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Lexikon der alten Wörter und Begriffe

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Von A wie Abakus bis Z wie Zylinder(hut)

Unser kleines Lexikon enthält 3307 Wörter, Begriffe und Bezeichnungen, die heute nicht mehr gebräuchlich sind. Schlagen Sie die entsprechende Seite auf, indem Sie einfach oben auf den entsprechenden Buchstaben klicken und dann links den gewünschten Begriff wählen.

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Q : 23 Wörter und Begriffe

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Lexikon der alten Wörter und Begriffe (Archaismen)

Q: von Quacksalber bis Quinquagesima

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Ein Quacksalber ist einer, der unbefugt die Heilkunde ausübt, ein Kurpfuscher, eigentlich ein marktschreierischer, seine Geschicklichkeit und Heilmittel öffentlich anpreisender Arzt (Schreier und Salbenkrämer); gegen Ende des 16. jh. entlehnt aus mnl. nd. quacksalver, quaksalver, zusammengesetzt aus quacken (schreien) und salver = ahd. salbari, der Arzt.Wörterbuch der Brüder Jacob und Wilhelm GrimmSiehe: „Der Doktor und das Mädchen“ von Kurt Jürgen Voigt

Umgangssprachlich für große Füße, bzw. Schuhe.Siehe: „Laura“ von Ilse Krause

Als Quantensprung bezeichnet man in der Alltagssprache des 21. Jahrhunderts einen Fortschritt, der eine Entwicklung innerhalb kürzester Zeit ein sehr großes Stück voranbringt. Dies widerspricht der ursprünglichen physikalischen Bedeutung. Daher gilt Quantensprung als sogenanntes Januswort (Autoantonym).Siehe: „Thema: Moderne Zeiten“ Computer und andere technische Herausforderungen

Die Anzahl ist eine physikalische Größe oder ein Rechenwert, als Maß dafür, aus wie vielen Objekten eine Menge besteht. Sie wird durch Zählen bestimmt. Sie ist eine Angabe der Quantität.Siehe: „Över dat Smöken“ von Inge Hellwege

Ein Quarkbüdel ist auf hamburgisch ein Querulant, ein unzufriedener Mensch, dem man nichts recht machen kann. Er wird auch als Quarkbroder oder Quarkkopp bezeichnet.Siehe: „Schwieschiet mit Dille - Hamboorgs lernen“ von Ingrid v.Husen

Norddeutsch umgangssprachlich abwertend für weinerlich. Im Wörterbuch der Gebrüder Grimm heißt es: Quarrsack: Bezeichnung eines oft und übermäßig weinenden Kindes. Quarren: den Laut quarr von sich geben (wie ein Frosch), schreien, halbschreiend weinen (wie die Kinder).(Vorschlag von Pia Wolters, Januar 2026)Siehe: „Der Schleifer von Sylt“ von Kurt Jürgen Voigt

Quartiersleute sind selbstständige Lagerhalter, die auf fremde Rechnung, d.h. im Auftrag des Kaufmanns, Waren einlagern, begutachten, reinigen und sortieren. Mit ihren breiten Warenkenntnissen und ihrer Erfahrung im Umgang mit hochwertigen Gütern bilden sie ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Hafenumschlag und dem Handel bzw. der verarbeitenden Industrie. wegen des schnellen Güterumschlags, fast alle aus der Speicherstadt in ebenerdige Lagerräume umgezogen. Quartiersleute heißen so, weil sie sich traditionell zu Vierergruppen zusammenschlossen (lat. quattuor = vier), die nach dem Vormann benannt wurden, wobei die Teilhaber als Consorten firmierten. Das ergab dann so schöne Bezeichnungen wie zum Beispiel Eichholtz & Consorten.Siehe: „Mit der Linie 14 auf Bananensuche“ von Dieter Scholz

Quartiersmann – Eine Hamburger Bezeichnung für einen Lagerunternehmer.Siehe: „Aller Anfang ist schwer“ von Margot Bintig

Die Finanzabteilung deutscher Universitäten. Ihr Leiter war der Quästor.(Vorschlag von Michael Malsch, 8/2020)Siehe: „Vom Wandel der Anrede“ von Michael Malsch

Als Quäkerspeisung wird die humanitäre Hilfe bezeichnet, die vor allem US-amerikanische und britische Quäker in der Zeit nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg vor allem in Deutschland leisteten. Offiziell lautet der Begriff Kinderspeisung, umgangssprachlich hat sich jedoch Quäkerspeisung durchgesetzt. Das lag wohl daran, dass die für deutsche Hilfsempfänger am sichtbarste Organisation das American Friends Service Committee (AFSC) war.Siehe: „Schulspeisung“ von Günter Matiba

Umgangssprachlich: stark rauchen, eine Zigarette oder andere Tabakware rauchen. Synonyme: dampfen, barzen, dübeln, durchziehen, fluppen, jiffen, kiffen, knarzen, kneter.Siehe: „Klassenfahrt nach Oberägypten“ von Michael Malsch

Ein Quentchen (heute auch Quäntchen geschrieben; weitere Formen: Quentgen, Quentlein, Quentin, Quent, Quint, Quintchen, Quintlein und Quintel) ist ein historisches Handelsgewicht, das in der Regel dem vierten Teil eines Lots beziehungsweise etwa 4 Gramm entsprach. Siehe: „Fiefunsösstig“ von Claus Günther

süd[west]d., westmd.): kleiner Betrieb, oder Handwerksbetrieb, auch für Zwetsche, eine Unterart der Pflaume, (landsch.) Kartoffelpresse, norddeutsch für Ziehharmonika.Siehe: „Unser Segelkajak“ von Hans Claußen

Veralteter Begriff für ein Akkordeon. Andere Bezeichnugen sind: Ziehharmonika, Handharmonika, Schifferklavier oder Handorgel.Siehe: „Mein erstes Honorar“ von Ernesto Potthoff

(ugs., oft abwertend): jmd., der in oft eigensinniger Weise anders handelt, sich anders verhält, als erwartet wird.Siehe: „Eltern werden ist nicht schwer …“ von Hartmut Kennhöfer

Querüber bezeichent alles, was sich quer gegenüber befindet, z.B. das Café. Um dort hin zu gelangen, muss man quer über die Straße gehen.Siehe: „Not macht erfinderisch“ von Michael Malsch

NSU-Quickly
NSU-Katalog von 1957, alle Quickly-Modelle

Die NSU Quickly war ein Moped, das erstmals 1953 zur Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung (IFMA) präsentiert wurde. Es erreichte große Stückzahlen und trug zur Massenmotorisierung im Zuge des Wirtschaftswunders bei.Siehe: Endlich Moped fahren von Bernd Herzog

Die Aufgaben ruhten nicht [von lat. quiescere = ruhen).(Vorschlag von Michael Malsch, 8/2020)Siehe: „Jerusalem 1960 — 1965 – Vaters Aufgaben“ von Michael Malsch

Als Quiddje (manchmal auch: Quittje oder Quietje = Fremder, Hochdeutschsprechender) bezeichnen gebürtige Hamburger einen zugereisten Bürger Hamburgs. Damit wurden Leute tituliert, die kein Platt oder Missing sprachen. Auch in der Seefahrt wird das Wort für eine Landratte oder einen Matrosen auf seiner ersten Fahrt verwendet. Das Wort könnte sich von dem französischen quitté herleiten. Mit diesem Begriff bezeichnete man früher die Aufenthaltsgenehmigungen für Händler, wenn diese die Stadttore passierten, um ihre Waren in der Stadt zu verkaufen.Siehe: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne?“ von Margot Bintig

Quincaillerie (Waren), heißt man alle die verschiedenen Artikel aus Eisen, Stahl, Kupfer und Messing, die diejenigen bey uns führen, die mit kurzen Waren handeln, vornähmlich die Eisenhändler, Nürnberger, Iserloner, Carlsbader etc. Unter den Quincailleriewaren sind die vollkommensten und doch nach Verhältniß die wohlfeilsten die, welche England zum Handel liefert. Birmingham, Soho, Sheffield, London u. s. w. versehen einen großen Theil von Europa und den übrigen Welttheilen, vorzüglich Ostindien, Afrika und Amerika, mit ihren Artikeln und Fabrikaten dieser Art. Die englischen Quincailleriewaren tragen so unverkennbar das Gepräge vom englischen Kunstfleiß, von Sauberkeit, Zweckmäßigkeit und Vollendung im Manufakturfach, daß man ihnen die Herkunft auf erste Ansicht nicht absprechen kann. Birmingham ist besonders der Werkzeuge wegen im Ruf; Sheffield der Schnallen, Knöpfe u. s. w. wegen. Rippon in Yorkshire zeichnet sich durch seine Spornmacherartikel vortheilhaft aus. Venedig versieht besonders die Handelsstädte in der Levante mit allerley Quincaillerieartikeln aus den Fabriken von Brescia und anderswärts her.

Quincailleriewaren (franz., spr. kängkaj'rih-), s. v. w. kurze Waren; der Handel damit heißt Quincailleriehandel. Aus Quincailleries im Sinn von Flitterkram wurde im Volksmund Kinkerlitzchen. Siehe: Eoconomischen Encyklopädie von J.G. Krünitz / Meyers KonservationslexikonSiehe: „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ von Hartmut Kennhöfer

Ein Quincaillier, ist ein Eisenwarenhändler, ein Kurzwarenhändler. Das Wort geht, wie viele Entlehnungen aus dem Französischen, auf die Ansiedlung der Hugenotten und auf die Zeit der napoleonischen Kriege zurück.Siehe: „Wir machen uns selbstständig“ von Friedrich-Wilhelm Mencke

Quinenlotterie, eine neue Art der Zahlenlotterie, aber nur mit 30 Nummern, die vor ein paar Jahren hier im Lande statt der sonst gewöhnlichen, für die untere Volksklasse so verderblichen Zahlenlotterie eingeführt wurde. Sie fand indeß nicht die Aufnahme, welche man erwartet hatte, und man errichtete daher statt ihrer die kleine Geldlotterie, wo das Loos auch nur einen Thaler kostet.

Die Einrichtung der preußischen Quinenlotterie war (nach der unter dem 28sten May 1810 darüber erschienene Bekanntmachung) folgende:

§. 1. Die Königliche Quinen=Lotterie besteht aus 30 Zahlen von Nr. 1. bis 30. einschließlich.
Jede Verbindung von 5 Zahlen aus diesen 30 Zahlen bildet eine Quine, wie zwey verbundene Zahlen eine Ambe; drey eine Terne, und vier eine Quaterne in der Zahlen=Lotterie genannt werden.
Solcher aus fünf Zahlen bestehenden Quinen sind bey diesen 30 Zahlen überhaupt 142,506 möglich.Siehe: Oekonomische Encyklopädie von J. G. KrünitzSiehe: „Ick bin aus Berlin - hört man ditt nich?“ von Fritz Schukat

Quinquagesima, heißt 1) der Sonntag vor dem Fasten, weil er der 50ste Tag vor Ostern ist.

2) Der 50ste Theil, welcher bey den Römern vom Wildpret und einigen andern Dingen als Zoll entrichtet werden mußte.Siehe: Oekonomische Encyklopädie von J. G. KrünitzSiehe: „Anno 1941 – Ein ganz gewöhnlicher Sonntag“ von Helga Ramm


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