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Es geschah im Juli 2007

Fritz Schukat

Wenn auch die letzte "aktuelle" Mitteilung unter dieser Rubrik schon etwas älter ist, dann nimmt uns das sicher niemand krumm, denn wir sind ja keine Zeitung, die täglich Neues berichten muss. Ist bei uns etwas Neues nachzulesen, handelt es sich stets um Geschichten von früher, die dann über Geschehenes berichten, die längst vergangen sind. Das entspricht unserem Motto. Natürlich sind wir ein "Erzählverein" im besten Sinne des Wortes. Wir treffen uns regelmäßig und dann wird bei Kaffee und Keksen, manchmal auch Kuchen, der nach alten Rezepten mit magersten Zutaten gebacken wurde und schmeckte(!) geplaudert, dann werden neue Ideen geboren und dann werden schließlich fertige Geschichten erst einmal vorgetragen und diskutiert. Meist müssen auch die dazu gehörenden Bilder eingescannt werden, also es ist richtig was los, wenn wir uns treffen!

In unserer örtlichen Nähe gibt es die Gruppe "Quickborner Zeitzeugen", die sich wie wir regelmäßig treffen und sich ebenso darum kümmern, "…wie es damals war, wie wir uns gefühlt haben, als wir das erste Mal Radio hörten, oder das erste Mal in Vaters eigenem Auto saßen und und und !" Auch dort werden Geschichten von früher aufgeschrieben, vorgelesen und in einer Vierteljahresschrift veröffentlicht. Eine Auswahl der Geschichten dieser Gruppe wird auch ab und zu auf der Webseite des Seniorenbüros Hamburg ins Internet gestellt und auch dort gern nachgelesen.

Jetzt könnte jemand fragen, wieso wir denn nicht alle zusammen tagen, eine Zeitung herausgeben und eine einzige Webseite. So logisch das auch klingen mag, aber dann wären wir nicht mehr so kreativ, und diejenigen, die gerade in der kleinen Gruppe aufblühen, wären still und würden uns vielleicht auch bald wieder verlassen. Und es ist auch eine verkehrstechnische Frage.  

Dennoch ist diese Idee nicht ganz ohne. Wir wollten zwar noch nicht den "Ernstfall üben", also feststellen, ob wir mit den Quickbornern im Prinzip harmonieren, aber als dort die Idee geboren wurde, zusammen mit uns das Heimatmuseum Ellerau zu besuchen, waren wir Feuer und Flamme. In Ellerau wird derzeit auf einer überschaubaren Fläche eine Themenausstellung gezeigt, in der genau die Dinge präsentiert werden, die in unseren Geschichten immer wieder beschrieben werden: alte Nähmaschinen, alte Radios, Sammeltassen, Wärmflaschen, Waschmaschinen und landwirtschaftliche Geräte, eine komplette Schuhmacherwerkstatt, Utensilien der AKN, die wir alle noch in guter Erinnerung haben und so weiter - die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Und wir freuten uns auf die "Afterparty", also auf den anschließenden Besuch eines sehr empfehlenswerten Gasthofes, bei dem es die schon legendäre Buchweizentorte geben würde.

Der Besuch fand am 05.07.2007 statt und war so beeindruckend, dass sich unsere Autorin Ingrid von Husen sofort hinsetzte und den nachfolgenden Erlebnisbericht anfertigte. Bitte lesen sie selbst!