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Die Erinnerungswerkstatt nimmt am Lernfest teil

Freischaltung des Norderstedter Bildungsportals

Günter Matiba

Norderstedt lernt e.V. ist der neue Name für das Bildungsnetzwerk in Norderstedt, das seit ca. 3 Jahren besteht und bisher unter dem Namen Lernverbund Norderstedt bekannt war. Gleichzeitig mit der Umtaufe hat es ein neues eigenes Online-Bildungsportal unter www.norderstedt-lernt.de im Internet erhalten. Norderstedt ist die erste Stadt in Schleswig-Holstein, die etwas derartiges besitzt. Ungefähr 400 Seiten umfasst zzt. das Portal. Hier finden die Norderstedter schnell, informativ und aktuell alle Angebote in Sachen Lernen, Wissen und Bildung, sagte Frau Elisabeth Hartojo, Koordinatorin des Bildungsportals.

Dieses Lernereignis wurde am 26. Januar 2006 in der Rathauspassage öffentlich gefeiert. Hohe Persönlichkeiten würdigten in ihren Ansprachen die Bedeutung dieses Bildungsnetzwerkes als Schnittstelle zwischen den Bürgern, der Wirtschaft und dem Bildungsmarkt. Zum Mikrofon griffen Herr Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, gleichzeitig 1. Vorsitzender des Vereins Norderstedt lernt e.V., Frau Stadtpräsidentin Charlotte Paschen und die Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr, Frau Karin Wiedemann. Unter dem Beifall der vielen freudig entspannten Anwesenden schalteten alle drei gemeinsam das Bildungsportal gegen 13:00 Uhr per Knopfdruck frei. Sämtliche lokalen Medien berichteten ausführlich über das einmalige Spektakel.

Die über 50 Netzwerkpartner - Schulen, Betriebe, Weiterbildungsträger, soziale und kulturelle Einrichtungen und viele mehr - dazu gehört auch die Erinnerungswerkstatt Norderstedt,  konnten eigene Stände aufbauen und sich und ihre Leistungen der Öffentlichkeit präsentieren. Wir hatten den uns zur Verfügung gestellten Stand gefällig und publikumswirksam mit unseren Produkten ausgestattet, also:

Über mangelnde Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit konnten wir uns nicht beklagen. So war es gut, dass mindestens immer zwei von uns anwesend waren, um den interessierten Standbesuchern Rede und Antwort zu stehen.

Die hauptsächlich gestellte Frage war natürlich, was die Erinnerungswerkstatt sei. Wir erklärten ausführlich unsere Struktur, Motivation und Philosophie.

Viele fragten auch, ob sich unsere Geschichten nur regional in Norderstedt und Umgebung abgespielt hätten. Wir antworteten, dass es großenteils so ist, aber auch in ganz Deutschland und sogar weltweit von Flensburg bis zu den Falklandinseln, von Argentinien über das Ruhrgebiet und den Warthegau bis Sibirien. Denn die Mitglieder der Erinnerungswerkstatt kommen aus  unterschiedlichen Gebieten, wo sie aufwuchsen, gelebt und gearbeitet haben, aber z.T. auch, wohin sie von den damaligen Kriegsfeinden verschleppt wurden. Die globale Ausrichtung unserer Geschichten  passt zum Logo von Norderstedt lernt e.V., das die Erdkugel zeigt.

Als gegen 17.00 Uhr das Halali zum Ende der Veranstaltung geblasen wurde, lud der Geschäftsführer von Norderstedt lernt, Herr Bostelmann, die Standbetreiber zu einem kleinen Abtrunk bei einem Gläschen Saft oder Sekt ein und bedankte sich in einer kurzen Ansprache für die Teilnahme und gute Durchführung des Festes. Für die Erinnerungswerkstatt interessierte er sich besonders und schlug zur Verbreitung der Geschichten u.a. vor:

Die Teilnehmer gingen mit dem Gefühl nach Hause, an einer gelungenen Veranstaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern Nutzen mit Freude bringt,  aktiv mitgewirkt zu haben. Ich meine, Bildung soll zwar ernsthaft, aber nicht immer nur mit tiefem Ernst, sondern auch mit einem bisschen Spaß betrieben werden.

Günter Matiba