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Prolog

Ein Lebensbild entsteht immer erst in einem fortgeschrittenen Zeitraum, also wenn man älter geworden ist. Die Frage wirft sich auf, für wen sollten die Erinnerungen, die aufgeschrieben werden, sein? Nun ist es zu vermuten, dass einer der Nachkommen doch daran interessiert sein könnte, vom Leben der Vorfahren etwas zu erfahren, aus welchem Grunde auch immer. Deshalb entschloss ich mich zu diesen Aufzeichnungen.

Zu allen Zeiten mag es so gewesen sein, dass die Älteren den Spätergeborenen aus ihrer Vergangenheit erzählt haben. Diese bis dahin nur mündlich überlieferten Geschichten wurden irgendwann einmal aufgeschrieben, als die Menschheit die Schrift erfand. So mag einmal die Bibel, oder auch das Nibelungenlied entstanden sein.

Zeitzeugen sind leider vergänglich.

Kindheit in Ostpreußen

Kapitel I / 1 — Geburt und erste Lebensjahre in Theuernitz

An einem kühlen Frühlingstag wurde ich am 25. März 1920 im Dorf RöschkenRöschken, ab 1945: Reszki, Kreis Osterode in Ostpreußen gegen vier Uhr am Morgen geboren. Die Hebamme hieß Frau Welski, in deren Haus an der Dorfstraße hatten die Eltern eine Wohnung gemietet. Da die Geburt nicht normal verlief, wurde der jüdische Arzt Dr. med. Rohfleisch aus OsterodeOsterode/Ostpreußen, ab 1945: Ostróda bestellt, der auch meine Steißgeburt überwachte. Frau Welski, die Hebamme soll Trinkerin gewesen sein, aber es waren keine besonderen Klagen hinsichtlich der Ausübung ihres Berufes bekannt.

Mutter erzählte mir, dass ihre Schwester, Tante Emilie, die in Alt JablonkenAlt Jablonken 1938-1945 Altfinken,
ab 1945: Stare Jabłonki
(Altfinken) wohnte und mit dem dortigen Bahnhofsvorsteher Johann Jendrian verheiratet war, damals in Röschken zu Hilfsdiensten anwesend war und mich erstmals badete, dabei aber das Wasser zu warm temperierte. Nachdem ich mich schreiend darüber beschwerte, wurde wohl kaltes Wasser dazu gegeben, so dass ich keine Beanstandungen mehr hatte. Anwesend bei meiner Geburt soll auch meine Großmutter Caroline Patzewitz gewesen sein, die während der 14-tägigen Bettzeit meiner Mutter alle notwendigen Hausarbeiten übernahm.

Meine Mutter Martha, geborene Patzewitz, geboren am 5. April 1888 in GramtenGramten/Westpreußen, ab 1945 Gromoty/Westpreußen, hatte meinen Vater, den Postboten Paul Kitsch, geboren am 1. Juni 1888, in WittmannsdorfWittmannsdorf, ab 1945: Witramowo)/Ostpreußen am 24.3.1916 im Standesamt WarweidenWarweiden, ab 1945: Wirwajdy geheiratet. Die kirchliche Trauung fand am 25.3.1916 in LeipLeip in Ostpreußen, ab 1945 Lipowo statt.
Die Eltern meiner Mutter waren der Schmiedemeister Karl Patzewitz aus SeubersdorfSeubersdorf, ab 1945 Brzydowo, daselbst verstorben und auf dem Friedhof in Seubersdorf beigesetzt, und Caroline Patzewitz, geborene Wrobel, wohnhaft in TheuernitzTheuernitz, ab 1945 Turznica, Kreis Osterode/Ostpreußen beim Schmiedemeister Klamand.
Die Eltern meines Vaters waren der Postbote (Oberbriefträger) Gottlieb Kitsch, geboren am 26. September 1851 in BolleinenBolleinen, ab 1945 Bolejny/Ostpreußen und Bertha Kitsch, geborene Leobs. Wohnhaft in Groß SchmückwaldeGroß Schmückwalde, ab 1945 Smykowo, Kreis Osterode/Ostpreußen, später in Osterode, Jacobstraße 23. Beide auf dem Friedhof von Osterode/Ostpreußen begraben.

Ich wurde am 5. April 1920 in der evangelischen Kirche zu Leip getauft auf den Namen Walter Paul. Ich war das zweite Kind, das meine Mutter geboren hatte. Meine Schwester Edith Kitsch starb im Oktober 1919 zweieinhalbjährig an einer Diphtherieinfektion im alten Krankenhaus Osterode/Ostpreußen, bei der Bergkaserne. Sie wurde auf dem Friedhof in Röschken unter einem Goldregenbaum bestattet.

Mit meiner Mutter besuchte ich diese Grabstätte später oft. Edith soll nach Erzählungen meiner Eltern ein hübsches kleines Mädchen mit langem Blondhaar gewesen sein. Der Liebling meines Vaters. Als ich eineinhalb Jahre alt war, zogen die Eltern in das inzwischen, noch vor der totalen Geldentwertung gekaufte Holzhaus im Dorf Theuernitz. Der Umzug fand mit einem einfachen Pferdewagen und einem Einspänner statt. Ich kann mich erinnern, dass ich unsere graue hübsche Katze dabei hatte und diese unter der Fußbank sitzen oder liegen ließ, während ich auf der Fußbank auf dem hinteren Teil des Wagens Platz nahm. Mit auf dem Wagen, auf dem Hausrat saß die Großmutter Caroline Patzewitz und hielt mich fest. Ob ich die Erinnerung aus eigenem Wissen oder nach Erzählungen habe, ist mir unbekannt, aber die damalige Situation steht deutlich vor meinen Augen.

Das Haus in Theuernitz stand auf dem Dorfplatz gegenüber dem Gutshof Caczikowsky, es war ein ehemaliges Schäferhaus mit Stall und aus Holzbalken zusammengefügt. Der Holzbohrwurm war im ganzen Gebälk und es tickte immer so, wenn er im Holz bohrte. Das war zuerst unangenehm, aber man gewöhnte sich bald an das Geräusch. Zum Haus gehörte ein Gartenteil, etwa 300 qm groß, dort wuchs auf der guten Erde alles, auch waren Obstbäume drauf. Ich weiß, dass ganz rote Äpfel im Spätsommer leuchteten. An ganz große Kohlköpfe erinnere ich mich auch. Im Stall hatten wir zwei Schweine und eine Ziege, deren Mich ich täglich trank. Großmutter wohnte in der Nähe beim Dorfschmied Klamand, war aber ganztägig bei uns im Haus. Sie war eine ganz liebe Oma und wir mochten uns gern. Meinen Großvater habe ich nicht mehr gekannt, weil er vor meiner Geburt verstorben war.

Meine Mutter war tagsüber immer im Hause. Sie hat oft mit der Nähmaschine genäht. Vater war Alleinverdiener und als Postbote in BergfriedeKöniglich Bergfriede, ab 1928-1945 Bergfriede, ab 1945 Samborowo tätig. Von dort ging oder fuhr er mit seinem Fahrrad und brachte die Postsachen in die umliegenden Orte. Wenn er auch Theuernitz in seinem Austragerevier hatte, aß er gewöhnlich zu Mittag bei uns, sonst bekam er sein Essen in einem dreigeteilten Tontopf mit. Es ergaben sich Möglichkeiten, das Essen dann bei den Postkunden, oft Bauern, warmmachen zu lassen. Theuernitz war an das Bahnnetz angeschlossen, aber der Bahnhof war von unserem Haus etwa 30 Minuten entfernt. Vater ist meist per Fahrrad, im Winter auch per Bahn nach Bergfriede und zurück gefahren. Ich verlebte in Theuernitz eine frohe Zeit.

Ich hatte zum Spielen eine schöne Puppe, die vor dem Weihnachtsfest immer verschwand und dann neu aufgeputzt als Irmchen unter dem schön geschmückten hohen Weihnachtsbaum saß. Mit Irmchen spielte ich am liebsten. Einmal, das kann Weihnachten 1922 gewesen sein, kam der Weihnachtsmann persönlich zu mir und brachte, unter den Tannenbaum gestellt, ein wunderschönes großes Schaukelpferd und einen hölzernen Bollerwagen, der voller rotbackiger Äpfel war, und natürlich saß auch Irmchen, meine Puppe, frisch eingekleidet unter dem Tannenbaum. Ich musste ein Gedicht aufsagen: Lieber guter Weihnachtsmann…. Aber was musste ich sehen, da lag doch auf meinem bunten Teller eine gebündelte Birkenrute! Marzipanherzen aus Königsberger Fabrikation schmeckten mir aber von Anfang an immer gut. Am ersten Weihnachtstag gab es traditionsgemäß immer Gänsebraten mit Äpfeln gefüllt und dazu Rotkohl. Wir saßen mit unserer lieben Oma im großen Küchenraum, an einem großen Tisch. Es war auch ein Kamin vorhanden und eine sogenannte Kochmaschine. Das war ein stählerner Küchenherd, dessen Abluftrohr einfach nach etwa zwei Metern Höhe im Kamin endete. Man konnte auch ein offenes Feuer entfachen und darüber an einer eisernen Kette einen Kochtopf aufhängen. Es war jedenfalls eine uralte Feuerstelle aus dem Jahre 1720, aber Mutter benutzte immer die Kochmaschine. Übrigens gab es keinen Dielenfußboden, sondern es war gestampfter und geglätteter Lehm, der mit feinem weißem Sand bestreut wurde. Nur unser Schlafzimmer war mit Bodenbrettern bedeckt. Einen Backofen für Brot und Kuchen hatten wir innerhalb des Kamins auch. Ich glaube vierzehntägig buk Mutter Brote. Da wurde mit Holzkloben der Ofen geheizt, die Glut mit einer Feuerharke herausgeharkt und dann in den heißen Raum die Brote oder Kuchen eingeschoben. Das Brot schmeckte wunderbar. Wenn Mutter es mit einem hölzernen Schieber herausholte, wurde es mit Brunnenwasser oben abgeschreckt, dabei bekam die braune Kruste eine glänzende Farbe. Wenn Kuchen gebacken wurde, durfte ich dabei sein und auch einen kleinen Kuchen backen. Das machte immer viel Spaß, vor allem, weil ich ihn auch allein essen durfte.

Der Nebenweg an unserem Haus vorbei führte in die Feldmark, aber auch zum Bahnhof Theuernitz. Dort wohnte auch unser Fleischermeister Roslarski, der berühmt war für seine gute Wurst, vor allem erinnere ich mich an die frische Leberwurst, die am allerbesten auf frischem Blechkuchen, Streuselkuchen schmeckte.

Als ich dann im März 1923 drei Jahre alt war, brachte Mutter mich in den Kindergarten, wo sie mich wohl gut aufgehoben und wohlbehütet vermutete. Die erste böse Handlung war der Totschlag eines Gänsekükens, das ich mit der Holzschaufel im Sandkasten getroffen hatte. Aber ich war auch ein Muttersöhnchen, das sich den ganzen Tag über nach Mutter sehnte. Offensichtlich fand ich auch keinen guten Anschluss im Kindergarten, denn man brachte mich wieder der Mutter zurück. Meine Eltern mussten das Gänseküken bezahlen und ich war wieder in unseren vier Wänden mit mir alleine, doch nein, ich hatte ja einen guten Freund in meinem Alter: Horst Nabakowski, ein Sohn des Kaufmanns, gleich an der Hauptstraße. Mit ihm spielte ich gerne mal bei ihm und mal bei uns.

Mit der Weihnachtsrute bekam ich bei Verstößen irgendwelcher Art sogenannte Haue, die mehr moralisch wirkte, vor allem wenn meine liebste Oma sie vollzog. Dann weinte ich wohl den ganzen Tag über die bösen Menschen, die mich schlugen! Mit meinem Vater hatte ich nur wenig Kontakt. Er war ja auch selten daheim, und wenn er mal da war, hat er nicht mit mir gesprochen oder sich aktiv um mich bemüht. Er trauerte immer nur um seine verstorbene Lieblingstochter. Es war auch seine Redensart: Das hätte Edith nie gemacht!, wobei er Vergleiche kommentierte. Mir ist immer das Wort in Erinnerung: Aasknochen!! Damit schockierte er mich immer wieder, denn ich war sehr empfindlich. Auch prügelte er mit allem, was ihm gerade in die Hände kam, auf mich ein. Ich fühlte mich stets unschuldig.

Unsere Ziege wurde von Mutter gemolken und ich stand mit meinem Topf daneben und bekam beständig meinen Topf voll Milch gemolken, die ich ziegenwarm trinken musste. Ich hatte mich notgedrungen daran gewöhnt. Im Sommer war im Dorf eine Hochzeitsfeier, zu der die Eltern geladen waren. Ich durfte mit und erinnere mich an die kirchliche Feier im Gemeindesaal und an das Geläute der freihängenden Glocken auf dem Dorfplatz, die gebeiert wurden, das heißt, von mehreren Leuten mit Hämmern geschlagen wurden, sodass es fast eine Melodie wurde. Dieses Verfahren wurde auch an Wochenenden angewandt. Wie ich später erfahren habe, sollen dadurch Sprünge ins Metall der Glocken gekommen sein, die dadurch ihren schönen Klang einbüßten. In der Nacht der Hochzeitsfeier durfte ich bis zum Müdewerden aufbleiben und wurde dann ins Kinderzimmer des Hochzeitshauses zum Schlafen hingelegt. Nachts oder schon gegen Morgen wurde ich geweckt, weil in weiter Entfernung ein Bauernhaus brannte. Da alle Häuser mit Stroh- oder Reetdächern gedeckt waren, bestand die Gefahr, durch Funkenflug Feuer zu fangen. Es war das erste Mal, dass ich so etwas erlebte. Aber es geschah weiter nichts. Die Hochzeitsgäste tanzten draußen auf der Tenne der Scheune, die sonst dem Getreidedreschen mit Dreschflegeln diente.

Ich habe es nach der Ernte selbst beobachtet, wie auf das in der Tenne ausgelegte Getreide mit Dreschflegeln geschlagen wurde, bis die Körner auf dem Boden lagen. Diese wurden dann mit hölzernen Schaufeln gegen den Wind geworfen, wobei die Spreu sich vom Korn trennte. Das Korn selbst wurde in Säcke geschaufelt und in der Wind- oder Wassermühle zu Mehl gemahlen. Wir hatten hinter unserem Gartenland noch gepachtetes Kartoffelland. Im Herbst waren wir alle auf dem Kartoffelland. Mutter und Oma gruben mit gezinkten Hacken die Kartoffeln aus und sammelten sie in große geflochtene Weidenkörbe, die Vater selbst herstellte. Das machte er im Winter in der großen Küche und ich durfte dabei zuschauen, wenn er gute Laune hatte, was aber selten war. Wenn er dann fluchte, holten Mutter oder Oma mich weg. Dann wurden mir oft Märchen erzählt oder Mutter erzählte aus ihrer Kindheit Geschichten, was sie gut konnte: Aus der Praxis, für die Praxis.

Wenn die Herbststürme wehten, war es warm und gemütlich in unserem alten Holzhaus. Dann war auch bald Winter und Weihnachten. Die Vorweihnachtszeit war dabei die Schönste. Es roch so gut nach Pfefferkuchen, wobei der Teig schon im November geknetet und im Topf aufbewahrt wurde. Es gab große Stücke mit Mandeln, aber auch Pfeffernüsse mit Zuckerguss, die ich so gerne aß. Manchmal wurden auch Sterne, Herzen und Figuren ausgestochen und gebacken. Ach war das schön! Nachdem alles gebacken war, wurde es verpackt auf den Tisch gestellt, damit es der Nikolaus nachts abholen und zum Fest bringen konnte. Vater hatte sich auf seinen Zustellertouren durch die umliegenden Wälder schon lange einen Tannenbaum nach seinem guten Geschmack reserviert und holte ihn kurz vor dem Fest mit Genehmigung des Försters aus dem Wald. Es war immer ein großer und gleichmäßig gewachsener Baum, der mit Wachskerzen geschmückt wurde. Aber diese Arbeit war die des Weihnachtsmannes, der sich nur einmal bei mir persönlich vorgestellt hatte und anschließend immer heimlich und unbeobachtet erschien, doch immer die schönsten Sachen brachte. Irmchen war wieder neu angehübscht, Wangen und Lippen gerötet und neue Kleider hatte sie auch. Roland, mein Schaukelpferd hatte die gerissenen Lederriemen erneuert und blankgeputzt bekommen und mein Bollerwagen war gereinigt und innen rot gestrichen, weil ich diesen Sommer Sand und Steine gefahren hatte.

Der Bunte Teller war eine der Hauptsachen mit den schönen Königsberger Marzipanherzen, die ich immer so gerne aß. Weihnachten war das letzte Fest, das ich mit meiner liebsten Oma Caroline Patzewitz feierte. Im Februar 1924 starb sie, und ich kann mich gut daran erinnern, wie sie tot in ihrem Bett lag und ich sie wecken wollte, weil ich glaubte, sie schliefe. Das Wohnzimmer mit dem gestampften Lehmboden wurde ausgeräumt und an der Zimmerwand wurde ein kleiner Sandberg aus weißem Bausand gemacht. Auf diesen kam ein weißes Laken und Omas toter Körper wurde darauf gelegt. Dort lag Oma bis zu ihrer Beerdigung, erst kurz vorher wurde sie eingesargt. Es war ein dunkelbrauner Eichensarg mit vielen Messingbeschlägen. In dieser Zeit kam eines Abends mein Vater völlig betrunken nach Hause und sagte immer er könne ohne die Oma nicht leben. Es war das erste Mal, dass ich ihn betrunken erlebt habe, deshalb kann ich mich daran so gut erinnern.

Die Beerdigung fand auf dem Friedhof in Seubersdorf statt, wo auch Opa bereits beerdigt war. Wir fuhren mit einem Pferdefuhrwerk hinter dem Leichenwagen, der von einem schwarzen Pferd (Rappen) gezogen wurde. Unser Pferd benahm sich sehr unanständig und ließ schlechte Luft ab, was ich beanstandete. Der Bauer Schorsek, dem der Rappen gehörte, aber meinte: Den Duft liebe ich, der ist richtig schön. Ich bin heute noch nicht seiner Meinung. Nach der Beerdigung sind wir bei der Tante Naguschewski zum Kaffeetrinken und Kuchenessen gewesen. Sie wohnte im Dorf Seubersdorf, der Onkel hatte einen Bauernhof mit Küken, Pferden, Schweinen und Kälbern. Seine selbst gemachte Wurst schmeckte gut. Auch waren Verwandte unserer Oma dort wohnhaft, es war der Bauer Wrobel.



Änderung der Ortsnamen nach 1945

Allenstein, ab 1945 Olsztyn
Alt Jablonken 1938—45 Altfinken,
ab 1945: Stare Jabłonki
Königlich Bergfriede, ab 1928—45 Bergfriede, ab 1945 Samborowo
Bolleinen, ab 1945 Bolejny
Deutsch-Eylau, ab 1945 Iława
Gramten, seit 1945 Gromoty
Groß Schmückwalde, ab 1945. Smykowo
Eisenbahnknotenpunkt Korschen, ab 1945 Korsze
Leip, ab 1945 Lipowo
Osterode/Ostpreußen ab 1945 Ostróda
Poburzen, ab 1945 Poborze
Röschken, ab 1945: Reszki
Seubersdorf im Landkreis Mohrungen/Ostpreußen, ab 1945 Brzydowo
Theuernitz, ab 1945 Turznica
Thorn, ab 1945 Toruń
Wittmannsdorf (seit 1945: Witramowo)
Warweiden, ab 1945: Wirwajdy

Der Fluss Drewenz, ab 1945 Drwęca
Kernsdorfer Höhen, ab 1945 Dylewska Góra
Der Fluss Weichsel, ab 1945 Wisła