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Das Fahrrad, eine wunderbare Erfindung

Der folgende Artikel ist für geschichtlich und technisch Uninteressierte jedes Alters nicht geeignet.

Eigentlich ist so ein normales Fahrrad ein komisches Ding mit zwei Rädern hintereinander. Es bleibt nicht stehen, wenn man es ruhig hinstellt, sondern kippt um, falls man es nicht anlehnt oder einen Ständer ausklappt. Es kippt auch um, wenn sich ein Mensch ruhig und friedlich darauf setzt. Es sei denn, er ist ein Ausnahmeartist. Da helfen kein Loben und kein Fluchen, es benimmt sich wie ein störrisches Reittier. Nicht ohne Grund wird es auch Drahtesel genannt. Aber, O Wunder, wenn der Mensch mit ihm fährt, kippt es nicht mehr um und saust zur großen Freude des Menschen durch die Landschaft und die frische Luft. Es sei denn, der Mensch stellt sich furchtbar blöd an. Das wollen wir mal außer Acht lassen. Es kippt auch nicht um, wenn der Mensch mit ihm durch eine Kurve fährt und beide sogar in Schräglage kommen. Ja, es muss sogar schräg liegen, sonst wirft es den Mensch ab und sich selbst auf den Boden. - Wie kann das nur sein?

Unser Physiklehrer wusste es und hat es uns damals erklärt. Es stecken Naturgesetze dahinter, die Kreiselgesetze. Aber wer hat sich diese schönen Gesetze ausgedacht und in Kraft gesetzt? Das wusste der Physiklehrer nicht. Aber jedes Gesetz hat doch einen Gesetzgeber? Selbst berühmteste Physiker wie Albert Einstein und Stephen Hawking geben zu, es nicht zu wissen, weil ihnen die Beweise fehlen. Kennen Sie diesen Gesetzgeber vielleicht, liebe Leserin, lieber Leser? Ich kenne viele Menschen, die glauben, es zu wissen. Aber lassen wir mal die Metaphysik und fangen bei mir ganz von vorne an.

Bis zur Einschulung im Frühjahr 1939 und Anfang des Zweiten Weltkrieges besaß ich kein Fahrrad, sondern nur einen einfachen Roller aus Holz. Zum Schluss war er recht klapprig geworden, seine beiden Räder wackelten und liefen schief. Ich beneidete diejenigen Kinder, die einen stabileren Roller besaßen oder gar mit einem Wipproller, sozusagen mit dem Ferrari unter den Rollern, über die glatten Bürgersteige sausen konnten. Aber meine Eltern hatten nicht das Geld für so ein Luxusfahrzeug.

Auf unserer Straße zu fahren, brachte keine reine Freude, denn die Asphaltdecke war schon so stark abgenutzt, dass die spitzen Schottersteine hervorstanden. Sie vergrößerten den Rollwiderstand und hemmten das Tempo. Bei einem Sturz rissen sie sehr schmerzhafte Wunden in die Haut. Ich hatte immer an den Knien irgendwelche Schürfwunden, die oft eiterten, eine dicke Kruste bildeten und schlecht heilten, weil das Knie ja bei jedem Schritt gebraucht wird. Der Straßendreck hinterließ dunkle Narben wie bei den Bergleuten. Trotzdem ließen wir Kinder uns das Spielen und Fahren auf dieser Rumpelpiste nicht vermiesen, auch weil wenige Autos darauf fuhren und wenn, dann in sehr mäßigem Tempo. Die größeren Jungen trugen sogar ihre Fußballspiele — Straße gegen Straße — darauf aus, manchmal so wild, dass der Ball eine Fensterscheibe mit dem Tor verwechselte, 1:0 für den Glaser. Aber das nahm keiner tragisch.

Da es eine Wohnstraße war, unterließ die Stadtverwaltung die dringende Erneuerung der Fahrbahn. Lediglich schickte sie Straßenfeger mit Besen und Schaufel und in sommerlichen Hitzeperioden wegen des Staubes ein im Fußgängertempo fahrendes Sprengauto mit einem Riesenwassertank und Spritzdüsen am Ende. Dieses Fahrzeug wurde immer mit großem Hallo begrüßt und zog einen Pulk jubelnder Kinder hinter sich her, die es gerne als eine willkommene, fahrbare Dusche annahmen. Zu Hause gab es dann meistens Dresche wegen der nassen Kleidung.

Nachdem ich eingeschult worden war, kam ich mir für einen Roller zu alt vor und ich wollte ein Fahrrad haben. Aber es herrschte Krieg und Kinderfahrräder wurden nicht hergestellt, weil nicht kriegswichtig wie vieles andere auch, zum Beispiel Zahnspangen, Nägel und Schrauben für privaten Gebrauch. Deshalb klopften wir gebrauchte Nägel gerade und verwendeten sie wieder. Heute macht das niemand mehr. Zum Fahren auf zwei Rädern blieb mir nur Vatis Herrenrad, wenn er nicht damit zur Arbeit im Werk gefahren war. Für das übliche Fahren über die Stange waren meine Beine noch zu kurz. Zwischen Stange und Tretlager strampeln war zwar eine Option, aber eine ganz schlechte, weil mein Körper dann schräg am Fahrrad hing und das Gleichgewicht nicht halten konnte. Außerdem wurden die Strümpfe von der öligen Kette ganz schmierig und das gab richtig Ärger mit Mutti. Also unterließ ich es und benutzte Vatis Drahtesel als großen Roller, den rechten Fuß auf dem linken Pedal und mit meinem linken Fuß stieß ich mich ab. So ging es bis zur Ausbombung und richtig Fahrrad fahren konnte ich noch nicht. Ich befriedigte meinen Geschwindigkeitstrieb auch mit Handwagen und selbstgebastelten Seifenkisten oder mit streng verbotenem Zweckentfremden des Kinderwagens meiner kleinen Schwester Doris, siehe Geschichten Vorsicht! Baby an Bord.Lesen Sie jetzt von diesem Autor: Vorsicht! Baby an Bord und Nur Fliegen ist schöner. Lesen Sie jetzt von diesem Autor: Nur Fliegen ist schöner

Richtig Fahrrad fahren lernte ich dann erst nach Kriegsende 1945 mit zwölf Jahren auf dem Damenfahrrad meiner Tante Malchen. Doch nach der Eroberung und Besetzung meines Heimatortes durch amerikanische Truppen herrschte viele Monate wirklich keine gute Zeit für Fahrräder. Deutsche Ordnungskräfte aus der NS-Zeit gab es nicht mehr, eine neue Polizei war noch nicht etabliert, die Besatzungsmacht schützte nur sich selbst. Es herrschte das Faustrecht in der Bevölkerung. Die erste deutsche Polizei nach dem Krieg war ein Popanz. Die Männer hatten keine Uniformen, keine Waffen, keine Fahrzeuge, nur eine Aktentasche, sozusagen als hoheitliches Symbol. Hin und wieder fuhr einer auf einem Fahrrad, es war sein eigenes privates.

Die meisten Fahrräder wurden ungeniert geraubt von freigelassenen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die sie überwiegend nicht fahren konnten, weil sie des Zweiradfahrens nicht kundig waren und dann aus Zorn kaputt traten. Siehe meine Geschichte Die flambierte HandLesen Sie jetzt von diesem Autor: Die flambierte Hand.

Fahrradschläuche und -mäntel waren sehr rar, in den wenigen Geschäften gab es sie nicht zu kaufen, nur auf dem Schwarzen Markt oder im Tauschhandel. Entsprechend kostbar waren sie.
Die meisten Fahrräder waren zu dieser Zeit aus verschiedenen, noch brauchbaren Teilen kaputter Räder zusammengebaut und angestrichen, wenn Farbe vorhanden. Statt mit Schläuchen und Mänteln wurden die Felgen mit Wasserschläuchen aus Hartgummi belegt und die Enden mit Draht verbunden. Falls auch ein Wasserschlauch fehlte, fuhr man einfach auf blanken Felgen. Das war noch mühseliger als auf Wasserschläuchen, aber wenigstens kriegte man keinen Platten. Aber was sollte man machen, es gab keine Alternativen, das Fahrrad war damals das wichtigste Transportmittel für Menschen und Waren in kleinen Mengen — jedenfalls in unserem städtischen Ballungsgebiet.

Mein erstes eigenes Fahrrad bekam ich, als ich schon 15 Jahre und die Währungsreform erst einige Monate alt waren. Ab dieser Reform gab es wieder Gummischläuche und Mäntel in den Geschäften zu kaufen. Mein älterer Stiefbruder in spe Werner (zur Erklärung in spe: Mein leiblicher Vater war im Krieg gefallen und meine Mutter verlobte sich in der Nachkriegszeit mit einem Witwer, meinem späteren Stiefvater, einem Vater von vier Kindern, alle bis auf Kurt älter als ich. Der Zuwachs an Geschwistern war für mich eine positive lebensbereichernde Erfahrung.) bastelte mir ein Fahrrad aus verschiedenen alten Teilen zusammen, Beleuchtung und eine Klingel fehlten vorerst noch, aber ich war der glücklichste Mensch.

Mit diesem Rad unternahm ich mit meinem jüngeren Stiefbruder in spe Kurt und Freunden mehrere lange Fahrten mit großem Gepäck und Zelt. Sogar bis an den Rhein, wo wir am Ufer noch frei zelten durften. Wir genossen die Freiheit, fuhren durchs Sauerland, an den Möhnestausee, in den Westerwald, und einmal von Borstel im Weserbergland, wo Kurts Schwester Ursula wohnte, durch den Teutoburger Wald nach Hause, ungefähr 200 km bei ständig scharfem Gegenwind und Regen. Im Raum Dortmund machte mir ein rostiger Nagel einen Platten. Aber unsere Hände waren durch den Dauerregen und den kalten Wind so steif, dass wir ihn nicht flicken konnten, außerdem war es schon dunkel geworden. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich mit plattem Reifen die letzten, fast 20 Kilometer bis nach Hause zu quälen. Gott sei Dank wartete unsere treusorgende Mutti um Mitternacht auf uns ausgekühlte und ausgepowerte Gestalten mit frischen Pfannekuchen und heißem Kaffee, ich trank gleich eine ganze Kanne davon.

Eine Erleichterung für Radfahrer gab es damals noch. Weil die Lastwagen und Trecker mit Anhängern noch nicht so schnell wie heute fahren konnten, haben wir uns des Öfteren hinten ran mit einer Hand festgehalten und ließen uns eine Weile mitziehen. Das tat bergauf richtig gut. Allerdings bekam man bei Regenwetter das aufgewirbelte Wasser vom hintersten Autorad voll mit. Dann musste man sich knochenhart entscheiden: Entweder volle Dusche oder strampeln und keuchen.

Einmal sausten wir ein Stück auf der Autobahn, die längst nicht so frequentiert war wie heute. Wir wussten nicht, dass Autobahnen für Fahrräder verboten sind, bis ein Streife fahrender Autobahnpolizist — selbst auf dem Rad fahrend, kein Witz, heute unvorstellbar — uns anhielt, verwarnte und aufschrieb. 20 Deutsche Mark Strafe sollte es kosten, teilte er mir als dem Ältesten sein Urteil mit. Ich jammerte ihm vor, dass wir nicht wussten, dass es verboten ist, dass wir arme Jungens sind, kein Geld haben, dass mein Vater im Krieg gefallen ist und so weiter. Das muss wohl gewirkt haben, denn auf die schriftliche Zahlungsaufforderung warte ich heute noch.

Die schlimmsten Feinde der Radfahrer waren bei uns im Stadtverkehr nicht die Kraftfahrzeuge, obwohl es ganz, ganz selten eigene Radwege gab, sondern die tückischen Straßenbahnschienen mit ihren Rillen und das Kopfsteinpflaster aus Blaubasalt, der bei Nässe glatt wie Eis wurde.

Als ich 18 Jahre alt war, sagte mein Stiefvater in spe: Die jungen Burschen müssen richtige Räder haben, damit sie ihre Kraft austoben können, und schickte Kurt und mich zu einem ihm bekannten Fahrradhändler mit eigener Werkstatt. Wir konnten uns je ein Fahrrad nach eigener Wahl aussuchen für 200 DM, damals viel Geld im Jahr 1951. Ein nobles und phantastisches Angebot des alten Herrn. Kurt entschied sich für ein richtiges Rennrad, also mit superleichtem Rahmen, Bügellenker und, um das Gewicht zu verringern, ohne Schutzbleche, Gepäckträger, Klingel und Felgenbremse am Vorderrad. Notfalls wurde das Vorderrad mit einem Spezialhandschuh abgebremst. Er trainierte damit im Radrennverein RV Sturmvogel, wurde eine Rennkanone, indem er so mal kurz nach Feierabend durchs Bergische nach Köln in 40 Minuten raste. Wer die Topographie der Strecke mit den vielen kurzen, steilen Bergen kennt, weiß, welche Leistung dahinter steckt.

Mein Fahrtalent war etwas milder ausgeprägt. Ich wählte einen Halbrenner mit Normallenker, Schutzblechen und Gepäckträger, den ich für den Transport meiner Aktentasche auf der Fahrt zur Schule benötigte. Außerdem verhinderten die Schutzbleche, dass bei Regenwetter meine Kleidung mit Dreck bespritzt wurde. Das Sportliche an meinem Rad waren neben dem leichten Rahmen die Pedale mit Rennbügel, die Felgenbremsen, kein Rücktritt, denn der war nach damaliger Meinung von uns Jungen nur etwas für Damen und alte Leute. Das Nonplusultra jedoch war eine Dreigang-Kettenschaltung von Fichtel & Sachs, ein klangvoller Name. Der später legendäre Firmenbesitzer Gunter Sachs — so alt wie ich — war noch nicht als Playboy öffentlich bekannt. Übrigens hatte sich das Wort Playboy bis dato nicht im deutschen Sprachgebrauch verankert. Man nannte Männer mit diesem Lebensstil Salonlöwen oder Lebemänner oder Frauenhelden. Wollte man abfällig über sie sprechen, nannte man sie Geldverschwender, Erbeverprasser, Schmarotzer oder Hurenböcke. Das Letztere trifft auf Gunter Sachs nicht zu, wie wir heute wissen. Die Kulturwelt nennt ihn einen Gentleman-Playboy.

Allerdings war die Gangschaltung noch nicht wie heute idiotensicher und ich musste den Hebel sehr gefühlvoll bewegen. War meine Hand einmal zu grobmotorisch, sprang die Kette vom Ritzel und ich musste mit ölverschmierten Händen fluchend die Kette wieder auflegen. Mit jedem Zwangshalt dieser Art vergrößerte sich mein geistiges Archiv an Flüchen.
Dieses Fahrrad besaß ich bis Anfang der 1960er Jahre, dann schenkte ich es meinem Onkel Willi, dem es die Gangschaltung angetan hatte und der uns gut zehn Jahre vorher die ersten Tauben geschenkt hatte. Auch beherrschte in jener Zeit nach der Fress- und dann der Reisewelle nun die Autowelle das Sinnen und Trachten in unserer Gesellschaft. Das Auto war im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs zum Statussymbol schlechthin geworden. Inzwischen hatte ich mein Studium beendet und als Diplomingenieur bei den Klöckner Werken AG, Hütte Haspe, in Hagen-Haspe eine leitende Stelle bekleidet. Ende 1960 legte ich mir mein erstes Auto zu, einen weißen VW Käfer, 34 PS, denn als Betriebschef ohne Auto und auf dem Fahrrad, das ging damals gar nicht.

Zurück in die Zeit um 1950. Die ersten Fahrräder mit Hilfsmotor, so hießen sie damals, sind erfunden worden. Die erste Bauart funktionierte sehr skurril. Der kleine Explosionsmotor war über dem Vorderrad angebracht und trieb es mittels einer sich drehenden Rolle am Radmantel gemächlich an. Wir jungen Burschen lachten uns über dieses opahafte Fahrzeug kaputt und traten mit roher Kraft wild in die Pedale.

Es gab damals viele Kriegsversehrte mit ihren unterschiedlichsten Behinderungen im Straßenbild. So sahen wir oft Männer mit einem steifen oder amputierten Bein auf einem Spezialrad, das nur mit einer Pedale angetrieben wurde. Das sah beim Fahren etwas komisch und ruckartig aus wie beim Drehen einer zweiflügeligen Windmühle.

Als ich 1968 aus beruflichen Gründen nach Hamburg übersiedelte, legten meine Frau und ich uns alsbald ein Fahrrad zu, weil das norddeutsche Flachland für das Radfahren wie geschaffen ist. Was mir allerdings in der Region bis heute nicht gefällt, ist der gefährliche Mischverkehr von Rädern und Fußgängern auf den Bürgersteigen. Ich erwarb also ein stabiles Tourenrad bei Brinkmann in der Spitalerstraße, dem größten Technischen Kaufhaus in Deutschland, das es leider seit mehreren Jahren nicht mehr gibt. Danach nannte ich noch einige andere Räder im Laufe der Jahre mein Eigen. Ich benutzte sie ganz überwiegend nur zum Freizeitsport und genoss die frische Luft und die Natur.

Heute im Greisenalter habe ich mir wie viele meiner Altersgenossen ein Fahrrad ohne Stange zugelegt. Es ist nicht so beschwerlich beim Auf- und Absteigen, leider geht es ein bisschen zu Lasten der Stabilität. Da ich ein Anhänger der Kettenschaltung bin, musste ich die heute üblichen 21 Gänge in Kauf nehmen, die für die norddeutsche Landschaft eigentlich viel zu viel sind. Den Bordcomputer finde ich allerdings als Bereicherung. Ein Fahrrad wurde mir trotz stärkster Schließkette am Bahnhof in Norderstedt gestohlen, aber ich kaufte umgehend ein gleiches. Sollten mich die Kräfte noch mehr verlassen, werde ich mir ein E-Bike gönnen. Und wenn es noch schlimmer kommen sollte, werde ich auf einem dreirädrigen Fahrrad durch die Gegend zuckeln, denn aufs Fahren möchte ich nicht verzichten. Ich habe vor, mich nicht durch Diebe oder das Alter davon abbringen zu lassen. — In diesem Sinne Servus! So grüßten sich in meiner Jugend Radfahrer im Vorbeifahren.