Lexikon der alten Wörter und Begriffe (Archaismen)

W: von Waffeleisen bis wurmstichig

Ein Waffeleisen ist ein Küchengerät, mit dem man Waffeln, Oblaten, Hippen und ähnliches Gebäck herstellen kann. Weitere Bezeichnungen sind Hörncheneisen, Klemmeisen und (Eiser-)Kucheneisen. Bei Hostieneisen zur Herstellung von Hostien handelt es sich ebenfalls um Waffeleisen. Heute gibt es die elektrisch beheizbare Form zum Backen von Waffeln. Jetzt auch Bezeichnung für künstliche Zähne, Zahnersatz.

Wahrschau am Mittelrhein bezeichnet das Lotsen des Schiffsverkehrs durch das Mittelrheintal mit Hilfe von Lichtsignalanlagen. Dieser Abschnitt des Rheins ist besonders durch seine engen Kurven und Untiefen für Schiffe sehr gefährlich. Wahrschauen bedeutet in der See- und Binnenschifffahrt Achtung oder Vorsicht gebieten.

Im Volksglauben koboldartiger Wald- oder Naturgeist; teils neckend, teils hilfreich. Ugs. auch für ältlichen Eigenbrödler.

Walenki sind traditionelle russische Winterstiefel aus Filz. Der Name Walenki bedeutet wörtlich übersetzt hergestellt durch Filzen. Sie bestehen ausschließlich aus Filz und sind deshalb nicht wasserdicht, sie verfügen über keine Sohle oder Profil. Deshalb werden sie oft mit Galoschen getragen.
Lesen Sie dazu: über meine Mädchenschule und Kindheit im Vorkriegs-MoskauQuelle: de.wikipedia.org/wiki/Walenki

Die Wamme bezeichnet eine bei manchen Tieren von der Kehle bis zur Brust oder dem Bauch herabhängende Hautfalte mit reichlich Fettgewebe. Je nach Tierart werden unterschiedliche Erscheinungsformen als Wamme bezeichnet.

Der Reichsgau Wartheland (polnisch Okręg Rzeszy Kraj Warty) oder verkürzt Warthegau (polnisch Okręg Warcki) bestand im Verband des Deutschen Reiches von 1939 bis 1945. Grundlage für die Zugehörigkeit des vormals polnischen Territoriums zum Reich war eine völkerrechts­widrige Annexion durch die Reichsregierung. Seinen Namen hatte das Gebiet von der Warthe, die es vom Südosten zum Nordwesten durchfloss. Flächenmäßig umfasste der Reichsgau Wartheland im Wesentlichen die Landschaft Großpolen. Bei einer Einwohnerzahl von 4,5 Millionen (darunter 327.000 Deutsche) betrug die Fläche des Reichsgaus 45.000 km².

Die freiwilligen Aufsichtsbeamten für den Warthegau, die dort von 1939 bis 1945 wie die Maden im Speck lebten, wurden von der Bevölkerung Wartheklauer genannt. [Siehe Flucht 1945, Erinnerung an Schwerin/Warthe von Rudolf Werner]

ein Hilfsmittel zum Waschen von Kleidungsstücken bei der Handwäsche. Besonders vor der Erfindung der Waschmaschine war es sehr verbreitet.

zum Wäschewaschen bestimmter, eingerichteter Raum, immer voller Wrasen (nordd.: Dampf, dichter Dunst ), Umschreibung für Nebel.

Der Wasenmeister, des -s, plur. ut nom. sing. im Oberdeutschen eine anständige Benennung des Abdeckers und in weiterm Verstande auch wohl des Scharfrichters. Entweder weil er gemeiniglich außer den Städten auf dem Wasen wohnet, oder doch sein Amt als Abdecker auf dem Wasen oder Rasen verrichtet. Im Oberdeutschen wird daher auch wohl die Abdeckerey oder Scharfrichterey nur schlechthin der Wasen genannt.Siehe Wörterbuch der Gebrüder Grimm

Wasserglas ist eine in Wasser auflösliche Verbindung von Kieselerde und Kali, besonders deshalb wichtig, weil durch Ueberziehen damit Stoffe vor Feuer gesichert werden können. Zu Versuchen im Kleinen kann man es dadurch bereiten, daß man 100 Theile Theile Ouarzpulver und 60 Theile halb raffinirten Weinstein zusammenschmilzt, und das erhaltene Glas pulvert. Fuchs (in Kastner' s Archiv V., S. 385) lehrt es in flüssiger Form, in der es allein angewandt wird, durch folgendes Verfahren praktisch für Anwendungen im Großen darstellen: 10 Theile von Digestivsalz freie Pottasche und 15 Theile Quarz, welcher keine sehr merkliche Menge von Kalk und Thonerde enthalten darf, weil durch diese ein Theil des Glases unauflöslich gemacht wird, werden mit einem Theile Kohle (bestimmt, die Kohlensäure der Pottasche als Kohlenstoffoxydgas zu entfernen) gut gemengt und dann bei starkem Feuer in einem feuerfesten Tiegel oder Hafen so lange geschmolzen, bis sie sich zu einer homogenen Masse vereinigt haben. Diese wird mit eisernen Löffeln ausgeschöpft, und stellt erkaltet das rohe Wasserglas dar, welches gewöhnlich blasig, so hart wie gemeines Glas, graulichschwarz, nur an den Kanten mehr oder minddr durchscheinend ist, und an der Luft sich langsam mit Feuchtigkeit, doch ohne Veränderung seiner Form, durchdringt. Mit diesem Glase wird das flüssige Wasserglas bereitet, indem man es im Wasser auflöst. Dazu muß es vorher gepocht werden, denn sonst würde die Auflösung nur äußerst langsam von Statten gehen. Auf 1 Theil Glaspulver werden ungefähr 4 bis 5 Theile Wasser genommen. Das Wasser wird zuerst in einem Kessel zum Sieden gebracht, und dann das Glas allmälig eingetragen, wobei man beständig umrühen muß, weil es sich sonst sehr fest an den Boden anlegen würde. Das Sieden muß ununterbrochen 3 bis 4 Stunden lang fortgesetzt werden, bis sich nichts mehr auflöst und die Flüssigkeit den gehörigen Grad von Concentration erreicht hat. Denn wird, während die Auflösung sich noch in verdünntem Zustande befindet, das Sieden unterbrochen und der Luft Zutritt gestattet, so zieht das Kali daraus Kohlensäure an, welche eine sehr nachtheilige Wirkung auf die Glasauflösung ausübt. Aus diesem Grunde ist es auch nicht gut, wenn man zum Auflösen eine zu große Menge Wasser nimmt, weil nämlich bei dem lange fortzusetzenden Sieden die Kohlensäure leicht Gelegenheit bekommen kann, auf die verdünnte Flüssigkeit einzuwirken, wodurch kohlensaures Kali erzeugt und etwas Kieselerde gefällt wird. Wird die Flüssigkeit, bevor noch alles Auflösliche aufgelöst ist, zu dick, so muß ihr heißes Wasser zugesetzt werden. Wenn die Auflösung die Consistenz eines dünnen Syrups und ein spec. Gewicht von 1,24 oder 1,25 erreicht hat, so ist sie gehörig concentrirt und zum Gebrauche fertig.Quelle: Oeconomische Encyclopädie

Die Wasserscheide ist der Grenzverlauf für das abfließende Wasser zwischen zwei benachbarten Einzugsgebieten.

WasserspeierWasserspeier sind architektonische Elemente – zumeist Rohre oder Rinnen – zur Wasserableitung an den Traufrinnen der Dächer. In ihrer einfachen Form werden sie auch Ablaufrinne, Abtraufe oder Ansetztraufe genannt. Durch Wasserspeier schießt das gesammelte Regenwasser der Traufen in einem Bogen vom Gebäude weg und wird so daran gehindert, in das Mauerwerk und das Fundament einzudringen. Häufig sind sie figürlich gebildet und stellen – meist phantastische – Tierformen dar. Die französische Bezeichnung für Wasserspeier ist gargouille, ins Englische als gargoyle übernommen, verwandt mit dem deutschen gurgeln.

(abwertend): wässrige Suppe, die kaum Nährwert hat: auch bewusst eingesetzt, um zu Vernichten - Vernichtung durch Arbeit.

NummernschalterDer Nummernschalter dient bei Telefonen zum Wählen einer Rufnummer nach dem Impulswahlverfahren. Sichtbares Bedienelement des Nummernschalters ist die Wählscheibe, eine kreisförmig angeordnete Zahlenskala am Telefonapparat zum Steuern der Wähl- und Vermittlungseinrichten, um eine Fernsprechverbindung aufzubauen. (amtliche Bezeichnung Fingerlochscheibe). Quelle: Wikipedia

Währungsreform bezeichnet eine änderung von Merkmalen einer Währung. In der Regel ändert sich mit einer Währungsreform der Name der Währung, speziell in Deutschland 1948 von ReichsMark auf DeutscheMark.

Deckelglas mit Gummiring zum Einkochen (einwecken) von Obst etc.

Mit Welle wurde ein Volumenmaß in der Holzwirtschaft bezeichnet. Das Maß war dem Reisigholz vorbehalten. Die Abgabe erfolgte schockweise. Bei dem Bund handelte es um Holzmengen von bestimmten Umfang und Länge. Das Reisigholz war nichtspaltbares Holz und das billigste Brennholz. In den Forsten klassifizierte man dieses Holz nach der Stammstärke in bis zu fünf Gruppen. Das gewählte Maß, auch die maßfreie Abgabe, musste im Forst gleich sein.
1 Welle = 3 Fuß Umfang und variable Länge von 5 ½ bis 6 Fuß

auch Schleifstein, feingranulierte Steine - meist Lava- oder Basaltgestein- wurden zum Schleifen von Rasiermessern genutzt.

Leuchtbomben, die von Flugzeugen im 2. Weltkrieg über den Städten abgeworfen wurden, um Bombenziele zu markieren.
Die britische Luftwaffe flog ihre Angriffe häufig bei Nacht, da dann die Abschussrate durch Flak und Jäger geringer war, jedoch wurde auch die eigene Treffgenauigkeit eingeschränkt, da in sämtlichen Städten und Ortschaften strikte Verdunkelung vorgeschrieben war. Personen, die ihre Fenster nicht lichtsicher machten, wurden bei der Gestapo als Vaterlandsverräter angezeigt und oft verurteilt, deshalb gab es kaum jemanden, der sich der Verdunklung widersetzte. Um das Ziel dennoch orten zu können, wurden am Anfang des Bombardements Leuchtbomben, sogenannte Weihnachtsbäume, abgeworfen, um die Ziele für die nachfolgenden Bomber zu markieren. (Siehe auch Christbäume)

Um 1535 schafft der Reformator Martin Luther die Kinderbescherung am Nikolausabend durch den hl. Nikolaus ab. Seither werden die Geschenke von Christkind, bzw. Weihnachtsmann gebracht.

Welsche oder Walsche ist vermutlich ursprünglich die germanische Bezeichnung für Römer und (romanisierte) Kelten (vgl. englisch Welsh für walisisch). In der deutschen Sprache werden heute unter Welschen als Exonym jeweils die am nächsten wohnenden romanischen Völker bezeichnet, und Varianten dieser Bezeichnung sind in ganz Europa zu finden. Der Ausdruck Welschland wurde früher unter anderem für Italien und Frankreich verwendet, heute hauptsächlich in der Schweiz für die Romandie (auch Welschschweiz); in Tirol und Südtirol bezieht sich die Walschen auch heute noch auf die Italiener. Der entsprechende germanische Gegenbegriff für im Osten siedelnde Nachbarn war Wenden (u. ä.). Daneben ist das Wort als Bestandteil in zahlreichen Orts-, Flur- und Familiennamen enthalten.

heißt der bitteren Beifuß, eine Pflanze, die u.a. zur Herstellung des Getränks (Vermouth) benötigt wird, auch Wermutkraut.

Westgeld ist ein umgangssprachlicher Begriff aus der DDR (DDR-Sprache). Im engeren und meist gebrauchten Sinne wurde damit die D-Mark bezeichnet.

Der Westwall (bei den Alliierten auch unter dem Namen Siegfried-Linie bekannt) ist ein über ca. 630 km verteiltes Verteidigungssystem.

auf Dächern od. Türmen befindlicher metallener Gegenstand in Form einer Fahne oder einer Blechfigur (oft ein Hahn) zum Anzeigen der Windrichtung.

WetterlampeGrubenlampe, deren Flamme durch einen Drahtkorb geschützt wird. Methangas (schlagende Wetter) konnte sich innerhalb des feinmaschigen Drahtkorbes nicht mehr entzünden, weil die gute Wärmeleitung des Metalls die Temperatur des brennenden Gases schnell unter die Zündtemperatur senkte.
Dieses Prinzip hatte einen wichtigen Nebeneffekt: Das mit der Luft eindringende Methangas wird innerhalb des Geflechts durch die höhere Temperatur entzündet. Dadurch kommt es zu einer charakteristischen bläulichen Aureole, einem blauen Hütchen auf der Flamme, anhand dessen Höhe der Bergmann den Methangehalt der Wetter abschätzen kann. Bei Sonderausführungen der Lampe trägt der Glaszylinder Markierungsringe mit %-Methan-Angabe. Die Aureolenbildung stellt für den Bergmann eine eindrückliche Warnung vor dem brennbaren und hochexplosiven Gas dar.

WickelkindMit Wickeln, auch Fatschen (oder Faschen, von lat. fascis ,Bündel') bezeichnet man eine jahrtausendealte Praxis der Säuglingspflege. Dabei wird das Baby fest mit Stoffbinden umwickelt, so dass es sich nicht mehr bewegen kann. Es wird dann als Wickelkind bezeichnet. Dieses stramme Einbinden nennt man im Englischen tight swaddling – also strammes Wickeln – oder swathing. Im Deutschen bürgert sich derzeit die Bezeichnung Pucken für diese Praxis ein, wobei meistens stark modifizierte Versionen der ursprünglichen Methode gemeint sind. Traditionell wurde das Kind mehrere Monate lang eingewickelt, auch eine Dauer von etwa einem Jahr kam vor. Die heutigen Einstellungen und Bewertungen dieser Pflegepraxis sind äußerst unterschiedlich, insbesondere bezogen auf die Anwendung des Wickelns bei normalentwickelten Babys. In der Ratgeberliteratur wird Wickeln verschiedentlich zur Beruhigung des Babys empfohlen, während der Kindheitshistoriker Lloyd deMause es als extrem schädlich für die emotionale Entwicklung des Kindes einschätzt. Ein Standardwerk zur Diagnostik und Therapie von Regulationsstörungen bei Säuglingen erwähnt die Maßnahme Wickeln nicht.

Heute wird der Begrifff Recycling verwendet. Der Begriff Recycling ist etwa definiert als jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Gesetzlich wird erst von Recycling gesprochen, wenn der Rohstoff zuvor als Abfall einzustufen war; andernfalls handelt es sich um Wiederverwendung.
Siehe auch: Wiederverwertung, oder Die Geschichte einer Truhe.

Der Ausdruck wienern entstammt ursprünglich der Soldatensprache Ende des 19. Jahrhunderts. Er bedeutet weißes Lederzeug mit Wiener Kalk (Schlämmkreide: gebrannter, sandfreier, tonhaltiger Kalk) einzufärben und zu reinigen. In die Umgangssprache übernommen, hat der Begriff eine Bedeutungserweiterung erfahren – es bedeutet heute blank putzen oder gut sauber machen. Auch können wir heute jemandem eine wienern, was umgangssprachlich für eine Ohrfeige geben steht.

(veraltet Wildbrät, regional auch Wildbrett oder Wildpret) ist das Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen.

Kaiser WilhelmDer Begriff Wilhelminismus bezieht sich auf die Wilhelminische Zeit beziehungsweise die Wilhelminische Epoche (1890–1914) und bezeichnet die dreißigjährige Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. zwischen 1888 und 1918 im Deutschen Kaiserreich. Die Epoche ist von typischen Merkmalen und Erscheinungen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Kunst gekennzeichnet. Als Beginn dieser Periode gilt die Entlassung Otto von Bismarcks als Reichskanzler 1890, zwei Jahre nachdem Wilhelm II. Deutscher Kaiser geworden war. Das Ende des Wilhelminismus ging mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Abdankung des Kaisers einher.

Hinter dem Eingang kann ein Windfang unerwünschten Durchzug verhindern. Oft führt diese Lösung aber zu beengten Raumverhältnissen im Flur.

die Darstellung erinnert entfernt an eine Rosenblüte]: (bes. auf einem Kompass).

(Rechtskonsulent) ist ursprünglich eine Bezeichung für solche Personen, die sich, ohne Rechtsanwälte zu sein, berufsmäßig damit befassen, die Rechtsangelegenheiten gegen Entgelt für andere zu erledigen.

Briefmarken(nationalsoz.): Hilfswerk zur Beschaffung von Kleidung, Heizmaterial u. Nahrungsmitteln für Bedürftige im Winter.

Wirtschaftswunder ist ein Schlagwort zur Beschreibung des unerwartet schnellen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch in Österreich wird der rasante wirtschaftliche Aufschwung ab den 1950er Jahren als Wirtschaftswunder bezeichnet. Das Wirtschaftswunder verlieh den Deutschen und Österreichern nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges und dem Elend der unmittelbaren Nachkriegszeit ein neues Selbstbewusstsein. Tatsächlich handelte es sich bei dem starken Wirtschaftswachstum der 1950er und 1960er Jahre um ein gesamteuropäisches Phänomen (Nachkriegsboom). Die Volkswirtschaftslehre nennt dafür mehrere, teilweise umstrittene Gründe. Beispielsweise wäre das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gar kein Wunder im eigentlichen Sinne, sondern ein natürlicher Anpassungsprozess, der durch das Solow-Modell vorhergesagt wird.
Den Begriff deutsches Wirtschaftswunder gab es jedoch schon vor den 50er Jahren, auch außerhalb Deutschlands. Er wurde in Zusammenhang mit der Senkung der Arbeitslosigkeit in den 1930ern gebraucht, die damals auf Grund einer massiven Erhöhung der Staatsschulden erreicht wurde.

beliebt; gern gesehen - Beispiel: In Frankreich war Foerster wohlgelitten und man ernannte ihn zum französischen Staatsbürger.

[nach griech. nephelokokkygía = von Vögeln in der Luft gebaute Stadt in der Komödie … bezeichnet ein Hirngespinst, ein Luftschloss.

Wolpertingerist ein (ur)bayerisches Fabelwesen. Er wurde schon mehrfach gesichtet, unter anderem von Gaius Julius Caesar, der ihn im VI. Buch (Kriegsjahr 53) des De Bello Gallico erwähnt.

Beim Worfeln werden die gedroschenen ähren mit flachen Korbschalen in die Luft geworfen. Das Verhältnis von Luftwiderstand zu Schwerkraft ist für die Getreidekörner erheblich kleiner als für die Spelzen und die Spreu. Seitlich wehender Wind trägt daher Spreu und Spelzen davon und nur das Korn fällt zurück auf den Korb. Das Verfahren ist so alt wie der Getreideanbau. Bei der neolithischen Praxis wurden Worfelschaufeln und -siebe eingesetzt.
Im Buch Jesus Sirach 5,9 heißt es: Worfle nicht bei jedem Wind …, denn bei zu schwachem Wind findet keine Trennung statt und bei zu starkem Wind werden auch die Körner verblasen.

Wrasen ist im Allgemeinen der Fachbegriff für in der Luft zu Nebel auskondensierenden und damit sichtbar werdenden Wasserdampf. Auch das Wort Schwaden oder Brüden wird in diesem Sinne verwendet. Im Speziellen wird er auch für Koch- oder Backdunst verwendet, der neben Wasserdampf auch Fette enthält. Quelle: Wikipedia.org

Im Volksmund auch Bruken - Steckrüben. Ostpreußische Redensart: Bruken sind gut schlucken, wenn sie im Fett hucken. - Ausruf der Marktfrauen: Madam'che, wenn Se Bruke bruke, bruke Se von miene Bruke! (Wenn Sie Wruken brauchen, brauchen Sie von meinen Wruken.) - Wruken nennen wir die verpönten Steckrüben der Kriegszeit. Man muß sie nur zu kochen verstehen - mit den nötigen Zutaten, versteht sich, dann leckt man die Finger danach.

Fünfzigerjahre-Jargon: Eine durch ihre Dimensionen und ihr selbstbewusstes Auftreten beeindruckende Frau wurde als Wuchbrumme bezeichnet.

in den Konfitürenläden, gab es kleine Tütchen aus Pergament, in denen Sammelbilder und kleine Süßigkeiten verpackt waren, sie kosteten nur wenig Geld, aber man wusste nicht, was drin war, das war eben das Spannende.

Als Wunderwaffe wird im allgemeinen Sprachgebrauch jegliche Art sogenannter Allheilmittel bezeichnet, die eine angeblich schnelle und wundersame Lösung eines komplexen Problems versprechen. In Heldensagen und Gedichten wird der Begriff Wunderwaffe für mythologische Schwerter wie Durendal, Excalibur, Gram, Nagelring und ähnliche Gegenstände verwendet.
Bereits im Ersten Weltkrieg betitelten deutsche Medien die Dicke Bertha (M-Gerät) als Wunderwaffe. Vergleichbar war das Paris-Geschütz.
Der Begriff Wunderwaffe wurde von der nationalsozialistischen Propaganda während des Zweiten Weltkrieges verwendet. Er bezeichnet eine Waffe, die einen unerwarteten, überraschenden Vorteil verschaffen sollte. Ebenso wichtig wie der waffentechnische Fortschritt ist dabei die Propagandawirkung. Im engeren Sinn sind die Erfindungen von Forschern des Deutschen Reichs während des Zweiten Weltkriegs gemeint, die die sich abzeichnende Niederlage Deutschlands verhindern sollten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde oft auch der Begriff Geheimwaffe oder Vergeltungswaffe verwendet. Die mit den Wunderwaffen verbundene übertriebene Propaganda wirkt sich bis in die Gegenwart aus. Diese Auffassungen gehören in den Bereich der modernen Sagen und der Verschwörungstheorien; sie finden als Deutung (tatsächlich und vermeintlich) unerklärlicher Phänomene und in rechtsextremistischen Überlegenheitsdiskursen Anwendung.

Gegen das Einfrieren eines Schiffes werden so genannte Wuhnen geschlagen, das sind spezielle Rinnen, die ins Eis geschlagen werden, damit das Schiff nicht vom Eis zerdrückt wird.

Ausdruck aus Ostpreußen für hart arbeiten. Das Wort ist in verschiedenen Formen im norddeutschen Raum weit verbreitet. Das Rheinische Wörterbuch gibt die Formen wulachen, wullacken für die Region von Neuss, Moers bis Essen an. In der Form wurachen, wuracken findet sich das Verb in Mecklenburg und die Form wurachen ist auch für Hamburg belegt. Das Rheinische Wörterbuch bringt die rheinischen Formen mit wühlen in Verbindung.

von Würmern befallen, madig, schadhaft, verwurmt, wurmig, wurmzerfressen; z.B. ein von Holzwürmern perforiertes, zerfressenes altes Möbelstück. Zitat: mit den alten wurmzerfressenen tischen und bänken (1854) Hebbel tageb. 4, 41