Lexikon der alten Wörter und Begriffe (Archaismen)

E: von Echer bis Exis

Auch Ecker; veraltete, nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die längliche runde Frucht des Eichbaumes. Heute bezeichnet als Eichel.


ehern: gehobenes Deutsch für aus Erz im Sinne von hart, ewig während; Oligarchie: griechisch für Herrschaft Weniger


Der Begriff der Ehrbarkeit ist im traditionellen Handwerk weit verbreitet, man spricht auch vom ehrbaren Handwerk, und dem ehrbaren Meister und Gesellen. Innerhalb der traditionellen Gesellenorganisationen wird alles, was zur offiziellen Ausstattung gehört, weitgehend mit dem Titel ehrbar bedacht. Die farblich zu unterscheidenden, typischen Schlipse der jeweiligen Schächte tragen sogar direkt den Titel Ehrbarkeit. Um sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter den vielen Vagabunden und Gaunern als ehrliche Wandergesellen zu erkennen zu geben, trugen diese die Krawatte als Zeichen der Rechtschaffenheit. Das große Bedürfnis, sich als ehrbar oder rechtschaffen darzustellen, entstammt der Notwendigkeit für den Handwerker, in der Öffentlichkeit als ehrbar wahrgenommen zu werden. Zum einen ist es bei der Arbeit oft notwendig, in den persönlichen Bereich des Kunden einzudringen. Zum anderen muss der Kunde dem Handwerker soweit vertrauen, dass er ihm den Auftrag erteilt und ihm anschließend die oft beträchtlichen Zahlungsbeträge aushändigt, unter Umständen, ohne die Ordnungsmäßigkeit der Arbeit bereits abschätzen zu können.
Heutzutage gibt es folgende verschiedenfarbige Ehrbarkeiten: Schwarz wird von den Rechtschaffenen Fremden getragen, blau von den Rolandsbrüdern, rot von den Fremden Freiheitsbrüdern und die graue von den Gesellen des freien Begegnungsschachts. Bei allen diesen Schächten ist gleich, dass in der Ehrbarkeit eine goldene Nadel mit dem Handwerkswappen des jeweiligen Berufsstandes steckt. Die freien Vogtländer Deutschlands tragen anstelle der Ehrbarkeit eine goldene Nadel mit dem FVD-Symbol in der kragenlosen Staude.Quelle:Wikipedia.de


Veraltete Bezeichnung für Schwiegersohn. Vgl. 1.Buch Mose, Kap.19.14 Da ging Lot hinaus / und redet mit seinem Eidam / die seine Töchter nehmen sollten / Machet euch auf…


Ausdruck für Arbeitslust, Beflissenheit, Dynamik, Eifrigkeit, Emsigkeit, Intensität, Tatendrang. Von althochdeutsch eibar → goh, auch eivar → goh scharf, bitter, widerwärtig, heftig im 8. Jahrhundert, entsteht um 1000 das Substantiv eiver → goh Bitteres, Erbitterung; das Substantiv Eifer erfährt im 15. Jahrhundert zunächst die Bedeutung Eifersucht und wird von Luther in der Bibelübersetzung für lateinisch zelus → la (altgriechisch ζῆλος (zēlos) → grc) in der Bedeutung "aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung" in die neuhochdeutsche Literatursprache eingeführt; die ursprüngliche Bedeutung Eifersucht tritt im 18. Jahrhundert zugunsten der heutigen Bedeutung zurück.


Eine von Fanatismus gekennzeichnete Person. Ein religiöser Eiferer ist ein Hassprediger gegen Andersgläubige, Andersdenkende.


Heute wird als Eigenbrötler ein Mensch bezeichnet, der als Außenseiter von der Gemeinschaft ausgegrenzt wird bzw. sich abgrenzt oder als Einzelgänger lebt.
Im Deutschen Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm wird der Eigenbrötler ohne nähere Erläuterung mit qui rem familiarem ipse curat (jemand, der sich selbst um seinen Hausstand kümmert) definiert.
In Süddeutschland des 16. und 17. Jahrhunderts wurde jemand als Eigenbrötler bezeichnet, der als Bewohner eines Hospitals sein eigenes Brot aß, also auf eigene Kosten dort untergebracht war. Er hatte in der Regel die bessere Unterkunft, oft auch eigene Möbel und eigene Verpflegung und hielt sich von den anderen Insassen, die meist auf Almosen angewiesen waren, fern.
Heute hört man die Bezeichnung, besonders in Süddeutschland, wieder für Leute, die ihr eigenes Brot backen, denn das kommt wieder in Mode. (Low-Food-Bewegung)


Mittelhochdeutsch: in(ge)denke. Eine Redewendung; einer Sache eingedenk sein (gehoben: sich an etwas erinnern und es beherzigen, sich etwas vor Augen halten: er war, blieb [dessen] stets eingedenk, dass er ohne Einfluss war).


Kartoffelkiste
Kartoffelkiste für den Wintervorrat
Einen Wintervorrat anlegen; z.B. wurden Kartoffeln frostfrei, luftig und kühl als Wintervorrat im Keller gelagert in einer sogenannten Kartoffelkiste. Auch Kohlen wurden eingekellert.


Mit Fangen oder Nachlauf, landschaftlich geprägt auch Barlaufen, Abklatschen, Ticken, Packen, Hasche, Abschlagen, Klatschen, Fangemanndel, Fangis, Fangi, Fängi, Fango, Fangsdi, Fangus, Fangsdl, Fangerles, Fängerles, Fangerlos, Greifen, Wupp, Einkriegezeck, Zeck und Kriegen, bezeichnet man ein simples Geländespiel, bei dem ein Fänger andere Mitspieler durch eine Berührung fassen muss. Zur Verdeutlichung wird dabei oft gerufen: Du bist! oder Ich hab dich! Infolgedessen wechseln Teilnehmer die Seiten, so wird der Fänger zum Gejagten und umgekehrt.


Bezeichnung für eine außerplanmäßige Straßenbahn, oder Bus.


Einsiedler (Mhd. einsideläre, einsam siedeln) ist der Sammelbegriff für Menschen, die mit ihrem Gedankengut oder ihrer Lebensweise sich selbstgewählt einsam etablieren, sei es geographisch, gesellschaftlich oder mental.Quelle:Wikipedia.de


Als Einspänner wird ein von einem Pferd gezogenes Fuhrwerk bezeichnet. Anstelle der Deichsel tritt beim Einspänner die Schere, die aus zwei Holmen, den sogenannten Anzen aus Holz oder Metall besteht. Sie dient dem Pferd zum Aufhalten (Bremsen) des Wagens.


Als Eintopf werden allgemein sättigende Suppen oft bäuerlichen Ursprungs bezeichnet, die als vollständige Mahlzeit dienen. Typische Hauptzutaten sind Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen, Gemüse wie Kohl, Steckrüben, Möhren oder Kartoffeln, auch Getreideprodukte wie Graupen, Brot oder Nudeln, in Wasser oder Brühe gegart. Hinzu kommen je nach Rezept und Möglichkeit zum Beispiel Lauch, Sellerie und Zwiebeln, Fleisch, Wurst oder Speck (diese häufig gepökelt oder geräuchert). Die unterschiedliche Garzeit der verschiedenen Zutaten wird bei der Zubereitung berücksichtigt.


Eintopfsonntag
Öffentliches Eintopfessen
Als Eintopfsonntag wurde in Deutschland ab dem 1. Oktober 1933 eine Propagandaaktion durch das NS-Regime als ein Zeichen der Solidarisierung mit der Volksgemeinschaft eingeführt. Zudem konnte die sogenannte Fettlücke, die nur durch devisenträchtige Importe ausgeglichen werden konnte, reduziert werden. Von Oktober bis März sollte einmal im Monat in allen deutschen Haushalten nur Eintopf gegessen werden. Die Differenz zwischen den Kosten für das sonst übliche Sonntagsessen und dem für Eintopf nötigen Aufwand, von oben generell mit 50 Pfennig veranschlagt, wurde von den von Tür zu Tür gehenden Blockwarten der NSDAP kassiert und kam dem kurz zuvor gegründeten Winterhilfswerk zugute. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung Eintopfsonntag abgeschafft. Stattdessen wurde der Begriff Opfersonntag eingeführt, der allein dem Winterhilfswerk vorbehalten war.
Lesen Sie auch: Der Eintopfsonntag von Helga Ramm


Die Elle ist eine Längenmaßeinheit außerhalb des Internationalen Einheitensystems. Sie gilt als eines der ältesten Naturmaße. Sie wurde ursprünglich von der Länge eines Unterarmes abgeleitet, misst aber meist mehr als der Abstand zwischen Ellbogen und Mittelfingerspitze eines ausgewachsenen Mannes. Im Heiligen Römischen Reich waren die Ellenmaße sehr verschieden. Die Einheit war besonders unter Schneidern verbreitet. Wegen der Einheit sagt man auch ellenlang, wenn man etwas lang findet. Noch heute werden die 50 cm oder 100 cm langen Maßstäbe im Schneiderhandwerk Schneiderelle genannt.Quelle: Wikipedia.org


Die Emser Depesche im eigentlichen Sinn ist das regierungsinterne Telegramm vom 13. Juli 1870, mit dem Heinrich Abeken den preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck in Berlin über die Vorgänge im Kurort Bad Ems unterrichtete. Dort stellte der französische Botschafter Vincent Benedetti weitgehende Forderungen an den König Wilhelm I. von Preußen, die den Verzicht der Hohenzollern auf die spanische Thronfolge betrafen. Der Inhalt der Depesche diente Bismarck als Grundlage für eine Pressemitteilung, die noch am selben Tag veröffentlicht wurde. Die französischen Übersetzungen erschienen tags darauf am französischen Nationalfeiertag. Die französische Öffentlichkeit reagierte, wie von Bismarck vorhergesehen, mit nationaler Empörung. In der Folge erklärte das Kaiserreich Frankreich am 19. Juli 1870 dem Königreich Preußen den Krieg, der zum Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde.Quelle: Wikipedia.org


Ein Engländer ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen verstellbaren Schraubenschlüssel. Die richtige Bezeichnung ist Rollgabelschlüssel.


(Aenke), in der Landwirtschaft einiger Gegenden, besonders Ober- und Niedersachsens, ein junger Knecht, der nur als ein halber Knecht dienet, und den Großknecht über sich hat, ein Pferdeknecht, Ackerknecht. Auf großen Höfen oder Gütern, hat man, bei sechs Ackerpferden, wo der Hof- oder Schirrmeister mit zwei Pferden arbeitet, dergleichen zwei, den Ober- oder Großenken, und den Unter- oder Klein-Enken, wozu noch der Mittelenke kommt, wenn man acht Pferde hat. Quelle: Oeconomische Encyclpädie


Die kleine Wasserlinse (Lemna minor) ist eine der zahlreichen Arten aus der Gattung Wasserlinsen (Lemna).Quelle: Wikipedia.de


Die Entente cordiale (französisch für herzliches Einverständnis) ist ein am 8. April 1904 zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich geschlossenes Abkommen. Ziel des Abkommens war eine Lösung des Interessenkonflikts beider Länder in den Kolonien Afrikas (Wettlauf um Afrika). 1907 entwickelte sich die Entente cordiale durch Beitritt Russlands zur Triple Entente, die eine der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg verkörperte.Quelle: Wikipedia.de


Arisierung oder Entjudung nannten die Nationalsozialisten die Verdrängung von Juden und jüdischen Mischlingen aus Handel, Gewerbe, Wohnungen, Häusern und Wissenschaft im Sinne der Nürnberger Gesetze. Sie fand von 1933 bis 1945 im Deutschen Reich sowie angeschlossenen und besetzten Ländern statt und wird heute in der Regel als Raub eingeordnet. Meist wurde sie zwar in Form als formell ordnungsgemäßer Verkauf inszeniert, dieser geschah jedoch unter erheblichen faktischen und/oder behördlichen Zwängen, sodass der Verkäufer nur selten einen angemessenen Preis erzielen konnte. Dadurch erzielten einzelne Personen erhebliche Gewinne. Quelle: Wikipedia.org


Als Entnazifizierung wird die ab Juli 1945 umgesetzte Politik der Vier Mächte bezeichnet, die darauf abzielte, die deutsche und österreichische Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik von allen Einflüssen des Nationalsozialismus zu befreien. Eine wesentliche Grundlage für die Entnazifizierung war das im August 1945 abgeschlossene Potsdamer Abkommen. Die Zielsetzung der Entnazifizierung sollte durch ein Maßnahmenbündel erreicht werden, das unter anderem aus einer umfassenden Demokratisierung und Entmilitarisierung bestand. Auch zur Entnazifizierung zählte die Verfolgung von Verbrechen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft begangen wurden. Neben einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung wurden die betreffenden Personen gemäß dem Kontrollratsgesetz Nr. 104 zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 in fünf Kategorien eingeteilt: Hauptschuldige (Kriegsverbrecher) Belastete (Aktivisten, Militaristen und Nutznießer) Minderbelastete Mitläufer Entlastete. Für Deutschland verabschiedete der Alliierte Kontrollrat in Berlin ab Januar 1946 eine Vielzahl an Entnazifizierungsdirektiven, mittels derer man bestimmte Personengruppen definierte und anschließend einer gerichtlichen Untersuchung zuführte.


Epik (griechisch επική [ποίησις] zum Epos gehörende Dichtung), auch erzählende Literatur genannt, ist neben Dramatik und Lyrik eine der drei großen Gattungen der Literatur und umfasst erzählende Literatur in Vers- oder Prosaform.Quelle: Wikipedia.de


Etepetete sein ist eine alte Redewendung, die sowohl im nördlichen Teil des deutschen Sprachraumes als auch im Wienerischen bekannt ist und umgangssprachlich eine Person beschreibt, die sich in der Öffentlichkeit geziert und pingelig aufführt. Aus dem Niederdeutschen ist das ähnliche Wort etjerpotetjer überliefert. Die Redewendung ist seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt und fand Eingang in den Straßenjargon der Berliner Mittelschicht. Sie entspringt wahrscheinlich dem französischen Spruch être, peut-être, was übersetzt eigentlich kann sein, vielleicht heißt und sinnbildlich im Zweifel sein bzw., mehr scheinen als sein bedeutet.Quelle: Wikipedia.de


Der Ausdruck Equipage bezeichnet die Ausstattung und Aufmachung eines Gespannes (Kutsche) als Ganzes. Diese umfasst neben dem verwendeten Wagentyp und seiner Ausstattung selbst auch die Kleidung (Livree) des Fahrers und der Diener und die Anzahl, Anspannung, Ausstattung und Rasse der Pferde.Quelle: Wikipedia.de


Ein Eremit (altgriechisch eremites, erēmos, das Wüste und unbewohnt bedeutet, daher Wüsteneinwohner, deutsch auch Einsiedler) ist ein Mensch, der mehr oder weniger abgeschieden von der übrigen Gesellschaft lebt.


Mischkaffeesorte mit einem hohem Ersatzkaffeeanteil. Er wurde während der Kaffee-Kriese in der DDR (1977) auf den Markt gebracht. Die Verknappung von Kaffe führte in der DDR zu heftigen Protesten und Unruhen.


Adelstitelzusatz (Euer, Ihr, Sein/e …) Erlaucht ist die förmliche Anrede für die Häupter mediatisierter reichsgräflicher Geschlechter.
Seit dem Mittelalter wurden souveräne Fürsten, vor allem Monarchen, in brieflichen Anschreiben und Urkunden als erlaucht (adjektivisch) bezeichnet. Als mit Beginn der Neuzeit auch das Titelwesen mehr und mehr rationalisiert wurde, kam dagegen die Form Durchlaucht, auch in superlativischer Form (durchlauchtigst), in Mode, während erlaucht aus dem offiziellen Sprachgebrauch gegenüber Monarchen, Herzögen und Fürsten sukzessive verschwand. Das Wort Erlaucht wird, wie Durchlaucht, auf der ersten Silbe betont.Quelle:Wikipadia.de


Der heutige August, hieß früher auch Ernting, Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmond, Erntemond, Getreidemond.
Es ist fast unbekannt, dass unsere heute gebräuchlichen Monatsnamen geschichtlich noch recht jung sind. Bis zur Renaissance waren Monatsnamen gebräuchlich, welche sich auf die Ernteperioden und auf Naturereignisse bezogen.


Erpelschluth; im Ruhrpott für Kartoffelsalat; das reviertypische Festtagsgericht, mit dem die Verwandtschaft möglichst billig, aber reichlich abgefüttert werden sollen (Bor, unser Ulligen hat en ganzen Pott Erpelschluth verdrückt.)


Ist ein kaffeeähnliches Getränk, das meist aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten hergestellt wird und oft auch Zichorie enthält. Im Gegensatz zu Bohnenkaffee enthält dieses auch als Kaffeeersatz oder Ersatzkaffee bezeichnete Getränk kein Koffein. Weitere alternative Bezeichnungen sind Getreidekaffee, Gerstenkaffee, Dinkelkaffee, Landkaffee, Deutscher Kaffee und Fruchtkaffee. Auch der Begriff Lorke wird genutzt, der im eigentlichen Sinn ein mieses Getränk bezeichnet. In Wien und Umgebung ist das Getränk unter dem Namen Zichorienwasser bekannt.


Esbit entstand als eine Abkürzung für Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform und Markenname bzw. Handelsmarke für Brennstofftabletten aus Urotropin. Ein damit betriebener spezieller Notkocher wurde schon in der Wehrmacht benutzt und kommt auch heute noch bei Bundeswehr und Bundesheer, beim Camping und bei Rettungsorganisationen in der Auslandshilfe zum Einsatz. Weiterhin werden mit den Tabletten auch Spielzeug-Dampfmaschinen beheizt. In Konkurrenz zum flüssigen Brennspiritus, der in Spirituskochern verwendet wird, spricht man auch von Trockenspiritus.


Landserutensil, Handbrennofen. Der Esbit-Kocher verwendet Trockenspiritus in Würfelform als Brennstoff; er ist die einfachste und billigste Form eines Kochers. Seine Heizleistung ist allerdings sehr gering, so dass er hauptsächlich zum Erwärmen von Speisen verwendet wird. Wirkliches Kochen gelingt nur beim Erhitzen von kleinen Mengen.


Ruhrpottjargon; Allgemeinbezeichnung für Personen, die einem nicht sonderlich sympathisch sind; wat en Eschek - Ausruf, der neben Ablehnung auch einen Schuss Respekt aufgrund von Größe oder Ausstrahlung der Person beinhaltet; (Donnerlüttchen, wat en Eschek!)


Ein Etmal (aus dem Mittelniederdeutschen: Etmal = wiederkehrende Periode) ist die von einem Schiff von Mittag zu Mittag zurückgelegte Wegstrecke. Mittag ist dabei der lokale Sonnenhöchststand (Schiffsmittag).


Ein Euphemismus (latinisierte Form von griechisch εὐφημία euphēmía Worte von guter Vorbedeutung; letztlich zurückgehend auf εὖ eu gut und φημί phēmí ich sage), auch: Glimpfwort, Beschönigung, Hehlwort, Hüllwort oder Verbrämung ist ein sprachlicher Ausdruck, der eine Person, eine Personengruppe, einen Gegenstand oder einen Sachverhalt beschönigend, mildernd oder in verschleiernder Absicht benennt.
Euphemismen sind z.B. Kollateralschaden für unbeabsichtigte Zivilopfer einer Kriegshandlung und freisetzen für entlassen.


Die Euphonie – auch Eufonie geschrieben (über das lateinische euphonia aus dem griechischen εὐφωνία euphōnía entlehnt, für guter/schöner Laut/Ton, gute/schöne Stimme oder auch Wohlklang) – bezeichnet in der Musik-, Literatur- und Sprachwissenschaft einen Wohlklang oder Wohllaut.


Euphorie (gr. ευφορία, lat. euphoria, euforia) bezeichnet eine vorübergehende, subjektiv wahrgenommene überschwängliche Gemütsverfassung. Sie geht meist einher mit allgemeiner Hochstimmung (auch Hochgefühl genannt), einem Lebensgefühl größten Wohlbefindens, gesteigerter Lebensfreude, sorgloser Zuversicht und Optimismus.


Aus englisch ever = immer und glaze = Glasur, Lasur. Everglaze, Everglace ist die geschützte Bezeichnung für eine waschfeste dauerhafte Prägeausrüstung von Stoffen auf zellulosischer Faser. Die Gewebe werden mit Kunstharzen, die auch eine verbesserte Knittererholung herbeiführen, imprägniert, sodann geprägt und durch eine Hitzebehandlung fixiert. Gleichzeitig mit der Prägung kann die Ware auch bedruckt werden, die Kunstharze werden nur aufgelagert, nicht aber quervernetzt.


Exerzitium (lat. exercitium Übung) bezeichnet: Eine geistige, mentale Übung, oft im religiösen Kontext. Veralteter Ausdruck für schulische Übung oder Hausarbeit. Veralteter Ausdruck für Übung im Allgemeinen, später insbesondere beim Militär: Exerzieren.


Unter der Exkulpation (von lat. culpa, Schuld) wird in der Rechtswissenschaft die Schuldbefreiung einer Person verstanden. Im strafrechtlichen Sinne wird unter Exkulpation die Zuerkennung einer aufgehobenen Schuldfähigkeit (= Schuldunfähigkeit) verstanden. Nicht selten wird die rechtliche Zurechenbarkeit einer Straftat zum Täter bei Vorliegen schwerer psychischer Störungen angezweifelt. Mit Hilfe eines psychiatrischen Gutachtens entscheidet das Gericht, ob die Schuldfähigkeit erkrankungsbedingt vermindert oder aufgehoben ist.


In der Subkultur der 1960er Jahre wurden Jugendliche in Künstlerklamotten, wie Kordjakett und Rollkragenpullover, die Haare über die Stirn gekämmt, als Exis bezeichnet. In ihrem Musikgeschmack unterschieden sie sich wesentlich von den Halbstarken Rockern, und schwärmten für Jazz.