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Aktuelle Mitteilungen:

Operation Gomorrha

Juli 1943 – vor 75 Jahren…

1. September 1939

Mit dem Beschuss der Westerplatte in Danzig durch das deutsche Linienschiff Schleswig-Holstein und dem Überschreiten der Grenze zu Polen durch die deutsche Wehrmacht beginnt der Zweite Weltkrieg. Seit dem ersten Kriegstag greift die deutsche Luftwaffe mit unterschiedlicher Intensität Ziele im Großraum Warschau an. Das Bombardement erreicht seinen Höhepunkt am 10. September, dem blutigen Sonntag, an dem 17 Luftangriffe geflogen werden. Die Deutsche Luftwaffe setzt dabei eine Mischung aus Spreng- und Brandbomben ein, um die Stadt in Brand zu setzen und zu zerstören.

24. Juli bis 3. August 1943

Operation Gomorrha war der militärische Codename für eine Serie von Luftangriffen, die von der britischen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg beginnend Ende Juli 1943 auf Hamburg ausgeführt wurden. Es waren die damals schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges. Befohlen wurden diese Angriffe von Luftmarschall Arthur Harris, dem Oberbefehlshaber des Britischen Bomber-Command.

Namensgebend war die Geschichte aus dem Alten Testament, die Städte Sodom und Gomorrha galten als die Städte der Sünder und Verbrecher, die Gott mit Regen aus Feuer und Schwefel bis auf die Familie Lot vollständig vernichtete. [Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen…]

Vorgeschichte

Den Luftangriffen ging eine Absprache zwischen den Westalliierten und Stalin voraus. Stalin hatte auf einer zweiten Front im Westen von Deutschland bestanden. Die Westmächte wollten diesen Angriff mit Bodentruppen allerdings noch nicht einleiten und hatten als Kompromiss die Bombardierung deutscher Städte angeboten. Die zweite Front wurde erst mit der Operation Overlord am 6. Juni 1944 eröffnet.

Voraussetzung für die Operation Gomorrha waren die von den Alliierten erstmals eingesetzten Täuschungstechniken (Codename Windows) gegen die Radaranlagen des deutschen Luftverteidigungssystems. Mit Stanniolstreifen, die in großen Massen abgeworfen wurden und ein überdimensionales Radarecho erzeugten, konnten die deutsche Radaranlagen nahezu wirkungslos gemacht werden.

Das Bombardement

Beginn

Im Rahmen der Operation Gomorrha kam es zu fünf Nachtangriffen durch die Royal Air Force und zwei Tagesangriffen durch die United States Army Air Forces (USAAF). Die Angriffe begannen am 24. Juli 1943 mit der Bombardierung durch 791 britische Bomber. In den nachfolgenden Tagen griffen die Amerikaner mit 122 Bombern vom Typ Flying Fortress (Fliegende Festung) an, und störten somit die angelaufenen Bergungsarbeiten. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli gipfelten die Angriffe und lösten einen Feuersturm aus, den es in einem solchen Ausmaß bisher noch nie gegeben hat. Der Feuersturm vernichtete große Teile im Osten der Stadt, tötete ca. 35.000 - 45.000 Menschen und machte eine Million Menschen obdachlos. Die genaue Zahl der Toten ließ sich nie ermitteln, da viele Opfer vollständig zu Asche verbrannten.

Es traf vor allem die Stadtteile Rothenburgsort und Hammerbrook völlig unerwartet. Da die Leichen nicht schnell beseitigt werden konnten, wurde das Gebiet des Hammerbrook abgeriegelt, um wegen der erwarteten Seuchengefahr ein Betreten zu verhindern.

Angriffstechnik

Eines der vielen Opfer des Feuersturms

Zur Bombardierung verwendete die RAF eine Mischung von Luftminen, Spreng-, Phosphor- und Stabbrandbomben.
Zunächst wurden Luftminen und Sprengbomben abgeworfen. Die Sprengbomben sollten die unter den Straßen verlaufenden Wasser-, Gas- und Kommunikationsleitungen zerstören, wodurch die Koordinierung von Feuerwehreinsätzen und die Bekämpfung von Bränden zum Teil unmöglich wurde. Um die Sprengbomben möglichst tief eindringen zu lassen, wurden diese häufig mit einem Verzögerungszünder ausgestattet, so dass sie nicht beim Aufschlag, sondern erst tief im Erdreich bzw. in Hauskellern detonierten.

Gleichzeitig wurden durch den ungeheuren Luftdruck der Luftminen (Blockbuster, zu deutsch Wohnblockknacker) Dächer abgedeckt und sämtliche Fenster und Türen umliegender Häuser zerstört. Die Phosphor- und Stabbrandbomben konnten die nun freiliegenden hölzernen Dachstühle entzünden und gelangten durch die zerstörten Fenster auch direkt in die Wohnungen, wobei sich die Brände über die fast ausschließlich aus Holz bestehenden Treppenhäuser auf die weiter unten liegenden Etagen ausbreiteten und – begünstigt durch die zerborstenen Fensterscheiben – auch genügend Sauerstoff erhielten. Die Gebäude brannten in der Regel vollständig aus.

Löschversuche wurden dadurch vereitelt, dass etwa eine Viertelstunde nach dem Hauptangriff eine weitere Welle von Bombern eintraf, um die Löschkräfte in den Schutzräumen zu halten. Erst durch die dadurch viel zu spät einsetzenden Lösch- und Rettungsmaßnahmen wurden die großen Flächenbrände möglich.

Diese Technik wurde von den Alliierten später als Hamburgisierung bezeichnet und auch auf andere Städte angewandt. Geprobt wurde dieses Verfahren zuvor in Lübeck.
Die Angriffe richteten sich immer gegen einen Sektor der Stadt. Zentraler Ausgangspunkt war der rund 147 Meter hohe Turm der Nikolaikirche. Die Ruine wurde 1951 teilweise abgerissen; den Turm und einige Mauerteile ließ man als Mahnmal stehen. Im Turm gibt es eine Dauerausstellung zur Operation Gomorrha.

Die vorhandenen Luftschutzbunker zum Schutz der Bevölkerung konnten 1943 nur noch bedingt Schutz bieten, da während des Krieges immer größere Bomben eingesetzt wurden.

Feuersturm

In der Nacht vom 27. zum 28. Juli 1943 führte eine seltene Wetterlage zu einem atmosphärischen Feuersturm: Die aufsteigenden sehr heißen Brandgase der beginnenden Brände durchstießen darüberliegende kühlere Luftmassen bis zu etwa 7000 m Höhe. Dadurch bildete sich über Hammerbrook und Rothenburgsort ein einziger atmosphärischer Kamin, was weder zuvor noch später geschah, weil diese Wetterlage bei anderen Bombenangriffen auf deutsche Städte nicht auftrat. Die Geschwindigkeiten bodennaher Luftmassen durch diesen Kamineffekt wurden in anderen Fällen nicht wieder erreicht. Menschen wurden in die Feuer gerissen. Auf diese Weise waren die Brände bereits in der Entstehungsphase unbeherrschbar geworden.

Lesen Sie auch: 1943 ­ Das Schicksalsjahr meiner Großeltern

Wikipedia.org, Juli 2018