herauskatapultiert wurde. Das wurde mit der Hochgeschwindigkeitskamera gefilmt, in Zeitlupe wiedergegeben und es sah sehr gut aus. Die beiden Perfektionisten hatten mal wieder mit dem Licht gezaubert.

Irgendwann kamen wir beide dann auf die Idee, mal etwas Eigenes zu machen, nur so zum Spaß, aber möglichst perfekt. In Sichtweite unseres Hauses befand sich damals ein Haus der Jugend und wir beide wollten dort eine Filmgruppe etablieren, um den Jugendlichen eine Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung zu bieten. Leider fanden wir niemanden, der daran Interesse hatte. Unter Filmgruppe verstanden die meisten Jugendlichen, die zu uns kamen so eine Art Kino. Filme anschauen und konsumieren – nicht selber drehen, viel zu anstrengend und aufwändig lauteten die meisten Kommentare. So haben wir diesen Gedanken ganz schnell wieder fallen lassen, nicht aber für uns selbst. Wir haben den Film, der uns vorschwebte, dann doch gedreht, aber das ist eine andere Geschichte… [ Weiterlesen Weiterlesen…]