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Die Beneš Dekrete
oder:
Der unbekannte Tschechische Lebensretter

Alle Deutschen, die 1945 in der Tschechoslowakei lebten, haben die Folgen einer Maßnahme, die in der Geschichte den sachlichen Namen Beneš Dekrete erhalten hat, in ihrem Leben niemals mehr vergessen. Wenn sie auch damals gar nicht mitbekamen, dass damit ihre Ausbürgerung und Enteignung angeordnet und ausgeführt und später am 28. März 1946 von der provisorischen tschechisch/slowakischen Nationalversammlung gebilligt wurde, waren sie dennoch ausnahmslos davon betroffen.

Deshalb staunte ich, als ich an Rias achtzigstem Geburtstag, beim Spaziergang im Park, von ihr den Ausspruch hörte aber nicht alle Tschechen waren hasserfüllt. Es gab auch damals Menschen, die die Mentalität ihrer Mitbürger nicht teilten.

Ich wusste ja, dass Ria in Böhmen, direkt an der damaligen Grenze des Erzgebirges, geboren war. Seit Jahrhunderten hatten ihre Vorfahren dort gelebt. Sie und ihre Familie gehörten nun zu den Vertriebenen, denen so gut wie nichts geblieben war.

Ihre kleine Geschichte, die sie mir nun erzählte, war so eindrucksvoll, dass ich bat, sie aufschreiben zu dürfen, um sie eventuell einmal zu veröffentlichen. Doch das lehnte sie strikt ab. Niemals, solange ich lebe musste ich hören. Sie gehörte zu den gar nicht wenigen Menschen unserer Generation, die glauben die Vergangenheit durch Schweigen bewältigen zu müssen. Sie war dabei dem Vorurteil bzw. der Vorschrift unserer Nachfahren aus den sechziger Jahren verfallen, die von einer Pflicht zur Bewältigung redeten.

Kann man Lebenseinstellungen, die durch Erziehung, Umwelt und Kultur entstanden sind, nachträglich bewältigen? Kann man Taten, körperliche und seelische Erlebnisse und Leiden bewältigen? In der Psyche der sogenannten Erlebnisgeneration sind Eindrücke entstanden, die so tief sind, dass sie nachträglich nicht zu bewältigen sind, sondern ein Leben lang dem Bewusstsein und vor allem dem Unterbewusstsein eingebrannt bleiben.

Da Ria nun mit 92 Jahren verstorben ist, möchte ich – unseren Nachkommen zum Nachdenken – Rias Geschichte erzählen:

Nach meiner Verheiratung erzählte sie, habe ich in Posen gewohnt und Gabriele, meine Älteste ist dort ja auch geboren. Heinz, mein Mann, der hauptamtlich beim Reichsarbeitsdienst arbeitete, wurde Ende des Krieges von der Wehrmacht übernommen, so nannte man das damals. Heinz besprach dann mit mir, dass ich mit dem Säugling am besten bei meiner Mutter aufgehoben sei. So haben wir Posen am 20. Januar 1945 verlassen und ich bin mit Gabriele in meine Heimat Böhmen umgezogen. Und da ich zu den ersten Frauen gehörte, die damals Posen verließen, konnte ich sogar den Kinderwagen mitnehmen, was kurz darauf nicht mehr möglich war.

Mutter wohnte damals in Großvaters Haus, dessen großes Grundstück sich vom Rand des Dorfes bis in den Wald hinein erstreckte. 850 m hoch über dem Dorf lag der Bahnhof.

Nach dem Zusammenbruch des Reiches wurden die Sudetendeutschen aufgefordert, ihre Heimat zu verlassen. Es kamen Männer in unsere Häuser, die die Aufforderung überbrachten. Ob das schriftlich geschah, weiß ich heute nicht mehr. Es musste dann in aller Hast sofort das Notwendigste zusammengepackt werden, weil noch am gleichen Tag die Abschiebung erfolgte. Die Männer kamen regelmäßig zweimal in der Woche. Und immer wenn ein Abschiebetag gekommen war, flüchteten Mutter und ich mit dem Baby in den Wald, so dass wir nicht angetroffen werden konnten.

Eines Tages fiel mir dann plötzlich ein, dass ich ja gar keine Sudetendeutsche mehr war. Der Heinz war doch Reichsdeutscher und so war ich durch meine Ehe auch automatisch ebenfalls Reichsdeutsche geworden. Reichsdeutsche betraf die Ausweisungsverfügung nicht. So dachte ich damals. Nachträglich gesehen war das sicherlich sehr naiv. Aber niemand konnte mir über diesen Punkt genaue Auskunft geben. Daher beschloss ich nach Prag zu fahren, um mich genauer zu orientieren. Ich ließ also das Baby bei meiner Mutter zurück und fuhr nach Prag.

In Teplitz hatte ich längeren Aufenthalt. Ein sympathischer junger Mann war zu mir in das Abteil eingestiegen, zu dem ich aus einem unerklärlichen Grund ein plötzliches Zutrauen fasste. Ich fragte ihn also: Wissen Sie zufällig, an wen ich mich wenden kann, um genaue Auskunft zu bekommen? Und ich klärte ihn kurz über mein Problem auf.

Entsetzt schaute er mich daraufhin an und stieß hastig hervor: Was, Sie wollen nach Prag? und unruhig geworden fuhr er fort: Von dort kommen Sie heute nicht lebend zurück! Steigen Sie sofort aus! Sofort! Sofort! Er zog mich ohne weiteres vom Sitz hoch und drängte mich zur Abteiltür; dann fasste er in seine Hosentasche und drückte mir zwanzig Kronen in die Hand. Er fragte gar nicht, ob ich genügend Geld habe, er drängte mir das Geld auf und schob mich, ohne meine Reaktion abzuwarten kurzerhand aus dem Abteil. Dabei zitterte er vor lauter Angst, der Zug könne mit mir abfahren. Und tatsächlich, gerade als ich auf dem Bahnsteig stand, fuhr der Zug auch los. Fürs Aussteigen war es allerhöchste Zeit gewesen.

Ich muss hinzufügen, dass der junge Mann ein Tscheche war und ich mich mit ihm auf Tschechisch unterhalten habe, das ich genau so gut wie Deutsch spreche. Ich hatte mit meiner Schwester zusammen ja auch in Prag ein tschechisches Internat besucht. Total verwirrt stand ich auf dem Bahnhof. Das Benehmen des sympathischen jungen Mannes war mir vollkommen rätselhaft. Ich hatte keine Ahnung davon, was sich an diesem Tage im nicht weit entfernten Prag abspielen sollte. So lief ich erst einmal ratlos zu meiner Schwester, die damals zufällig in Teplitz wohnte. Noch am gleichen Tag erfuhr ich, was sich an diesem Tag an Grausamkeiten und Blutbädern gegen alle Deutschen in Prag abgespielt hatte, denn merkwürdigerweise wussten in Teplitz sofort alle Menschen davon.

Der Ausspruch eines tschechischen Nachbarn meiner Schwester an diesem Tage ist mir unvergesslich geblieben. Ich kannte ihn nicht, aber er sagte wörtlich zu mir: Ich schäme mich meiner Nation. Diesen Ausspruch habe ich wörtlich behalten, wenn mir auch das genaue Datum des Blutbades in Prag entfallen ist.

Aber dass ein unbekannter junger tschechischer Mann mir an diesem Tage, der zum Todestag für viele Deutsche in Prag geworden ist, das Leben gerettet hat, habe ich nie vergessen. Ich bin nun 80 Jahre alt geworden und weiß, dass die Grausamkeiten, die 1945 an den sudetendeutschen Mitbürgern begangen worden sind, von vielen Tschechen ehrlich bedauert werden.

Und ich, die ich diese Erinnerung meiner Freundin Ria niederschreibe, denke dabei an ein junges Mädchen, mir nahe verwandt, das an eben jenem Tag in Prag weilte, an dem der junge Tscheche Rias Besuch in der Hauptstadt der Tschechei so wirksam verhindert hat.

Sie war dort, nach Beendigung des Reichsarbeitsdienstes, den sie als Abiturientin ableisten musste, als Schulhelferin an einer deutschen Volksschule in Prag dienstverpflichtet worden.
In der Zeit, in der Ria bei ihrer Schwester in Teplitz war, wurde sie, zusammen mit einer Gruppe anderer deutscher Staatsbürger, die man gewaltsam aus ihren Wohnungen oder Arbeitstellen geholt hatte, durch die Stadt getrieben. Bürger der Stadt standen aufgepuscht und laut grölend am Straßenrand‚ mit Stöcken, Hacken und Spaten bewaffnet und droschen damit auf die Vorübergetriebnen ein.
Sie selbst behielt als Erinnerung an diesen Tag schwere Gebärmutterverletzungen durch Stiefeltritte in den Unterleib zurück.
Von der historischen, berühmten Brücke Prags wurden hunderte von Opfern des grausamen Pogroms in die Moldau gestürzt, die die Wasserfläche bedeckten.
Ob der junge Tscheche, der Ria vor diesem Schicksal bewahrt hat, genau wusste, was in Prag geschehen würde an diesem Tag? Woher?
Er wusste offenbar, dass dieser Tag nicht nur einen Volksauflauf und ein Remmidemmi bringen würde, als er sie gedrängt hatte: Steigen Sie sofort aus! Sie kommen nicht lebend zurück!
Ob er dorthin fuhr, um sich selbst an diesem geplanten sensationellen Ereignis zu beteiligen. Oder als Zeuge?

Und warum wollte er die junge Frau, die er vor Minuten noch nicht gekannt hatte davor bewahren? Aus Mitleid? Ob das Mitleid vorgehalten hat, als es darum ging einen Feind grausam zu bestrafen, der als anonyme Masse durch die Straßen getrieben wurde?
Die Psyche der Menschen ist so rätselhaft wie kompliziert und vielfältig beeinflussbar. Wie schön, dass darin auch Vernunft und Mitleid einen Platz haben!

 

Beneš-Dekrete

Als Beneš-Dekrete werden im deutschsprachigen Raum jene 143 Dekrete des Präsidenten der Republik bezeichnet, die von der tschechoslowakischen Exilregierung in London und der Nachkriegsregierung in Prag während und in der Folge des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besetzung des Landes bis zur Ernennung der vorläufigen Nationalversammlung am 21. Oktober 1945 erlassen und von der provisorischen tschechoslowakischen Nationalversammlung am 28. März 1946 gebilligt wurden. Die oftmals verwendete Bezeichnung dieser Verordnungen als Beneš-Dekrete ist vereinfachend, wenn nicht irreführend – die Dekrete des Staatspräsidenten wurden von der Exilregierung beziehungsweise der ersten Nachkriegsregierung Zdeněk Fierlingers insgesamt vorbereitet und nicht nur von Edvard Beneš selbst erlassen.

Die Dekrete des Präsidenten der Republik, so die offizielle Bezeichnung, wurden in den Jahren von 1940 bis 1945 erlassen. Im rechtlichen Sinne entsprechen sie Erlassen, die der Präsident unter Anhörung des Staatsrates im Falle eines Verfassungsnotstandes einsetzen durfte und die später rückwirkend vom Parlament ratifiziert werden mussten. Ein Verfassungsnotstand war, nach der Meinung von Beneš,[1] durch die zum Teil gewaltsame Auflösung des tschecho-slowakischen Staates und die Besetzung durch das NS-Regime in den Jahren 1938 und 1939 eingetreten. Die Dekrete wurden dann auch wie vorgesehen am 28. März 1946 vom Parlament gebilligt.

In der Hauptsache befassten sich die Präsidialdekrete mit der Weiterführung der staatlichen Kontinuität der Tschechoslowakei sowie mit der Regelung des öffentlichen Lebens innerhalb des nach Kriegsende wiederzuerrichtenden tschechoslowakischen Staates.

Die Folgen des Münchner Abkommens und die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren gefährdeten die Existenz der tschechischen Nation insgesamt. Dem neu errichteten Protektorat drohte eine vollständige Germanisierung, die der Reichsprotektor mittels einer restriktiven und völkerrechtlich nicht haltbaren Besiedlungspolitik umsetzen sollte:

  • Umvolkung der rassisch geeigneten Tschechen
  • Aussiedlung der übrigen Tschechen und der reichsfeindlichen Intelligenzschicht bzw. Sonderbehandlung (sprich: Einweisung in Konzentrations-/Vernichtungslager) dieser und aller destruktiven Elemente
  • Neubesiedlung dadurch freigewordenen Raumes durch Deutsche
Während seiner Vernehmung in der tschechoslowakischen Untersuchungshaft sagte der vormalige Deutsche Staatsminister für Böhmen und Mähren, Karl Hermann Frank, aus, dass
  • der größte Teil des Sudetendeutschtums seit der Machtergreifung durch Adolf Hitler eigentlich im Dienste des Deutschen Reiches stand und nur den Wunsch hatte, den Anschluss an das Deutsche Reich zu erreichen. […] Es kam auf allen Gebieten, militärisch, wirtschaftlich, politisch zu Verratshandlungen an der tschechoslowakischen Republik, sodass man davon sprechen kann, dass die Mehrzahl des Sudetendeutschtums es als Pflicht betrachtete, den tschechoslowakischen Staat zu schädigen und dem Deutschen Reiche zu dienen.

Der brutalen Herrschaft des nationalsozialistischen Regimes im Protektorat fielen im Zeitraum von 1939 bis 1945 zigtausende Bewohner des Protektorats zum Opfer, die in den diversen Konzentrations- und Vernichtungslagern, in Gestapo-Gefängnissen zu Tode gequält, von Standgerichten hingerichtet und bei Massakern an ganzen Ortschaftsbevölkerungen – wie in Lidice und Ležáky – ihr Leben verloren. Die genauen Opferzahlen der NS-Herrschaft in der Tschechoslowakei sind bis heute nicht geklärt: die Forschung rechnet mit 330.000 bis 360.000 Opfern, darunter rund 270.000 Menschen, die von den Nationalsozialisten als Juden angesehen wurden sowie ca. 8.000 Roma.

Acht der insgesamt 143 Dekrete betrafen diejenigen Einwohner, die:

  • sich bei der letzten Volkszählung in der Tschechoslowakei im Jahre 1930 als Deutsche oder Ungarn deklariert hatten,
  • durch das Münchener Abkommen von 1938 auf Grund ihres Wohnortes in die Verwaltungshoheit des Deutschen Reiches gelangt waren und die Reichsbürgerschaft erhalten hatten,
  • die deutsche Reichsbürgerschaft im Gebiet der Tschechoslowakei angenommen hatten; dies betraf auch die in den Jahren von 1938 bis 1945 zugezogenen Reichsdeutschen.

Anfangs waren davon auch Juden betroffen, die sich bei der letzten tschechoslowakischen Volkszählung im Jahre 1930 als Deutsche deklariert hatten (rund 40.000 Personen, nach Kriegsende nur noch ca. 2.000 bis 3.000 Personen) und die oft gerade erst die nationalsozialistischen Konzentrationslager überlebt hatten. Sie sollten als Deutsche daher ebenfalls ihre Loyalität zur Tschechoslowakei beweisen, was auch eine Bedingung für die Freigabe ihres Eigentums aus Konfiszierungen war. Jüdisches Eigentum war während der deutschen Besetzung arisiert, das heißt an Deutsche übereignet worden (oftmals auch direkt in Volkseigentum), das wiederum nach dem Krieg vom tschechoslowakischen Staat als deutsches Eigentum konfisziert werden durfte. Um diese Problematik zu lösen, erklärte das Innenministerium am 13. September 1946 per Erlass, dass alle Personen, die nach den Rassegesetzen des NS-Regimes für Juden erklärt worden waren, die Bedingung der Unschuld auf Grund der Verfolgung durch die NS-Organe erfüllten, obwohl sie sich in der Volkszählung von 1930 zur deutschen Nationalität bekannt hatten.

Zur Rückgabe des ehemals jüdischen und während der Okkupation arisierten Eigentums kam es auf Grund der weiteren politischen Entwicklung in der Tschechoslowakei jedoch in den meisten Fällen nicht mehr. Als Folge der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei im Februarumsturz 1948 wurde die zuvor eingeleitete Politik der Verstaatlichung und Konfiszierung privaten Eigentums in den Folgejahren fortgesetzt und verstärkt umgesetzt.

Insgesamt wurden bis 1947 etwa 2,9 Millionen Personen auf Grund ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Bevölkerung pauschal zu Staatsfeinden erklärt und ausgebürgert – wobei die Zahlen je nach Quelle und Sichtweise schwanken (→ Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei). Ungefähr 220.000 Deutsche blieben nach dem Ende der Vertreibung im Lande, unter anderem Antifaschisten, Deutsche in Mischehen mit Tschechen und produktionswichtige Arbeitskräfte.

Die Enteignungen wurden mit den Dekreten (nachträglich) gerechtfertigt, aus deren Wortlaut sich kaum auf eine geplante massenweise und systematische Abschiebung (oder Abschub, für tschechisch odsun) schließen ließ; es gab weder ein ausdrückliches Vertreibungsdekret noch ein Vertreibungsgesetz.

Quelle: Wikipedia.de

Buchtipp:

'Ordnungsgemäße Überführung'
Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, R. M. Douglas

  • Gebundene Ausgabe: 556 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 3 (31. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406622941
  • ISBN-13: 978-3406622946
  • Originaltitel: Orderly and Humane. The Expulsion of the Germans after the Second World War

Bis heute zählt die durch Hitlers verbrecherisches Regime ermöglichte Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte. Daher ist es wohl kein Zufall, dass die erste große historische Gesamtdarstellung nun von einem irischen Historiker vorgelegt wird. Geordnet und human, sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen…