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November-Blues

November-Blues

Ich muss gesteh'n, ich bin ein Draussen-Typ,
ich hab das Radeln und die Gartenarbeit lieb,
diese Hobbies müssen nun leider ruh'n,
es gibt zur Zeit nicht viel zu tun.

Ich seh es mit Gegnatter,
das Wetter wird allmählich matter.
Und ich kann es noch nicht fassen:
der November hat sich nieder gelassen.

Die Blätter fallen nun im Wind,
die Bäume sind bald kahl geschwind.
Mit Grausen seh ich dem Winter entgegen,
und fürchte Graupel, Wind und Regen,
am meisten macht mir Kälte aus
dann bleib ich lieber gleich zu Haus
und trinke Tee und Grog in Mengen
und lass in Trübsal mich gleich hängen.
Vielleicht soll't ich endlich wen'ger saufen
mir nicht immer gleich die Haare raufen?

So bin ich nur ein dummes Schaf,
und mache lieber Winterschlaf,
bis Ende März, dann wär's geschafft,
ich wäre munter und nicht abgeschlafft,
die grüne Natur würde mich dann locken,
ich hör sogar die Osterglocken,
alles wäre wieder gut,
ich fühlte Freude und auch Mut,
die Schaufel würd ich freudig schwingen,
und den Frühling in den Garten bringen.

Stattdessen muss ich nun viel Geduld haben
ich kann mich an Grünkohl und Kohlwurst laben,
die deftigen Gerichte sind wunderbar
und bringen uns gesund ins neue Jahr.

Drum laßt uns nicht traurig und launig sein,
sondern uns auf die kommende Saison freu'n.
Denn die Zeit vergeht so schnell,
und bald sind die Tage wieder hell.