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Pommerland ist abgebrannt

Das Schicksal des Küsters Peter Berg in Mohrdorf

Invasion

Lieber Gott steh uns bei, haben die armen Fischer gesagt, die am Strand von Usedom ihre Netze flickten nach spärlichem Flundern-Fang. Nicht schon wieder Soldaten, bitte, wir haben doch schon genug Kaiserliche, die das Land zerstören, unser Pommern. Das haben sie nicht gesagt, und wenn, dann auf Platt, aber gedacht am 4.Juli des Jahres im Herrn 1630, als sie die tausend Segel der Lastschiffe am Horizont erblickten, die Invasion ungezählter Kanonen und Pferde und Waffen. Schwedens König Gustav Adolf war gekommen mit seinen 13.000 Kriegern, Pommern zu erobern, sich einzumischen im großen Krieg, den man später den 30-jährigen nannte. Warum kam der Usurpator? Als Verteidiger des rechten protestantischen Glaubens? Wohl eher, weil er das Getreide aus Pommern brauchte. Und weil er als Realpolitiker seine Machtstellung am Südrand der Ostsee auszubauen gedachte. Er war bereit, das Dominium maris Baltici zu erkämpfen, als Bestandteil einer (seiner) schwedischen Großreichsbildung. Durch den Besitz von Stralsund und der Insel Rügen gewann er in Verbindung mit Wismar, Riga, Reval und Finnland verlässliche Stützpunkte seiner Herrschaft über die Ostsee.

Die pommerschen Herzöge

Zeugin der Weltgeschichte wurde die kleine Stadt Wolgast, seit 1295 Residenz der Herzöge von Pommern-Wolgast. 1330 ließen sie das Schloß erbauen, das im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1843 vollends abgetragen wurde. Anfang August des Jahres 1630 zog Gustav Adolf in Wolgast ein und nahm Wohnung in dem Schloss, nicht ahnend, dass man ihn schon am 13.Juni 1633 hier aufbahren würde. Wieder einmal beherbergte Wolgast gekrönte Häupter und berühmte Männer, die gekommen waren, den gefallenen Helden auf das Schiff zu geleiten. Eine Viertelstunde unterhalb der Stadt hatte man eine Brücke in die Peene bauen lassen, um bequemer das Schiff zu erreichen. Bald danach hieß diese Stelle die Gustav-Adolf-Schlucht.

Erst gab es zwei pommersche Herzöge, einer regierte Stettin mit Hinterpommern, der andere Vorpommern mit Wolgast. Herzog Philipp Julius von Wolgast starb 1625, und Bogislaw XIV wurde der Regent von ganz Pommern. Gegen den Widerstand des mächtigen Adels gelang es ihm, 1627/28 einen zentralistisch gelenkten Staat zu schaffen. Er saß auf seinem Schloss und sah gleichmütig zu, wie die Kaiserlichen sein Land verwüsteten. Bogislaw war kein Held und war den schweren Krisen zu Beginn der dreißiger Jahre wegen mangelnder politischer Entscheidungskraft und Krankheit nicht gewachsen. Von ihm sagte Gustav Adolf: Er liebte, in Ruhe zu sitzen und seinen Bierkrug zu leeren.

Als der kaiserliche Oberst von Arnim eine Kontribution von 15.000 Talern von Stralsund verlangte, weigerte sich die Stadt zu zahlen. Und Wallenstein belagerte Stralsund vom 13.Mai bis 23. Juli 1628, um es zu einem Stützpunkt der geplanten Herrschaft des Hauses Habsburg im Ostseeraum zu machen. Welch ein Stoff für Dichter und Dramatiker. Die Stadt rief dänische und schwedische Truppen zu Hilfe. Gustav Adolf landete also , gewann alle Schlachten, vertrieb die Kaiserlichen aus Pommern. Und Herzog Bogislaw musste dem König seine Städte und Festungen öffnen und noch 200.000 Taler draufzahlen. Aber das Land kam nicht zur Ruhe, musste Not und Zwang erleiden von den Durchzügen und Streitereien der Kaiserlichen, wurde 1636 wieder Kriegsschauplatz, und der letzte Pommernherzog starb in diesen Wirren – vergessen am 2o.März 1637, und mit ihm das pommersche Herrschergeschlecht.

Nachdem Gustav Adolf halb Deutschland erobert hatte, fiel er am 16.November 1632 bei einem Handgemenge in der Ebene von Lützen durch mehrere Schüsse des Feindes. Seine verstümmelte und geplünderte Leiche fand man am Feldrain und brachte den Helden nach Schweden. Er hinterließ von seiner Gemahlin Maria Eleonore, der Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg, nur eine Tochter, Cristina. Sie war minderjährig, und Kanzler Oxenstierna regierte für sie.

Leiden am Krieg

Pommern hatte schwer zu leiden unter dem endlosen Krieg. Herzog Adolf Friedrich schrieb in sein Tagebuch: Durch das betrübte langwierige Kriegswesen und darauf folgende pestilenzische Seuchen und Krankheit, Hunger und Kummer sind unsere Fürstentümer und Lande an Menschen und Vieh elendiglich und dermaßen verrodet und verwüstet, dass auf etlichen adeligen Höfen fast kein lebendiger Mensch übriggeblieben. Und der schwedische General Baner schrieb seinem Kanzler Oxenstierna: In Mecklenburg ist nichts als Sand und Luft, alles bis auf den Erdboden verheert, Dörfer und Städte sind mit krepiertem Vieh besät, die Häuser voll toter Menschen, der Jammer ist nicht zu beschreiben. Das kirchliche Leben nahm großen Schaden und war an vielen Stellen ganz erstorben. (Pommerland ist abgebrannt)

Das ging so hin - bis zum allseits ersehnten Westfälischen Frieden. Schweden erhielt als Satisfaktion Vorpommern mit Stettin bis zur Odermündung mit Usedom und Wollin, Rügen und einen Landstrich östlich der Oder. Brandenburg gewann Hinterpommern mit dem Bistum Kammin. Pommern hörte damit auf, ein selbständiger Territorialstaat zu sein, blieb aber im Verband des Deutschen Reiches. Schweden erhielt durch seine Eroberung Vorpommerns den Status der Reichsstandschaft, und der Schwedenkönig bekam als Fürst von Rügen und Herzog von Pommern Sitz und Stimme im Deutschen Reichstag. Schweden setzte den Grafen Carl Gustav Wrangel als Generalgouverneur ein, er saß in Stettin – und teilte das Land in Distrikte ein. Aber das kleine Pommern blieb ein Zankapfel zwischen Schweden, Polen, und Brandenburg. Es ging hin und her. Und Schwedens Anteil wurde von Mal zu Mal immer kleiner.

Dorfschulen

Doch immerhin konnte man langsam an einen Aufbau des gemeindlichen Lebens herangehen, durch Besetzung von Pfarrämtern, Organisten- und Küsterstellen und Errichtung von Schulen, die mit Hilfe einer neuen Schulordnung von 1647 besonders das religiöse Element betonten, wie z.B. durch Katechismusunterricht. Aber in Pommern stand es um die Entwicklung des Landschulwesens Ende des 17.Jahrhunderts schlecht. Noch im Jahre 1702 stellte eine geistliche Konferenz fest, dass es auf vielen Dörfern keine Schule gebe und die Jugend wie das liebe Vieh aufgezogen werde. Aber auch dort, wo es Schulen gab, litt der Unterricht darunter, dass die Kinder häufig ausblieben, weil sie auf dem heimischen Hof arbeiten mussten.

Die Regierung in Schwedisch-Pommern wollte diesen Zustand bessern, sie ließ Visitationen durchführen und fand auch Unterstützung durch die Geistlichkeit. Im 17.Jahrhundert verbesserte sich die Stellung der Lehrer ein wenig. Statt der früher üblichen Freitische erhielten sie nun vierteljährlich Speisegelder oder ein Deputat, z.B. ein gemästetes Schwein, einen viertel Ochsen, Heringe und Grütze. Auch ging man dazu über, die Lehrer auf Dauer einzustellen und fest zu besolden. Dass Bildungswesen entwickelte sich langsam weiter gegen Ende des 17.Jahrhunderts, als die schlimmsten Folgen des Krieges überwunden waren.

Eine Geschichte: Eine pommersche Gutsfrau fährt in der Abenddämmerung allein mit ihrem Kutscher zur nächsten Stadt. In der zunehmenden Dunkelheit verliert der Kutscher den Weg. Die Gutsfrau sieht in einiger Entfernung einen Wegweiser mit vielen Armen. Der Kutscher erhält den Auftrag, hinzugehen und sich zu orientieren. Als er aber gar nicht wiederkommt, will die Frau aussteigen und selbst hingehen. Da kommt der Kutscher jedoch schon an. Die Gutsfrau fragt ihn: Was trägst du denn da auf der Schulter?Tja, den Wegweiser, Madamken, Ick künn ja doch nich läsen

Was hatte Schweden von Pommern?

Das eroberte Küstenland war für Schweden mehr als nur weit entfernte armselige Kolonie. Immer wenn die Ernte eingebracht war, fuhren die Lastschiffe, beladen mit Getreide, von Stralsund nach Stockholm und Göteborg, mit ihnen kamen pommersche Kaufleute nach Schweden. Und deutsche und französische Bücher, sie halfen, die Ideen der Aufklärung und dann der Romantik in Schweden bekannt zu machen. Anderthalb Tausend schwedische Studenten studierten in Greifswald, Schwedens ältester Universität, (gegründet 1456 von Bürgermeister Heinrich Rubenow), darunter einige bekannte Gelehrte und Schriftsteller, wie Thomas Thorild, der seine Vorlesungen in Schwedisch hielt. Mit ihm lehrten 20 schwedische Professoren in Greifswald. 1684 starb der Statthalter von Preußen, Ernst Boguslaw von Croy, der Sohn der Herzogin Anna von Croy, der letzten aus dem herzoglichen Pommerngeschlecht. In seinem Testament überwies er der Universität, an welcher er einst studierte, eine aus dem fürstlich pommerschen Hause herkommene Tapezerei, darin Dr.Luther auf einem Predigtstuhl und etliche Herzöge von Pommern mit ihren Gemahlinnen in Lebensgröße gewirkt. Dieser 7x4,5 m große Croy-Wandteppich ist eine monumentale Illustration der Zeit.

Berühmt wurde Carl Wilhelm Scheele, in Strahlsund geboren, ging er als junger Mensch 1757 nach Köping, wurde Apotheker und entdeckte den Sauerstoff. Der Festungsbauer Nicodemus Tessin d.Ä., in Stralsund geboren, mit einer Schwedin verheiratet, kam schon 1640 nach Stockholm und baute das Schloß Drottningholm, sein Sohn errichtete das königliche Schloss in Stockholm. In die Schwedenzeit fallen auch die großen Maler Caspar David Friedrich, geboren 1774 in Greifswald, und Philip Otto Runge, 1777 in Wolgast zur Welt gekommen. Inbegriffe deutscher Romantik.

Der Maler Runge übergab den Brüdern Grimm für ihre Sammlung das Märchen Von dem Fischer un syner Frau. Darin heißt es:

As de Mann an den Strand köhm, wör de See ganß grön un gel un gornich meer so blank; so güng he stan un säd:
Manntje, Menntje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Myne Frau, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will.
Do köhm de Butt answemmen un säd: Na wat will se denn? Ach, säd de Mann, ich hebb dy doch fangen hatt, nu säd myn fru, ik hadd my doch wat wünschen scbhullt. Se mag nich meer in’n Pißputt wanen, se wüll geern ‚ne Hütt.

Die gewünschte Hütte steht auch da, aber die Wünsche der Frau haben keine Grenzen, das hat böse Folgen. Eine schöne Geschichte.

Die Leibeigenen

1645 und 1654 taucht der Begriff Leibeigenschaft auf. Dass eine Heirat nur mit Zustimmung des Grundherrn möglich sei, wurde im Jahre 1654 begründet: weil sie ihrer Herrschaft dieser Unser Lande und Fürstentümer kundbarem Gebrauche nach mit Knecht- und Leibeigenschaft samt ihrem Weib und Kindern verwandt und daher ihrer Person nicht mächtig. Die Grundherren brauchten für die zusammengelegten Fluren jede Arbeitskraft. Wanderlustige und Flüchtlinge, die während des Krieges in den Städten Schutz gesucht hatten, wurden zurückgefordert und tatsächlich ausgeliefert. Die Bauern wurden zu Gutstagelöhnern herabgedrückt.

In Groß Schoritz auf Rügen war Ernst Moritz Arndt 1796 als Sohn eines leibeigenen Gutspächters geboren worden. 18o3 verfasste er seine Schrift Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen . Sie wurde rasch bekannt und gab den Anstoß für eine wichtige Entscheidung der Schweden. Von Greifswald aus hob 1806 der schwedische König Gustav IV.Adolf die schwedisch-pommersche Verfassung, die Patrimonial-Gerichtsbarkeit und die Leibeigenschaft auf, führte die Gliederung in vier Stände, Adel, Priester, Bürger und Bauern ein und ließ sich von diesen huldigen. In seiner Thronrede sagte der junge König: Möge ich dereinst den Tag erleben, wo ich Deutschland als mein zweites Vaterland zu dem Ansehen wieder hergestellt erblicke, wozu dessen achtungswürdige Nation und der Ruhm von Jahrhunderten ihm ein unleugbares Recht geben, Das war schon der Abschied der Schweden von ihrer Eroberung.

Was hatte Pommern von Schweden?

Die Einwanderung von Schweden nach Vorpommern war geringer als umgekehrt, nur das Amt des Generalgouverneurs war einem Schweden vorbehalten, im übrigen wurde die Versetzung eines Beamten nach Pommern als Strafe gewertet.

Dazu gibt es wieder eine Geschichte. Im Jahre 1668 entlieh die Stadt Greifswald von dem General-Gouverneur, dem Feldmarschall Carl Gustav Wrangel, 1000 Taler und überließ ihm als Pfand die Greifswalder Oie auf Lebenszeit. Zu dieser Zeit war das kleine Ländchen schon bewohnt. Gar köstlich ist die Schilderung, dass die Stadt den damaligen Bewohnern Wohnplätze auf dem Festland anweisen musste, da der Feldmarschall die Insel vorzugsweise zur Befriedigung seiner Jagdpassion benutzte. Die Wiedereinlösung des Eilandes ist erst 1749, also lange Jahre nach Wrangels Tod, geschehen. Zu dieser Zeit besaß Graf Brahe die Insel.

Besatzer und Einheimische arbeiteten nach 1648 gut zusammen. Die Schweden versuchten nicht, ihre Kultur und Lebensart der Provinz aufzupressen. Nach dem großen Krieg wurden die in schwedischen Diensten gestandenen Offiziere vom König mit erheblichem Landbesitz belohnt, d.h. mit pommerschen Bauerndörfern, die man in große Güter umwandelte. (wie das Gut des Generals von Klot-Trautvetter). Gutshöfe beherrschten ganze Landesteile mit ihren Großstallungen und Scheunen, Zuckerherstellung und später auch Kartoffelverarbeitung – Tagelöhnerkaten und Schnitterkasernen für die sommerlichen Saisonarbeiter. Im schwedischen Vorpommern waren mehr als Dreiviertel des Landes Großgrundbesitz, im benachbarten preußischen Pommern nur etwa die Hälfte.

Leute auf dem Lande

Infolge der fast zweihundertjährigen Abgeschlossenheit vom europäischen Geschehen konnten Land und Leute Pommerns ihre Eigenarten bewahren. Die milde schwedische Herrschaft schonte die alten Freiheiten, Sitten und Gebräuche der Bewohner, vor allem auch das Platt, eine singende, leicht fließende Mundart, eine Volkssprache, die manchen noch von den Büchern Fritz Reuters bekannt ist.
Der eigentliche Bauer (Hufner) bewirtschaftete Land in Erb- oder Erbzeitpacht. Lebendes und totes Inventar, im Allgemeinen auch die Hofgebäude, besaßen der Bauer und seine Familie als persönliches Eigentum (Hofwehr)
Die Schafmeister und Statthalter (Haubussenknechte), die Kutscher und Gutsschmiede sind wegen ihrer Behäbigkeit bekannt. Nach 20 oder 30 Jahren haben sie meist einige tausend Tälerchen zurückgelegt und kaufen sich einen Kassätenhof (Kossäten = Kätner, Häusler) Viele würden gern wieder in die alten Verhältnisse zurückkehren, denn der Katenmann Neuvorpommerns hat meist sein gutes Brot und das Verhältnis zwischen ihm und seinem Herrn ist oft recht innig. Das Stammpersonal der Wirtschaft rekrutiert sich noch immer aus den Instleuten. Ein oder zwei kleine Büdner des Dorfes bilden die ständigen Arbeiter. An den langen Winterabenden fertigen sie die kleineren Wirtschafts- und Erntegeräte an.

Kommen sie mit dem Futter für die eigenen Kühe zu kurz, so gibt der Bauer ihnen Heu und Stroh.
Die Büdnerfrau half der Bäuerin bei Schlachten und Backen und bei den Vorbereitungen auf die Feste des Jahres und der Familie. Kehrt sie heim, so breitet sie vor ihren Kindern die mit Fleisch, Würsten und Stollen gefüllte Schürze aus. Große Probleme bereiteten ihr die mannigfache Krankheiten, die ihre Familie heimgesucht haben mögen: Blutsturz, Bruch, drei- und neuntägiges Fieber, Gelbsucht, Magenschmerz, Verrenkungen, zerbrochene Gliedmaßen, Warzen, Schlangenbiss. Inschott ist der Einschuss; Hartspann die Herzspannung; Bukbitt, das Bauchbeißen; Hilge ist der Name für die Rose, Schwinden ist Tuberkulose. Der Gichtkranke musste zu einer bestimmten Tageszeit unter einen Apfelbaum treten. Zahlreich waren die Heilmittel gegen allerlei Tierkrankheiten, wie Beinbruch der Pferde, Blutmelken, Verfangen der Kühe, das Feuer der Schweine. (Quellenangabe)Uecker, F. (1904) Pommern in Wort und Bild. Würzburg

Kinder waren hochwillkommen, sie waren der Stolz der Familie und bald nützliche Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Zu den herausragenden Ereignissen zählte die Taufe, sie musste schnell vollzogen werden, damit nicht böse Geister Gelegenheit fänden, Unheil zu stiften. Eine Wöchnerin durfte nicht eher über einen Kreuzweg gehen, als bis der erste Kirchgang nach der Geburt erfolgt war. Das Kindelbier (Kindtauffeier) war eine fröhliche Feier. Eine Hochzeit kündigten Köstenbirrer (Hochzeitsbitter) an. Außer den Verwandten mussten die Nachbarn eingeladen werden, so dass es manchmal 300 Hochzeitsgäste zu bewirten gab. In manchen Gegenden glaubte man, dass es Glück bringe, wenn sich die Braut im Schweinestall zur Hochzeit ankleide oder wenn es in ihren Brautkranz regnete. Gutes Wetter hoffte man dadurch zu erreichen, dass man die Katzen gut fütterte, man glaubte, dass die Göttin Freya, die Beschützerin der Liebenden, in einem Katzengespann reiste. Aber der Herr Pastor dürfte darüber heftig die Stirn gerunzelt haben. Um die Beerdigung, mit der das Ausscheiden eines Menschen aus der Dorfgemeinschaft endgültig wurde, rankten sich bestimmte Bräuche. Das Ansagen eines Todesfalls geschah in einer festen Redeform durch die Likenfrau (die Leichenwäschern). Selbst dem Vieh teilte man den Tod des Bauern mit. Der Küster läutete die Glocke.
Der pommersche Julklapp ist auf Vorpommern beschränkt gewesen. Am Weihnachtsabend polterte jemand ins Haus, riss die Tür auf mit dem Ruf Huch, Julklapp! und warf ein mehrfach umwickeltes Paket in die Stube. In der letzten Hülle ist ein Scherzgeschenk verborgen. Dieser Brauch soll aus Schweden stammen. Heitwecken in Melk aß man in Vorpommern gern zu Fastnacht. Stiepen kannte man in Pommern als Osterbrauch. Die Tonne abschlagenwar ein Spiel, bei dem die Burschen reitend mit Keulen nach hängenden Tonnen schlugen. Wer die letzte herunterholte, war der Tonnenkönig. Das Erntefest (Orklatsch oder Austbier) war der Höhepunkt im Jahr. Aus verschiedenen Kornarten banden die Arbeiterinnen eine Krone und verschönerten sie mit bunten Bändern. Die Krone überbrachte man in feierlichem Zuge der Herrschaft. Ein Mädchen hielt die gereimte Ansprache und wünschte der Hoffamilie Glück. Hausfrau und Hausherr eröffneten das Fest mit eiknem Tanz unter dem Kranz. Beliebt war der Winktanz:

Kumm to mi, gah mit mi. Gern tanzte man auch den Bummelschottisch:
Mudder Witsch, Muder Witsch,
Kieck mi eins an,
Wur ick den Bummelschottschen
Danzen kann!
Hack und Tehn die sünd tau seihn.
Mudder Witsch, wo geiht dat schön.

Die überragende Gestalt pommerscher Sagen, der Wilde Jäger, tritt unter verschiedenen Namen auf: Wod, Waud, Waurke. Weißer Jäger in Vorpommern, Nachtjäger auf Rügen. Wassergeister sind Tiergestalten oder halb menschliche Wesen. Bei Überflutungen haben sich Wassermöwen, Wassergänse oder Schwäne gezeigt. Beim Brunnengraben forderten sie ihr Opfer. Die Riesen sind der Urtyp Pommerns, Zeugen der Vergangenheit, die mit ihren Riesenfrauen und Kindern in Burgwällen hausen. Ein Riesenmädchen spielte mit einem pflügenden Bauern. Ihre Eltern warnten sie: Mäke, lat dat sin, dat sinde Erdwörmeke, dat is de Aort, de will’n uns verdriben. Die Riesen kämpften gern mit großen Steinen und schleuderten sie gegen Kirchen. Solche Steine liegen heute auf den Feldern und tragen noch der Riesen Fingerspuren.
Vom Hausgeist sagt E.M.Arndt, er treibe in Gestalt des kleinen rauchen Männchens unter dem Namen Puck oder Kobold sein Wesen und sei ein das Haus durchstöbernder Spaß- und Neckgeist. Schlampige Hausfrauen, faule Gesellen strafe er. Puks sind auf Rügen, Usedom und Wollin bekannt.

Familie Berg

In diese altertümlich-abgeschlossene Welt hineingehoben wurden meine Vorfahren aus der mütterlichen Linie. Ich suchte sie in Groß Mohrdorf. Hier soll es 850 Einwohner geben, aber 30 000 Kraniche. Deshalb auch das einzige Kranich-Infozentrum in Deutschland, weil die Leute hier eben nur von Kranichen reden. Aber da ist noch etwas. Eine riesengroße (irgendwie zu groß für so ein Dorf) Backsteinkirche. Die Haube auf den hohen Turm ähnelt einer Mütze mit abstehenden Ohrklappen. Davor ein Gebäude, man sagt, es sei einst die Schule gewesen. Man lädt mich in die Kirche. Ein Kreuzrippengewölbe, ein gemauertes Sakramentshaus. In der Sakristei eine Flachdecke mit Rankenbemalung. Die Patronatslogen im Obergeschoß, der Altaraufsatz mit Reliefs und Altargehege, die Kanzel,. Das Lesepult. Ein altes Schild enthält den Namen Berg, ebenso die alte Glocke im Turm.

Die Kirche von Mohrdorf

Die Kirche ist wohl im letzten Drittel des 13.Jahrhunderts gebaut worden. Sie gehört in die Hochgotik. Die Kirche ist als dreischiffige Halle mit gleichhohen Haupt- und Seitenschiffen ausgeführt worden, die sich in die zum Schiff hin geöffneten Turmhallen fortsetzt. Unter dem bis sieben Farbschichten zählenden Innenauftrag traten auf der ersten Schicht Reste von Malereien und ein im diagonalen Wechsel schwarz und rot gestaltetes, Rippen begleitendes, einfaches Kleeblattornament zu Tage, das in der mittleren Turmhalle noch gut erhalten ist. Im Chor kamen spärliche, auf eine dünne Kalkschicht gemalte Reste einer möglichen Darstellung des Jüngsten Gerichts hervor. Unklar bleibt das ursprüngliche Aussehen des oberen Turmgeschosses. Im Innern sind ungleichmäßig abgetragene Reste eines Zentralturms vorhanden. Die Mauerstärke von etwa einem Meter lässt eine ehemals größere Höhe vermuten. Man muss mit einer Katastrophe an der Kirche – wahrscheinlich kurze Zeit nach de Fertigstellung –rechnen. Nach ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg waren die Fenster bis zu ihrer Erneuerung 1899 in Holz gefasst und im oberen Teil zugemauert. Die erste Empore stammt als Patronatsloge derer von der Osten, aus dem Jahre 1547. Die drei anderen Seitenemporen sind vor 1678 aufgestellt worden. Die Emporen und früher nummerierten und mit Ortsnamen versehenen Bankreihen im Kirchenschiff gehörten bestimmten Dörfern des Kirchspiels und wurden wieder nach Männer- und Frauenbänken unterschieden. Die Anzahl der Plätze wurde nach den Hufen der einzelnen Dörfer festgelegt. Im Choranbau wurde im Jahre 1724 der obere Teil zur Patronatsloge der von Klot-Trautvetterschen Familie zu Hohendorf umgebaut. Dabei ist die Außenwand des Choranbaus durch den Einbruch eines Fensters verändert worden. Im Altarraum standen eine Anzahl von separaten Herrschaftsstühlen und ein barocker Beichtstuhl. 1678 wird eine später abhanden gekommene gotische Taufe zum letzten Mal erwähnt. Vor dem Altar und unter der Kanzel liegen zwei Grabplatten mit den Namen Berthold (1564) und Goetke von der Osten (1613). In der Kirche befinden sich außerdem noch drei Erbbegräbnisse von verschiedenen Gutsbesitzern. Der Altar und die Kanzel sind Arbeiten des Stralsunder Bildhauers Johann Wendt aus dem Jahren 1700 und 1702.

Neben der Kirche hat immer ein schöner hoher Grabstein gestanden. Er ist verschwunden. Auf seiner Tafel stand geschrieben

Hier ruhet in Gott
Der wohlthetige Peter Berg,
34 Jahre gewesener Küster allhier,
in der Ehe gelebt mit der wohlthetigen
Anna Elisabeth Warnecken
49 Jahre, und mit ihr unter Gottes Segen gezeugt
9 Kinder, 5 Söhne und 4 Töchter,
geb. 1688, den 25.Dezember
gestorben 1758 den 4.Mai
Sein Alter 69 Jahre, 4 Monate, 11 Tage
Erwartet eine fröhliche Auferstehung

1688 ist er geboren, der Peter Berg. Wo, wissen wir nicht, die einen sagen, in Finnland, die anderen, in Lettland. Jedenfalls in einem Gebiet, das zu Schweden gehörte. Unterlagen, Urkunden gibt es nicht. Welche Schule hat er besucht, welche Sprachen konnte? 17o9 hat er geheiratet. 1710 spätestens könnte er einen Beruf ausgeübt haben, war er Soldat, befördert vielleicht zum Fähnrich? Hat er 1709 die Schlacht bei Poltawa erlebt, mitgemacht, als Russen und Polen in Schwedisch-Vorpommern einfielen? Da besetzte Friedrich Wilhelm I. von Preußen das Land und eroberte, von König Karl XII zum Krieg gezwungen, 1715 Greifswald, Anklam, Wolgast und Rügen. Im Frieden von Stockholm 1720 erhielt er Vorpommern bis zur Peene, Stettin, die Inseln Usedom und Wollin, das Haff und die Städte Damm und Gollnow. Dagegen hatte er an Schweden 2 Millionen Taler zu zahlen und 600.000 Taler pommersche Schulden zu übernehmen. Schwedens Anteil an Vorpommern war arg geschrumpft. Das mag Peter Berg aus der Ferne bangend miterlebt haben.

In Hohendorf existiert heute das Schlosspark-Hotel. Es wird geführt von Hubertus Graf von Klot-Trautvetter. In einem Brief vom 30.Oktber 1997 schreibt er .... Ich weiß auch von dem General Trautvetter, und der aus Livland kam und als deutscher General auf der schwedischen Seite im 3ojährigen krieg gegen Vorpommern gekämpft hat. Die Kirche in Mohrdorf ist unsere sog. Schlosskirche, die früher mit zu unserem Schloss gehörte, zumal mein Vater Patronatsherr war und über die Kirchenfürsten herrschte.

Hier sei eine kleine Geschichte erzählt. Damals war es noch Sitte, dass der Küster und Lehrer aus dem Mutterdorfe der Parochie, wo der Pastor wohnte, zugleich auch die Küstergeschäfte in den Tochterkirchen mit versah. Daher musste der Küster aus dem Dorfe Crien des Sonntags nach Wegezin und Steinmocker, um den Gesang bei dem Gottesdienst zu leiten. Der reiche Pastor aus Crien ritt nach den Filialdörfern auf einem prachtvollen Schimmel, der arme Küster aber musste die weiten Wege zu Fuß machen. Eines Sonntags während der Franzosenzeit waren Pastor und Küster in der Wegeziner Kirche; der Pastor predigte, alles hörte andächtig zu. Plötzlich ertönte draußen der angstvolle Ruf: Franzosen kommen. In einem Augenblick hatte sich die Kirche geleert; auch der Pastor bestieg eilig sein Ross. Leider war es zu spät, denn um die Ecke bog eine Abteilung französischer Reiter, und kaum hatte der Anführer, ein Offizier, das schöne Pferd des Pastors gesehen, da stellte er mit gespannter Pistole den erschrockenen Besitzer desselben und brüllte ihn an: Ab von die Pferd oder ick schieß! Schon wollte der geängstigte Pastor diesem Befehl folgen, als beherzt der Küster hinzusprang, des Franzosen Arm, welcher die todbringende Waffe hielt, mit fester Faust packte und seinem Pastor zurief: Fliehen Sie, so schnell Sie können! Allein der fromme Herr hatte hierzu nicht die Zeit und auch nicht die Courage. Beide wurden festgenommen und erwarteten das schlimmste. Da wandelte dieser Oberschelm von der Grande Nation wohl zum ersten Mal in seiner Kriegslaufbahn die Großmut an. Er ließ sie beide frei; dann setzte er sich wohlgefällig auf des Pastors Schimmel, aber sein eigenes Pferd schenkte er dem mutigen Küster und mit den denkwürdigen Worten: Nu soll sick der Küster reiten, der Pfaff ist nix so gut for Pferd. Wie man erzählt, haben von dieser Zeit ab Pastor und Küster von Crien, so lange sie lebten, ihre anderen Kirchdörfer zu Pferde besucht.

Es fällt mir nicht schwer, mir vorzustellen, dass es dem Julis Peter Berg in Mohrdorf
auch einmal so ergangen ist – oder einem seiner vielen Nachkommen?

Bestallung 1717

Erst 1718 wird er urkundlich greifbar. Da schreibt ein Vice Gen. Sup (was immer das ist) Brandanus Henricus Gebhardt D.h. ihm in Greifswald eine Urkunde, worin steht, er sei mit dem 14.Januar dieses Jahres von seinem Pastor mit Consens der Obrigkeit und Provisorium zum Kustorat zu Mohrdorff rechtmäßig berufen ..... im Namen Ihre Königl.Majestät den hochpreißl.Königl.Regierung aufgetragen,

.... dass er seinem Pastor mit gebührender Ehrerbietung und Gehorsam .... die ihm anvertrauten Kinder in lesen und Schreiben fleißig unterrichten und sich eines unsträflichen Lebens beweisen sol ... So ist es amtlich, Peter Berg ist Küster und Lehrer im Dorfe, immerhin eine Respektsperson, auch wenn er dem Gutsherrn das Kirchentor öffnen und dem Pastor die Steigbügel halten, wenn der ausritt zum Bischof.

Peter Berg war demnach kein geborener Deutscher, kein Pommer. Er war ein Fremder, der hier erst heimisch werden sollte. Er war Mitglied einer Besatzungsarmee, war – so sagen einige aus der Familie - als Fähnrich und Cornett mit dem Regiment des Generals von Klot-Trautvetter hier angekommen, hatte also ein paar Jahre die Uniform der Schweden getragen, schwedische Kommandos gebrüllt, vielleicht den Pulverdampf der Schlacht gerochen. Und sollte nun den Kindern der leibeigenen Bauern das Lesen beibringen?

Berg-Generationen

Von 1717 bis 1748, gute dreißig Jahre, hat Julius Peter Berg mit seiner Frau Anna Elisabeth zusammen gewirkt, getreulich das Amt des Küsters ausgeübt und vielen Dörflerkindern Lesen und Schreiben beigebracht. Sein Gutsherr Kloth-Trautvetter wird mit ihm zufrieden gewesen sein. Seine Söhne sind in die Fußtapfen des Vaters getreten, drei wurden wieder Küster, einer Soldat in Stralsund.
Peters ältester Sohn, Johann Christian Berg, wurde als des dortigen alten Küsters Sohn am 11.August 1748 vom Super.gener. S.Jac.Heinr. Balthasar in Greifswald als Nachfolger berufen.
Und am 15.April 1789 bestätigt D.Georg Brocker als Vice-Gen.Sup.: Da der bisherige Küster zu Mohrdorf Berg seines Alters wegen eines Gehilfen bedurfte, und der Herr Pastor Hintzmann zu seinem Gehülfen und künftigen Nachfolger seinen Sohn Johann Christoffer Berg erwählen ...
Und schließlich Stralsund am 31.Oktober 1826, Königl.Regierung: Da der hiesige Küster und Schullehrer Johann Christof Berg wegen eines körperliche Gebrechens ..... Vorstehende Vocation für den Johann Friedrich Carl Berg zum Substituten und Nachfolger seines Vaters bestätigt.
Aus den Urkunden geht hervor, dass sich das Küsteramt in Mohrdorf durch vier Geschlechter in der Familie des Peter Berg immer vom Vater auf einen Sohn vererbt hat. Der letzte Küster Berg in Mohrdorf war Johann Friedrich Berg, geb. 12.6.1801, gest. 28.1.1883. Er hat eine Sippentafel seiner Familie aufgestellt, die uns sein Schwiegersohn, Rittergutsbesitzer Lewerenz auf Drosedow bei Demmin mit allen Urkunden übermittelt hat.
Von Christof Caspar Berg, Peters drittem Sohn, berichten die Nachfahren, dass sein Vater (Peter) von Helsingfors nach Stralsund gekommen ist, und dass er selber als Konstabler am 21.10.1776 mit acht Mann und einem Laboratorium vor dem Knieper Tor in Stralsund in die Luft geflogen ist. Seine Nachkommen blieben in Stralsund ansässig.
Ernst Christof Berg, 2.Sohn des Peter Berg, ist 1717 geboren. Im Alter von 44 Jahren kam er als Küster nach Langenhanshagen. Das liegt 30 km westlich von Stralsund. Von historischem Wert ist die turmlose Feldsteinkirche. Zu ihren wertvollsten Ausstattungsstücken gehört ein Flügelaltar aus der 2.Hälfte des 15.Jahrhunderts. Trotz erheblicher Mühen muss leider bezweifelt werden, ob die Kirche dauerhaft gerettet werden kann. Ernst Christoph war zweimal verheiratet. Zwei der Kinder starben mit der 1. Mutter während des 7jährigen Krieges am 6.10. und 14.3. 1758. Ernst Christof Berg hatte aus zwei Ehen insgesamt 19 Kinder, dann wurde er abberufen durch eine hitzige Krankheit
.

Diese Frage führt uns wieder nach Langenhanshagen. Dort lebte Ernst Christoph Berg, geboren 1717 und Küster. Unter seinen 19 Kindern war die Nr.9 wichtig für den Fortbestand der Berg-Familie. Das war Johann Karl Berg, geboren 24.8.1759 in Langenhanshagen und dort die Ehe eingegangen am 22.11.1782 mit Karoline Kristine Ahrens aus Stralsund. Er wirkte als Küster und Schullehrer, wie seine Vorfahren. Er starb am 16.10.1832 und hinterließ 9 Kinder.

Nr.9 ist Friedrich Christian Heinrich Berg, geboren in Langenhanshagen am 12.1.1802. Er vermochte sich aus dem abhängigen Dienstverhältnis eines Küsters zu befreien und studierte Theologie in Greifswald. Er heiratete Henriette Suhr aus Greifswald und wurde am 26.1o.1828 Pfarrer bei Danzig. Wegen seines wilden Temperamentes wurde er strafversetzt im Januar 1838 nach Putzig, dort starb er am Typhus. Er hinterließ 11 Kinder.

Nr. 1 war Richard Berg, geboren 1.9.1825, gestorben 1901
Dessen ältester Sohn Paul Berg studierte Jura in Greifswald. Er heiratete Bertha Engelbrecht aus Rügen. Er wurde Kurdirektor in Misdroy und später Swinemünde. Seine Tochter Erika ist meine Mutter.