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Loccum, 1875-1877 — Das Kloster Loccum

Teil 7 - Loccum, 1875-1877
Kapitel 1
Das Kloster Loccum

Montag den 5. April [1875] sollte das Semester in LoccumDas Kloster Loccum ist das älteste Predigerseminar der Landeskirche Hannover und seit 2009 einziges Predigerseminar für die Ausbildung von Theologen nach ihrem Universitätsabschluss. Im Rahmen dieser zweiten Ausbildungsphase werden die Vikare auf die praktischen Tätigkeiten im Pfarramt vorbereitet.Siehe Wikipedia.org [1] beginnen, und ich beabsichtigte, Sonnabend zuvor dort einzutreffen. Ich hätte dann Freitag abfahren müssen, die ich an einem Tage nicht hin kam. Da ich aber stets vor allem Neuen einen Grusel hatte, der erst überwunden werden musste, mir besonders vor dem Sonntag am neuen Ort und in unbekannter Umgebung graute, entschloss ich mich am Ende, noch einen Tag länger zu bleiben. Ich reiste daher erst Sonnabend ab und kam an dem Tage bis Hannover, wo ich in meinem Logis vom Examen her, Stadt Braunschweig, Wohnung nahm. Sonntag waren in Hannover überall Konfirmationen. Ich ging zuerst in die Marktkirche, wo ich eine ziemlich trockene Konfirmationsrede von Grotefend hörte, von da in die Aegidienkirche zu einer reichlich sentimental gehaltenen Konfirmationshandlung des Seniors FlüggeLudwig Flügge (1808-1883) war ein deutscher lutherischer Theologe und Senior des Geistlichen Stadtministeriums in Hannover.Siehe Wikipedia.org [2]. Dann in den dicht dabei gelegenen Loccumer Hof zur Vorstellung bei Sr. Hochwürden. Abt RupsteinFriedrich Rupstein (1794-1876) war von 1865 bis 1880 Abt des Klosters Loccum, siehe auch Teil 5 (Göttingen), Kapitel 14Siehe Wikipedia.org [3] traf ich noch genauso wie im vorigen Jahr: Sie waren im Hause des Prinzen Reuß. Auch ich kenne zwei Glieder der fürstlich Reußschen Familie, für die ich die höchste Verehrung hege; die eine die WitweMarie Wilhelmine Johanna (1822-1903), Tochter des Prinzen Heinrich LX. Reuß jüngere Linie [4] des Grafen Eberhard StolbergGraf Eberhard zu Stolberg-Wernigerode (1810-1872) war ein konservativer Politiker und preußischer Staatsbeamter.Siehe Wikipedia.org [5], der ich auch als ich zum ersten - und freilich einzigen - Male meinen Sitz im Herrenhause in Berlin einnahm, meine Aufwartung machte, die andere die Gemahlin des Grafen Otto, unseres früheren hiesigen Oberpräsidenten. Nach einigen weiteren Worten schloss er dann: Und so wünsche ich, dass Ihnen der Aufenthalt in Loccum ein gesegneter und fruchtbarer sein möge, und mit einer gnädigen Handbewegung war ich entlassen. Zu UhlhornGerhard Uhlhorn (1826-1901) war evangelisch-lutherischer Theologe und Oberkonsistorialrat. Von 1878 bis 1901 war er Abt von Loccum, dessen Predigerseminar er durch seine Arbeit maßgeblich prägte. Siehe auch Teil 5 (Göttingen), Kapitel 12Siehe Wikipedia.org [6] konnte ich nicht mehr gehen, wie ich beabsichtigt, da dessen Konfirmation noch nicht aus war, als mein Zug abging. Also auf den Bahnhof und mit der Bahn bis Wunstorf. Von da ging's in der PostIn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das gängige öffentliche Verkehrsmittel in der Stadt die Pferdedroschke, auf dem Land, wo keine Bahn fuhr, die Postkutsche. [7] vorbei am Steinhuder Meer durch Bad Rehburg und der Loccumer Filial Münchehagen - dies Münchehagen kann mir auch nicht gefallen, äußerte einer der Mitreisenden und erwähnte eine Totschlagsgeschichte, die im Winter daselbst vorgefallen war - nach Loccum, wo ich gegen sechs Uhr ankam. An der Post warteten Ehrenfeuchtersiehe Teil 5 (Göttingen), Kapitel 2 [8], von dessen Anwesenheit ich früher schon gehört, und zwei von der Universität her flüchtig bekannte, Danckwerts und Roth, und führten mich durch das Posttor in den Klosterhof, in dem ich mich nach dem, was ich durch Superintendent Holscher erfahren hatte, rasch orientieren konnte, und von da durch den Donnergang in das Slaphus, wo ich in Cyklop, dem Zimmer des HospesGast (lat. hospes, pl. hospites). Die auszubildenden Theologen bezeichneten sich wohl als Gast, weil sie nur vier Semester in Loccum verweilten. [9] Kranold, durch eine Tasse Kaffee erquickt wurde, die mir nach der kalten Fahrt sehr wohl tat. Nachdem ich dann noch dem Prior König meine Aufwartung gemacht, lernte ich beim Abendessen im Speisesaal den größten Teil des Hospites sowie den Konventual Redepenning, der abends den Vorsitz führte, kennen und übernachtete in einem Gastzimmer. Schon den ersten Abend war mein Gruseln überwunden.

Da das Anfangskolleg am Montag mit Rücksicht auf einige dann erst mit der Post eintreffende Hospites erst abends um sechs stattfand, hatte ich am Vormittag Zeit und Gelegenheit, Örtlichkeit und Personen noch näher kennen zu lernen.

Die umfangreichen Gebäude des Klosters sind von einer zwölf Fuß hohen Mauer von Bruchsteinen umgeben, durch die vier Tore in das Innere führen, das Posttor im Nordosten, durch das ich eingetreten war, das Denkertor im Nordwesten, der eigentliche Haupteingang, von dem eine Pappelallee nach dem Westgiebel der Klosterkirche und der südlich daran sich anschließenden Abtei führt, das Kramertor im Südwesten und die Paradiesespforte im Süden. Der alles überragende Mittelpunkt ist die in den edelsten Formen gehaltene Klosterkirche, ein Zisterzienserbau im übergangsstil ohne Türme, Strebepfeiler und Apsis, mit rechteckigem Chorabschluss, aber in Kreuzform, auf der Vierung einen schlanken Dachreiter von Eisen tragend. Der Haupteingang ist nicht an der Westfassade, sondern nahe dem westlichen Ende der Nordseite. Er führt zunächst in eine Vorhalle, die mit den Monumenten früherer äbte geschmückt ist. Von da hat man den Blick durch das langgestreckte Mittelschiff nach dem Chor. Die viereckigen Pfeiler und die Gurtbögen geben dem Bau etwas Wuchtiges. Die Gurtbögen laufen zwar, ebenso wie die gekuppelten Fenster des Schiffes, spitzbogig aus, aber der Charakter des ganzen Gebäudes zeigt doch mehr romanische Schwere als gotische Leichtigkeit. Die Fenster im Chor sind rundbogig. In der Nordostecke des Chors neben dem Hochaltar steht ein Sakramentshäuschen aus Sandstein in zierlichen spätgotischen Formen. Ein hölzernes in der Südost-Ecke ist weit weniger schön. Unter den in die Kirchenwand eingemauerten Denkmälern ist bemerkenswert der des Abts Burchard Stöber im nördlichen Seitenschiff, der von einem Bauern des Klosterbezirks mit dem Beil erschlagen wurde. Er ist dargestellt vor einem Kruzifix kniend, das Beil in der Glatze. Von besonderem Kunstwert sind die geschnitzten Chorstühle. An der Südseite der Kirche ist ein auf drei Seiten erhaltener frühgotischer Kreuzgang. Nur der Westarm, der unter dem Abtsgebäude hinläuft, ist der Barbarei der Aufklärungszeit zum Opfer gefallen und in einen rechtwinkligen Gang umgewandelt Der Kreuzgang umschließt einen quadratischen Hof, in dem alte Mönche begraben liegen mögen und jetzt Gartenanlagen sind. Der Westbau ist wie gesagt die Wohnung des Abtes, jedoch nur in ihrem mittleren von einem FrontispizFrontspieß oder Frontispiz ist bei Gebäuden die Bezeichnung für eine im Bereich des Daches senkrecht über der Fassade aufragende Giebelwand.Siehe Wikipedia.org [10] gekrönten Teil, während der eine Flügel vom Prior, der andere vom Gartenkonventual bewohnt wird. Der Südbau enthält das spätgotische Refektorium, das aber jetzt die Klosterbibliothek birgt. Ein Speisesaal und die Küchenräume sind ebenfalls auf dieser Seite. Der Ostbau ist das SlaphusDas Dormitorium (lat. Schlafhaus) ist der Schlafsaal eines Klosters.Siehe Wikipedia.org [11], in dem zu ebener Erde der rein romanische Kapitelsaal ist, währen das Obergeschoß das Kollegzimmer und die Wohnung von acht Hospites enthält. Die vier andern sind in der sogenannten Kolonie gegenüber dem Abtsgebäude. Die Wohnungen sind von verschiedener Güte. Als die minderwertigsten galten im Slaphus der kleine Konventual und der Nachbar, beide mit dunklen Kammern, sowie die Fliegenstube und der Mohr in der Kolonie nach den Wirtschaftsgebäuden hinaus. Bevorzugt dagegen waren der Senior und der Zyklop im Slaphus und der Inspektor in der Kolonie, während die vier Zimmer nach dem Quarrenhofe im Slaphus und die Laterne in der Kolonie die Mitte hielten. Natürlich wählten die älteren Semester sich die besseren Zimmer aus, während die neu Eintretenden mit den minderwertigen sich begnügen mussten, in der Hoffnung, später aufzurücken. Da der Abt mich durch meine prinzliche Hauslehrerschaft sehr verwöhnt glaubte, hatte er für mich das beste der frei werdenden Zimmer belegt, das der Kirche zunächst liegende Quarreezimmer - nach meiner Zeit der Pietist benannt, das ich, da es mir genügte, die ganzen zwei Jahre behielt. Abgesondert von dem Hauptgebäude, und zwar südöstlich von der Kirche, stand inmitten von Gartenanlagen die Abtei, damals Wohnung des Studiendirektors, in späterer Zeit nach der Reorganisation des Klosters nach Abt Rupsteins Tode die Wohnung des Klosterpächters. In der Klostermauer, am Denkertor, stand die sogenannte Frauenkirche, in der katholischen Zeit der gottesdienstliche Raum für die Frauen, die das Innere des Klosterhofes nicht betreten durften. Damals war es der Raum für die zweite Klasse der damals noch dreiklassigen Dorfschule. Auch die Wohnung des zweiten Lehrers war damit verbunden. Die übrigen Klassenräume waren innerhalb der Klostermauern, ebenso die Wohnung des ersten Lehrers, der zugleich Stiftskantor war.

Aus der Paradiesespforte trat man in den Klosterpark, dessen vorderster Teil eben das Paradies hieß. Stieg man aus demselben ein wenig in die Höhe, so bot sich ein überraschend schönes Bild dar. Zu Füßen sah man einen Teich, hinter demselben eine Wiese und das Ganze von herrlichstem Buchenwald umrahmt. Zu Häuptern aber rauschten die Kronen von mächtigen vielhundertjährigen Eichen. Das war der Sündern, der sich im Wechsel von Wald und Wiese wohl drei Viertelstunden erstreckte. Ging man etwas tiefer hinein, so kam man an eine jedenfalls künstliche Bodenerhebung zwischen den Wiesen, die Lucca-BurgDie Luccaburg war eine frühmittelalterliche Niederungsburg bei Loccum. Sie ist nach dem Geschlecht derer von Lucca benannt.Siehe Wikipedia.org [12] genannt, wahrscheinlich die Stelle, an der die alte Lucca-Burg gestanden hatte, von der Loccum den Namen hat. Eine Tafel feierte in lateinischen von dem früheren Studiendirektor, späteren Stader General-Superintendenten KösterFriedrich Köster (1791-1878) war ein evangelischer Theologe und Hochschullehrer. 1819 wurde er Studiendirektor am Predigerseminar im Kloster Loccum. Zuletzt war er Generalsuperintendent der Generaldiözese Bremen-Verden im Herzogtum Bremen und Herzogtum Verden.Siehe Wikipedia.org [13], verfassten DistichenEin Distichon (pl. Distichen; griechisch Zweizeiler von di- zwei und stíchos Vers, Zeile) ist in der Verslehre allgemein ein Verspaar bzw. eine zweizeilige Strophenform.Siehe Wikipedia.org [14] den Prior Franzen, der den Park angelegt hatte ( a quo grande tulit Lucca vetusta decuswodurch das alte (ehrwürdige) Loccum große Zier erhielt.Siehe Wikipedia.org [15]). Die Stelle, wo man ins Freie trat und die nach Wiedensahl führende Straße berührte, hieß das Weltende. Als wir am Morgen des genannten Tages einen Spaziergang durch den Sündern machten, lernte ich gleich einige von den Traditionen kennen, auf die die Schrift von DüsterdieckDüsterdieck war Studiendirektor in Loccum von 1858 bis 1865, siehe Teil 5 (Göttingen), Kapitel 10 [16] mich vorbereitet hatte. Als wir an eine Stelle im Holz kamen, wo das vorjährige Laub zu den Füßen raschelte, wurde ich gefragt, worüber ich mich jetzt freute. Ich sagte: über den schönen Wald. Antwort war die neue Frage: Worüber haben Sie sich nach dreihundertjähriger Tradition jetzt zu freuen? Natürlich wusste ich das nicht. Antwort: Darüber, dass Sie kein Meuchelmörder sind, weil Sie sonst fürchten müssten, dass das Rascheln des Laubes Sie verriete. An einer Stelle lag am Wege ein viereckiger, wie behauener länglicher Granitblock. An der einen Kante entlang sah man bis etwa zur Mitte derselben eine Rinne. Wo dieselbe endete, führte eine andere Rinne nach der Mitte der Oberfläche des Steins. Daneben war eine etwa daumendicke und zolltiefe Vertiefung. Dieser Stein veranschaulichte nach - hier wohl siebenhundertjähriger - Tradition die Kraftübungen der alten Deutschen: Wenn unsere Altvorderen nach dem Essen sich eine Bewegung machen und ihre Kräfte erproben wollten, so taten sie es etwa an diesem Stein, der ursprünglich noch mindestens viermal so groß war, doppelt so breit und doppelt so hoch. Einer von ihnen nahm seinen Speer und stieß ihn hier, wo die Rinne an der Kante die Spur zeigt, in den Stein, hob ihn auf und warf ihn einem andern an den Kopf, so dass er mitten durch zersprang. Dann stieß er seinen Speer in die übrig gebliebene Hälfte hier (bei der andern Rinne) und warf sie ebenso einem dritten an den Kopf, so dass sie auch an dessen hartem Schädel zerschellte. Darauf stieß er siegesfroh seinen Speer in den Stein, wie es hier an der Vertiefung zu sehen ist. Und dort - damit zeigte der Erklärende auf einige etwa zehn bis 15 Schritt entfernt liegende kleinere Steinblöcke - liegt das übrige. Dann wurde auch gefragt: Sind Sie schon am weißen Turm gewesen? Sagte der Betreffende, wie zu erwarten war, nein, so wurde er an eine Stelle linker Hand vom Teich geführt, wo Tische mit runden Steinplatten standen, und ihm gesagt: Dies ist der weiße Turm. Natürlich sagte er dann: Aber hier ist ja gar kein Turm. Antwort: Aber es könnte doch hier einer stehen. Etwas abseits rechts vom Teich standen zwei Buchen, deren Stämme an einer Stelle zusammengewachsen waren, um von da nach oben wieder auseinander zu streben. Der Ankömmling wurde dahin geführt und gefragte: Was ist das? Die Antwort, die erwartet wurde, war: Ein Bild der Ehe. Zwei Individualitäten geben sich aneinander hin, um sich neu erfüllt wieder zu nehmen. Im Paradiese stand ein Baum, dessen Stamm fast nur noch Borke war, der aber gleichwohl frisch weiter grünte. An ihm wurde gezeigt, wie neues Leben aus den Ruinen blühe. Der Baum erhielt den Namen Herr von Borke. Gleich vorn rechts war ein Labyrinth von Gängen, zwischen Tannen. Das waren die Abtsgänge. Der verborgenste von ihnen hieß der Prior- oder Königsgang. Hier hatte, so wurde behauptet der Prior König seine vergeblichen Liebeswerbungen beweint. In eine der dortigen Tannen sollte er auch geklettert sein, um sich im Jahr 1848 vor den revoltierenden Bauern zu verstecken.


[1] Das Kloster Loccum ist das älteste Predigerseminar der Landeskirche Hannover und seit 2009 einziges Predigerseminar für die Ausbildung von Theologen nach ihrem Universitätsabschluss. Im Rahmen dieser zweiten Ausbildungsphase werden die Vikare auf die praktischen Tätigkeiten im Pfarramt vorbereitet.
[2] Ludwig Flügge (1808-1883) war ein deutscher lutherischer Theologe und Senior des Geistlichen Stadtministeriums in Hannover.
[3] Friedrich Rupstein (1794-1876) war von 1865 bis 1880 Abt des Klosters Loccum, siehe auch Teil 5 (Göttingen), Kapitel 14
[4] Marie Wilhelmine Johanna (1822-1903), Tochter des Prinzen Heinrich LX. Reuß jüngere Linie
[5] Graf Eberhard zu Stolberg-Wernigerode (1810-1872) war ein konservativer Politiker und preußischer Staatsbeamter.
[6] Gerhard Uhlhorn (1826-1901) war evangelisch-lutherischer Theologe und Oberkonsistorialrat. Von 1878 bis 1901 war er Abt von Loccum, dessen Predigerseminar er durch seine Arbeit maßgeblich prägte. Siehe auch Teil 5 (Göttingen), Kapitel 12
[7] In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das gängige öffentliche Verkehrsmittel in der Stadt die Pferdedroschke, auf dem Land, wo keine Bahn fuhr, die Postkutsche.
[8] siehe Teil 5 (Göttingen), Kapitel 2
[9] Gast (lat. hospes, pl. hospites). Die auszubildenden Theologen bezeichneten sich wohl als Gast, weil sie nur vier Semester in Loccum verweilten.
[10] Frontspieß oder Frontispiz ist bei Gebäuden die Bezeichnung für eine im Bereich des Daches senkrecht über der Fassade aufragende Giebelwand.
[11] Das Dormitorium (lat. Schlafhaus) ist der Schlafsaal eines Klosters.
[12] Die Luccaburg war eine frühmittelalterliche Niederungsburg bei Loccum. Sie ist nach dem Geschlecht derer von Lucca benannt.
[13] Friedrich Köster (1791-1878) war ein evangelischer Theologe und Hochschullehrer. 1819 wurde er Studiendirektor am Predigerseminar im Kloster Loccum. Zuletzt war er Generalsuperintendent der Generaldiözese Bremen-Verden im Herzogtum Bremen und Herzogtum Verden.
[14] Ein Distichon (pl. Distichen; griechisch Zweizeiler von di- zwei und stíchos Vers, Zeile) ist in der Verslehre allgemein ein Verspaar bzw. eine zweizeilige Strophenform.
[15] wodurch das alte (ehrwürdige) Loccum große Zier erhielt.
[16] Düsterdieck war Studiendirektor in Loccum von 1858 bis 1865, siehe Teil 5 (Göttingen), Kapitel 10