Lexikon der alten Wörter und Begriffe (Archaismen)

C: von Cafetier bis Cutaway

Veraltete Bezeichnung für einen Besitzer eines Cafés.

PressstempelkanneEine Pressstempelkanne nannte man früher Cafetière.

Camera obscuraDie Camera obscura (lat. camera Zimmer, Gewölbe; obscura dunkel) ist die Urform der fotografischen Kamera. Sie besteht aus einem innen geschwärzten Kasten, in den durch ein kleines Loch Licht auf die gegenüberliegende transparente Rückwand (Mattscheibe) trifft. In dem Loch kann eine Sammellinse angebracht sein.

Schwerfallende Entscheidung, sich zu entschuldigen, ursprünglich der Zug Heinrichs IV. von Speyer nach Canossa zu Papst Gregor VII. im Januar 1077, der den Zweck hatte, die Lösung seiner Person vom Kirchenbann zu erbitten.

Veraltet für einen tragbaren Stuhl, Sessel, eine Sänfte, oder auch, veraltet, für eine leicht gebaute, zweisitzige Kutsche mit beweglichem halbem Verdeck. Funkenchaise ist die regionale Bezeichnung für die Straßenbahn, Kinderchaise für einen Kinderwagen.

ChaiselongueDie Chaiselongue (frz. chaise longue langer Stuhl) ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung für ein niedriges, gepolstertes kombiniertes Sitz- und Liegemöbel für eine Person. Es erinnert stark an das antike Triclinium. Der Fachbegriff lautet moderne Chaiselongue. Merkmale dieses Ruhe- oder Tagebettes, das dem kurzen Mittagsschlaf, gelegentlich auch als Gästebett dient, sind ein erhöhtes Kopfende und ein einheitlicher Bezug, der, abgesehen von den Stützen, sämtliche Konstruktionsteile bedeckt.

Chapeau! [ʃaˈpoː] ist ein auch im deutschen Sprachkreis verwendeter Ausruf der Anerkennung. Er stammt aus der französischen Sprache und ist eine Interjektion (deutsch: Empfindungswörter, Ausrufewörter).
Chapeau bedeutet in der wörtlichen französisch-deutschen Übersetzung Hut. Als Chapeau! wird der Ausdruck vor allem im familiären oder sportlichen Bereich im Sinne von Hut ab!, Ich ziehe meinen Hut vor Dir, Alle Achtung!, Bravo verwendet.

Der Klappzylinder oder Chapeau Claque (frz. chapeau = Hut, claque = Klaps) (auch Faltzylinder) ist ein klassischer zylinderförmiger Hut, der zusammengeklappt werden kann.

S"Chassen" (v. franz. chasser), Schassen. ^[= (franz.), fortjagen; beim Fechten, über die Mensur zurücktreiben. In der heutigen Bedeutung jemand schimpflich davonjagen, aus dem Amt, seiner Funktion treiben, zu entlassen.

S"chassieren" (franz.), beim Tanz mit kurzen, gleitenden Schritten ohne Drehung geradeaus sich in gerader Linie tanzend fortbewegen.

(franz. Lehnswort für: Fahrer) ist ein persönlicher Fahrer. Mit dem Einsatz von Pkw steht er in der Nachfolge des Kutschers. Im engeren Sinne meint man damit den Fahrer, der im Auftrag einer Person, eines Unternehmens oder einer Dienststelle für die Beförderung von Personen in einem Arbeitsverhältnis steht.

Chauvinismus [ʃovi'nɪsmʊs] ist der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe. Chauvinismus im ursprünglichen Sinn ist ein häufig aggressiver Nationalismus, bei dem sich Angehörige einer Nation aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu dieser gegenüber Menschen anderer Nationen überlegen fühlen und sie abwerten.
Das Wort leitet sich vom Namen des legendären, übertrieben patriotischen Rekruten Nicolas Chauvin her, der in der Armee von Napoléon Bonaparte gedient hatte und 17-mal verwundet worden sein soll. Sein übersteigerter Idealismus wurde in der Figur Nicolas Chauvin im französischen Lustspiel La Cocarde tricolore (1831, Paris) der Brüder Cogniard verewigt und in zahlreichen Vaudevilles karikiert, wodurch der Begriff des Chauvinismus geboren wurde.

Geheimtext (auch Chiffrat, Chiffre, Chiffretext, Ciphertext, Kryptogramm, Kryptotext oder Schlüsseltext) wird in der Kryptographie ein Text genannt, der durch Verschlüsselung mithilfe eines kryptographischen Verfahrens (per Hand oder maschinell) und unter Verwendung eines Schlüssels derart verändert wurde, dass es ohne weiteres nicht mehr möglich ist, seinen Inhalt zu verstehen. Mithilfe des geheimen Schlüssels kann der Geheimtext wieder in den ursprünglichen Klartext zurückgewandelt werden (Bild). Dies nennt man Entschlüsselung. Gelingt es einem unbefugten Angreifer ohne Kenntnis des Schlüssels, dem Geheimtext den ursprünglichen Klartext abzuringen, also den Geheimtext zu brechen, so nennt man es Entzifferung.

Veraltet: Bezeichnung für die Apfelsine oder Orange.
Bevor sie sich durchsetzte, sprach man vom Chinaapfel, der sogar bei Theodor Storm noch zu finden ist. Daneben begegnete man auch der Bezeichnung Chineseräpfel, zum Beispiel in einer 1681 in Erfurt gedruckten Schrift, Der Neue Herder. In 2 Bänden. Herder Verlag, Freiburg 1949, Band 1, Spalte 604, Artikel Chinaapfel mit Verweis auf den Artikel Apfelsine

Leuchtbomben, die von Flugzeugen im 2. Weltkrieg über den Städten abgeworfen wurden, um Bombenziele zu markieren.
Die britische Luftwaffe flog ihre Angriffe häufig bei Nacht, da dann die Abschussrate durch Flak und Jäger geringer war, jedoch wurde auch die eigene Treffgenauigkeit eingeschränkt, da in sämtlichen Städten und Ortschaften strikte Verdunkelung vorgeschrieben war. Personen, die ihre Fenster nicht lichtsicher machten, wurden bei der Gestapo als Vaterlandsverräter angezeigt und oft verurteilt, deshalb gab es kaum jemanden, der sich der Verdunklung widersetzte. Um das Ziel dennoch orten zu können, wurden am Anfang des Bombardements Leuchtbomben, sogenannte Christbäume, abgeworfen, um die Ziele für die nachfolgenden Bomber zu markieren. (Siehe auch Weihnachtsbäume)

Chuzpe, auch Chutzpe (aus dem jiddischen [chùtzpe] von hebräisch [chuzpá] für Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.
Im Hebräischen enthält der Begriff eine negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen von Höflichkeit oder Anstand aus egoistischen Motiven überschreitet. Im Jiddischen und in den meisten europäischen Sprachen schwingt Anerkennung für eine Form sozialer Unerschrockenheit mit. Hier spricht man insbesondere von Chuzpe, wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht.Quelle: Wikipadia.org

Der Name Coiffeur stammt aus der Schweiz. In Deutschland verband sich der Begriff Coiffeur früher mit einem elitären Anspruch, den Friseure erfüllen mussten. Coiffeur durften sich nur bestimmte Frisöre nennen.Quelle: Der kleine Herder

Collaborator, lat., Mitarbeiter, in einigen deutschen Ländern Titel eines Lehrers an den unteren Gymnasialklassen.Quelle: Siehe Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 159

Kommis, auch Commis, ([kɔˈmiː], von frz. commis = Gehilfe) ist eine veraltete Bezeichnung für einen Kontoristen, Handlungsgehilfen oder kaufmännischen Angestellten.Quelle: Wikipedia.de

Der Zusatz Compagnie, heutzutage fast immer Co. oder Cie. abgekürzt, dient in Firmen dem Hinweis, dass es neben der im Firmennamen genannten Person noch weitere Gesellschafter gibt. Otto Müller & Co. bedeutet zum Beispiel, dass Otto Müller nicht alleiniger Unternehmensinhaber ist.

Ein Comptoir (von französisch comptoir Zahltisch, im Postdeutsch auch comtoir) war im Mittelalter eine Niederlassung von hansischen Kaufleuten im Ausland und ist eine veraltete Bezeichnung für Büro sowie die Zweigstellen von Banken.

Contor, oder Kontor ist der veraltete Begriff für ein Büro, oder Zweigstelle.
Der Begriff Kontor wird erst seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Vorher wurde von Haus oder Hof gesprochen. So heißt beispielsweise das Kontor in Nowgorod Peterhof.

Im Feudalismus bezeichnete Corvée die unbezahlte Arbeit, die Lehnsnehmer - ob frei oder unfrei - für ihren Lehnsherren leisten mussten; also jegliche erzwungene, insbesondere vom Staat eingeforderte, Arbeit.

Ich wollte zwar keinen Cowboy als Mann, aber die alten Westernfilme habe ich früher gerne gesehen. Es gewann am Ende immer das Gute, - in Gestalt eines weißen Mannes von geringem Wortschatz, der ohne viel nachzudenken draufschlug, um sein Verständnis von Recht und Ordnung durchzusetzen. Warum sehe ich John Wayne jetzt immer mit einem orangefarbenen Toupet?Vorschlag eingesandt von Margot Bintig, 1.8.2017

Der Cutaway, auch Cut (Aussprache: [kœt], auch [kat]), ist ein in England aus dem Gehrock entwickeltes Kleidungsstück für Herren, das in seiner heutigen Form um 1900 festgelegt wurde. Die Ursprünge gehen jedoch auf die Zeit nach 1850 zurück.
Ein Cutaway (englisch weggeschnitten) ist ein am Korpus einer Gitarre am Ansatz des Gitarrenhalses befindlicher Ausschnitt, damit die Greifhand auch die hohen Lagen des Griffbretts problemlos erreichen kann. Cutaways finden sich hauptsächlich bei E-Gitarren und E-Bässen, sind aber auch bei einigen halbakustischen Gitarren, Western-Gitarren und gelegentlich bei Rockabilly-Kontrabässen vorzufinden. Konzertgitarren sind eher selten (hauptsächlich bei integriertem Tonabnehmer) mit Cutaways versehen.